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Hypothekenzinsen steigen auf Drei-Monats-Hoch – Nahostkrieg schürt Inflationssorgen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der Krieg im Iran wirkt sich zunehmend auf den US-Immobilienmarkt aus: Die Kosten für Immobilienkredite steigen wieder spürbar.

Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festhypotheken kletterte in dieser Woche auf 6,22 % – nach 6,11 % in der Vorwoche. Damit erreichen die Zinsen den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Hintergrund sind wachsende Sorgen über eine neue Inflationswelle.

Noch vor wenigen Wochen hatte es Hoffnung gegeben: Erstmals seit über drei Jahren waren die Hypothekenzinsen unter die Marke von 6 % gefallen – ein psychologisch wichtiger Wert, der den Immobilienmarkt im Frühjahr hätte beleben können.

Krieg treibt Energiepreise – und Zinsen

Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar haben steigende Energiepreise jedoch die Erwartungen verändert. Investoren befürchten, dass teureres Öl die Inflation erneut anheizen könnte.

Diese Sorgen spiegeln sich auch in den Renditen von US-Staatsanleihen wider, insbesondere bei den richtungsweisenden 10-jährigen Treasuries. Deren Rendite stieg von etwa 3,96 % vor Kriegsbeginn auf rund 4,28 %.

Da Hypothekenzinsen eng an diese Renditen gekoppelt sind, ziehen auch sie entsprechend an.

Erste Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die steigenden Finanzierungskosten könnten die wichtige Frühjahrs-Saison am Immobilienmarkt bereits bremsen. Laut einer aktuellen Erhebung gingen die Anträge auf Hypothekendarlehen zuletzt um 10 % zurück.

Experten sehen noch keine klare Entwicklung, warnen aber davor, dass anhaltend hohe Zinsen die Nachfrage dämpfen könnten.

Zinssenkungen rücken in die Ferne

Vor dem Krieg hatten viele Marktteilnehmer damit gerechnet, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Leitzinsen weiter senken würde – was auch Hypotheken günstiger gemacht hätte.

Doch neue Inflationsrisiken erschweren diesen Kurs. Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass die Notenbank weiterhin große Anstrengungen unternehmen müsse, um die Inflation auf das Ziel von 2 % zu senken.

Nach Schocks wie der Pandemie und Handelskonflikten sei der aktuelle Anstieg der Energiepreise ein weiterer Unsicherheitsfaktor, dessen Auswirkungen noch schwer abzuschätzen seien.

Inflation bleibt über Zielwert

Zwar ist die Inflation seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2022 zurückgegangen, liegt aber weiterhin über dem Ziel der Notenbank. Zuletzt stieg ein wichtiger Preisindex um 2,8 % im Jahresvergleich.

Damit bleibt die Lage angespannt – sowohl für die Geldpolitik als auch für den Immobilienmarkt.

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