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Hyatt-Aufsichtsratschef tritt wegen Verbindungen zu Jeffrey Epstein zurück

Olichel (CC0), Pixabay
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Der milliardenschwere Unternehmer Thomas Pritzker ist als Vorsitzender der Hotelkette Hyatt zurückgetreten. Hintergrund sind neu veröffentlichte Unterlagen des US-Justizministeriums, aus denen hervorgeht, dass Pritzker auch nach Jeffrey Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 weiterhin Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter hatte.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung räumte der 75-Jährige ein, „schreckliches Urteilsvermögen“ bewiesen zu haben, indem er die Verbindung zu Epstein nicht früher beendet habe. Nach Gesprächen mit dem Vorstand habe er entschieden, nicht erneut für das Amt des Executive Chairman zu kandidieren, das er seit 2004 innehatte.

„Gute Führung bedeutet auch, Hyatt zu schützen – insbesondere im Zusammenhang mit meiner Beziehung zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell, die ich zutiefst bedaure“, erklärte Pritzker. Maxwell war 2021 wegen ihrer Rolle bei der Anwerbung minderjähriger Mädchen für Epstein verurteilt worden. Epstein selbst war 2008 wegen der Anbahnung von Prostitution mit einer Minderjährigen verurteilt worden und starb 2019 in Untersuchungshaft, während er sich weiteren Anklagen wegen Sexhandels stellen musste.

In einem separaten Schreiben an den Vorstand verwies Pritzker auf sein Alter – er werde in diesem Jahr 76 – und betonte, das Unternehmen befinde sich in einer „starken und nachhaltigen Position“. Seine Verbindungen zu Epstein erwähnte er darin jedoch nicht.

Der Hyatt-Vorstand ernannte den bisherigen Präsidenten und CEO Mark Hoplamazian zu Pritzkers Nachfolger als Chairman. Hoplamazian würdigte dessen Entscheidung als Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein und langjährigem Engagement für das Unternehmen.

Die jüngste Veröffentlichung weiterer Epstein-Dokumente hat zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft unter Druck gesetzt. Allein das Auftauchen eines Namens in den Unterlagen gilt jedoch nicht als Beleg für strafbares Verhalten.

Zuletzt hatten bereits andere Führungskräfte Konsequenzen gezogen: So kündigte die Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathy Ruemmler, ihren Rückzug an, nachdem E-Mails ihre frühere Nähe zu Epstein belegten. Auch Brad Karp, Vorsitzender der US-Kanzlei Paul Weiss, trat im Februar zurück. Beide bestreiten jegliches Fehlverhalten.

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