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Hormus-Sperre: Trump und Netanjahu treiben Europa in die nächste Versorgungskrise – jetzt droht sogar Kerosinmangel an Flughäfen

geralt (CC0), Pixabay
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Die nächste schwere Folge des von Donald Trump und Benjamin Netanjahu mitverantworteten Krieges trifft nun mitten ins Herz der europäischen Infrastruktur: Europas Flughäfen warnen vor einer drohenden Kerosinknappheit. Was sich seit Wochen abzeichnet, wird jetzt offiziell – und es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die aggressive Eskalationspolitik aus Washington und Jerusalem längst nicht nur den Nahen Osten verwüstet, sondern auch Europa wirtschaftlich und logistisch in Geiselhaft nimmt.

Der europäische Dachverband der Flughafenbetreiber ACI Europe schlägt Alarm. In einem Schreiben an die EU-Kommission warnt der Verband vor dem Risiko einer „systemischen Kerosinknappheit“, falls der Schiffsverkehr in der strategisch entscheidenden Straße von Hormus nicht binnen drei Wochen wieder „stabil und in nennenswertem Umfang“ aufgenommen wird.

Das ist keine Randnotiz, sondern ein ernstes Warnsignal. Denn durch die Straße von Hormus laufen rund 20 Prozent des weltweit transportierten Öls, Kerosins und Gases. Wer diese Meerenge destabilisiert, destabilisiert zwangsläufig die Energieversorgung, den Luftverkehr und letztlich weite Teile der Weltwirtschaft.

Und genau das ist passiert.

Ausgelöst wurde diese neue Eskalation durch den US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran, der am 28. Februar mit Luftangriffen begann. Dass Teheran anschließend mit einer Blockade des Schiffsverkehrs in Hormus reagierte, war geopolitisch erwartbar – und dennoch haben Trump und Netanjahu genau dieses Risiko sehenden Auges in Kauf genommen. Wer einen Krieg gegen einen regionalen Machtfaktor startet, der an einer der wichtigsten Handelsadern der Welt sitzt, handelt entweder verantwortungslos oder kalkuliert bewusst mit globalen Kollateralschäden.

Beides ist verheerend.

Die Folgen sind längst sichtbar: Der Preis für Kerosin ist noch stärker explodiert als der für Rohöl. Fluggesellschaften auf mehreren Kontinenten haben bereits Tarife erhöht, Verbindungen gestrichen oder Flüge aus Sicherheits- und Rentabilitätsgründen ausgesetzt. Während Trump in Washington weiter mit martialischer Rhetorik posiert und Netanjahu seine Eskalationspolitik als angebliche Sicherheitsstrategie verkauft, droht in Europa nun ganz konkret die nächste Kettenreaktion.

Denn wenn Flughäfen nicht mehr zuverlässig mit Treibstoff versorgt werden können, trifft das nicht nur Urlaubsflüge. Dann geht es um Lieferketten, Geschäftsreisen, medizinische Transporte, Frachtverkehr und die Stabilität ganzer Wirtschaftsbereiche. Das ist nicht irgendein regionaler Nebeneffekt – das ist eine direkte Folge einer militärischen Eskalation, die von Trump und Netanjahu politisch vorangetrieben wurde.

Besonders perfide: Während seit Dienstagabend offiziell eine Waffenruhe gilt, ist diese nur auf dem Papier vorhanden. Die Freigabe der Straße von Hormus läuft bisher nur schleppend an, die Lage bleibt hochgefährlich und die Unsicherheit an den Märkten hält an. Genau das zeigt, wie wenig belastbar diese angebliche Deeskalation bislang ist.

ACI Europe fordert deshalb eine dringende Überwachung der Verfügbarkeit und Versorgung für mindestens die kommenden sechs Monate. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 600 Flughäfen in 55 Ländern – darunter auch alle österreichischen Verkehrsflughäfen: Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt. Zwar wurde in Österreich bisher noch kein akuter Kerosinmangel gemeldet, doch das ist kein Grund zur Entwarnung. In Italien haben kleinere, touristisch geprägte Flughäfen bereits öffentlich gewarnt.

Man muss es klar sagen:
Wenn Europa jetzt über Kerosinknappheit, höhere Flugpreise und mögliche Versorgungsprobleme spricht, dann ist das nicht einfach „der Markt“. Es ist nicht bloß „eine Krise im Nahen Osten“. Es ist das Ergebnis einer brandgefährlichen Politik, in der Donald Trump und Benjamin Netanjahu militärische Eskalation über internationale Stabilität gestellt haben.

Trump inszeniert sich einmal mehr als starker Mann, während er mit seinem außenpolitischen Zündeln globale Lieferketten gefährdet. Netanjahu verkauft militärische Härte als alternativlos, obwohl längst sichtbar ist, dass jeder neue Angriff die Region tiefer ins Chaos stürzt. Gemeinsam haben beide eine Lage geschaffen, in der nicht nur Bomben fallen, sondern auch Energiepreise explodieren, Handelsrouten kollabieren und Europa die Rechnung präsentiert bekommt.

Und diese Rechnung zahlen am Ende nicht Trump und Netanjahu.

Sie zahlen:

  • Verbraucherinnen und Verbraucher durch höhere Preise,
  • Flugreisende durch teurere oder gestrichene Verbindungen,
  • Unternehmen durch steigende Transportkosten,
  • und Volkswirtschaften durch neue Unsicherheit in ohnehin angespannten Zeiten.

Europa darf sich jetzt nicht länger nur als Zuschauer begreifen. Wenn zwei politische Brandstifter in Washington und Jerusalem mit ihrer Eskalationspolitik die Energie- und Verkehrsadern der Welt aufs Spiel setzen, dann braucht es endlich klare politische Konsequenzen – diplomatisch, wirtschaftlich und strategisch.

Denn eines ist inzwischen offensichtlich:
Trump und Netanjahu exportieren nicht nur Krieg – sie exportieren Krise.

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