Nach ersten Hitzerekorden auf der Iberischen Halbinsel und in Südfrankreich rollt nun die nächste große Hitzewelle auf Deutschland zu. In Spanien wurden bereits am Wochenende Temperaturen von bis zu 39 Grad gemessen. Mit einer kräftigen Hochdrucklage breitet sich die heiße Luft in den kommenden Tagen zunehmend nach Mitteleuropa aus.
Bereits zur Wochenmitte werden vor allem im Südwesten Deutschlands vereinzelt Temperaturen um 30 Grad erreicht. Bis Freitag erfasst die Hitze dann nahezu das gesamte Bundesgebiet. Meteorologen erwarten eine mehrtägige Phase mit hochsommerlichen Temperaturen und zunehmender Schwüle.
Heißeste Tage des Jahres stehen bevor
Nach aktuellem Stand dürften am Wochenende vielerorts Werte zwischen 32 und 35 Grad erreicht werden. Regional, insbesondere entlang des Rheins sowie in Teilen Baden-Württembergs, Hessens und Rheinland-Pfalz, sind sogar Temperaturen über 35 Grad möglich.
Damit stehen Deutschland voraussichtlich die bislang heißesten Tage des Jahres bevor.
Tropennächte und Gewittergefahr
Neben viel Sonnenschein bringt die Hitzewelle auch Schattenseiten mit sich. Vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden steigt die Gefahr von teils kräftigen Wärmegewittern. Lokal sind Starkregen, Hagel und Sturmböen nicht ausgeschlossen.
Hinzu kommen sogenannte Tropennächte. Besonders in Großstädten und Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln oder München könnten die Temperaturen nachts nicht mehr unter 20 Grad fallen. Die fehlende nächtliche Abkühlung belastet vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.
Pünktlich zum Sommeranfang
Die heiße Wetterphase fällt genau mit dem kalendarischen Sommerbeginn am 21. Juni zusammen. Zu dieser Jahreszeit sind die Nächte besonders kurz, wodurch die Luft kaum Zeit hat, sich ausreichend abzukühlen.
Experten empfehlen daher, Wohnräume in den frühen Morgenstunden zu lüften, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Wie lange bleibt die Hitze?
Nach den aktuellen Wettermodellen hält die Hitzewelle mindestens bis einschließlich Sonntag an. Für die kommende Woche sind die Prognosen allerdings noch unsicher.
Einige Berechnungen deuten auf eine deutliche Abkühlung hin, während andere Modelle die hochsommerliche Wetterlage noch mehrere Tage fortsetzen. Entsprechend groß sind die Unterschiede bei den Vorhersagen für die zweite Wochenhälfte.
Südeuropa weiterhin unter extremer Hitze
Noch deutlich extremer präsentiert sich die Lage in Südeuropa. In Spanien, Portugal und Teilen Frankreichs werden zum Wochenende verbreitet Temperaturen von über 40 Grad erwartet. Ein Ende der außergewöhnlichen Hitzewelle ist dort nach derzeitigen Prognosen nicht in Sicht.
Deutschland steht damit zwar nicht vor Rekordwerten wie auf der Iberischen Halbinsel, muss sich aber auf die bislang intensivste Hitzephase des Jahres einstellen.
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