Eine sensationelle Entdeckung an der Eliteuniversität Harvard: Was jahrzehntelang als Kopie der berühmten Magna Carta galt, entpuppte sich nun als echtes Original aus dem Jahr 1300. Britische Wissenschaftler machten den Fund eher zufällig.
Die Universität hatte das Dokument nach dem Zweiten Weltkrieg für lediglich 27,50 Dollar erworben und hielt es für eine Reproduktion. Doch der Historiker David Carpenter vom King’s College in London entdeckte während einer Recherche in der digitalen Bibliothek der Uni Hinweise auf die Echtheit. Nach Rücksprache mit seinem Kollegen Nicholas Vincent wurde bestätigt: Das Layout, der Text, die Handschrift und das charakteristische „E“ für Eduard passten eindeutig zu anderen Originalen.
Die Magna Carta aus dem Jahr 1215 gilt als Vorläufer moderner Verfassungen und verankert das Prinzip, dass der König nicht über dem Gesetz steht. König Johann Ohneland unterzeichnete die Charta unter Druck der englischen Barone. Später wurde sie unter seinen Nachfahren, zuletzt 1300, erneut ausgefertigt.
Professor Carpenter sieht eine symbolische Verbindung zur aktuellen politischen Lage in den USA: Während Donald Trump die Universität Harvard wegen angeblicher linker und antisemitischer Tendenzen kritisiert, wird gerade dort ein Dokument gefunden, das die Rechtsstaatlichkeit betont. „Es erinnert daran, dass kein Herrscher über dem Gesetz steht“, sagte Carpenter.
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