Bye-bye Montecito! Trump kommentiert den Sussex-Abflug erstaunlich wenig königlich
Washington – In den USA werden Umzugskartons ausgepackt, in Großbritannien vermutlich schon wieder eingepackt – und im Weißen Haus scheint einer besonders gute Laune zu haben: Donald Trump.
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben Kalifornien den Rücken gekehrt und sind mit Archie und Lilibet zurück nach Großbritannien gezogen. Für Trump offenbar eine Nachricht irgendwo zwischen „Steuersenkung beschlossen“ und „Golfplatz frei“.
Als Journalisten ihn im Oval Office auf den royalen Rückzug aus den USA ansprachen, machte der Präsident keine lange Abschiedsrede daraus. Sinngemäß: Schön, dass sie weg sind. Fanclub-Mitglied sei er schließlich nie gewesen.
Im Raum wurde gelacht. Vermutlich auch deshalb, weil bei Trump diplomatische Zurückhaltung ungefähr so zuverlässig auftaucht wie Meghan beim traditionellen Familienfoto in Sandringham.
Trump über Meghan: Das wird keine Weihnachtskarte
Dass Trump und die Sussexes demnächst gemeinsam beim Afternoon Tea sitzen, darf als eher unwahrscheinlich gelten.
Der US-Präsident wirft Harry und Meghan seit Jahren vor, die britische Königsfamilie respektlos behandelt zu haben. Vor allem Meghan bekommt regelmäßig ihr Fett weg. Ihr Verhalten gegenüber Queen Elizabeth II. und König Charles habe ihm überhaupt nicht gefallen.
Kurz gesagt: Trump führt offenbar eine mentale Gästeliste für Buckingham Palace – und Meghan steht darauf irgendwo zwischen „bitte nicht reinlassen“ und „Security informieren“.
Auch eine royale Rückkehr hätte es mit König Donald offenbar nicht gegeben. Wäre er Teil der britischen Königsfamilie gewesen, erklärte Trump, hätte er Harry und Meghan nicht wieder aufgenommen.
Ein Satz, bei dem man sich kurz daran erinnern muss: Nein, Donald Trump gehört tatsächlich nicht zum Haus Windsor.
Noch nicht.
Alte Liebe? Eher alte Wahlkampf-Rechnung
Ganz überraschend kommt Trumps Abneigung allerdings nicht. Meghan hatte ihn schon im US-Wahlkampf 2016 als spalterisch und frauenfeindlich kritisiert. Trump fand das später wenig charmant.
Seitdem herrscht zwischen beiden ungefähr die Wärme eines Kühlschranks im Buckingham-Palace-Keller.
Harry und Meghan hatten sich 2020 als arbeitende Royals verabschiedet und anschließend im kalifornischen Montecito ein neues Leben aufgebaut. Dort gab es Sonne, Palmen, Streaming-Deals und vor allem mehrere Tausend Kilometer Sicherheitsabstand zum britischen Königshaus.
Nun also die Kehrtwende: zurück nach Großbritannien.
Madame Tussauds reagierte standesgemäß und stellte Koffer neben die Wachsfiguren des Paares. Mehr britischen Humor bekommt man für den Eintrittspreis vermutlich kaum.
Bei Queen und Charles wird Trump plötzlich zum Royal-Fanboy
Während Harry und Meghan von Trump verbal noch einmal mit dem königlichen Vorschlaghammer verabschiedet wurden, geriet der Präsident beim Thema Queen Elizabeth II. und König Charles geradezu ins Schwärmen.
Mit der verstorbenen Queen habe er eine sehr gute Beziehung gehabt. Auch Charles kenne er schon lange und halte ihn für einen großartigen Mann.
Damit ist Trumps royale Rangliste offenbar geklärt:
Queen Elizabeth: großartig.
Charles: großartig.
Harry und Meghan: eher nicht großartig.
Für die Sussexes dürfte sich die Aufregung in Grenzen halten. Schließlich haben sie gerade einen kompletten Umzug über den Atlantik hinter sich.
Und wer schon vier Koffer, zwei Kinder und vermutlich eine sehr komplizierte britische Familien-WhatsApp-Gruppe überlebt, den bringt auch ein Kommentar aus dem Oval Office nicht mehr aus der Ruhe.
Kommentar hinterlassen