Nach dem Qualifying in Ungarn haben die Rennkommissare noch einmal kräftig am Ergebnis geschraubt. Lewis Hamilton und Kimi Antonelli dürfen am Sonntag weiter hinten starten als ursprünglich geplant.
Hamilton hatte sich im Ferrari eigentlich Platz zwei gesichert. Doch im letzten Qualifying-Abschnitt ging der Brite auf der Strecke deutlich vom Gas und stand Oscar Piastri dabei ziemlich ungünstig im Weg.
Die Rennleitung wertete das als Behinderung. Aus Startplatz zwei wurde deshalb Startplatz fünf.
Hamilton verliert damit drei Positionen, ohne dass das Rennen überhaupt begonnen hat. Effizienter kann man Plätze kaum abgeben.
Auch Kimi Antonelli wurde zurückgestuft. Der Mercedes-Pilot hatte zunächst Rang vier erreicht, muss nun aber von Platz sieben starten.
Der Grund: Nach einem Zwischenfall von Max Verstappen wurden gelbe Flaggen gezeigt. Antonelli verlangsamte sein Auto nach Ansicht der Rennkommissare nicht ausreichend.
Gelb bedeutet in der Formel 1 bekanntlich Gefahr und Tempo reduzieren. Antonelli interpretierte es offenbar eher als freundlichen Hinweis: „Bitte kurz aufmerksam schauen.“
Die Sportkommissare sahen das weniger entspannt und versetzten auch ihn um drei Plätze nach hinten.
Für beide Fahrer ist die Ausgangslage damit deutlich unangenehmer geworden. Hamilton startet nun als Fünfter, Antonelli als Siebter.
Die Gewinner der Entscheidungen sind jene Fahrer, die plötzlich ohne zusätzliche schnelle Runde weiter nach vorn rücken. In der Formel 1 lohnt es sich manchmal eben, nach dem Qualifying einfach ruhig zu warten und darauf zu hoffen, dass jemand anderes noch Post von den Rennkommissaren bekommt.
Hamilton und Antonelli wissen nun jedenfalls: Auf dem Hungaroring zählt nicht nur, wie schnell man fährt.
Manchmal ist auch entscheidend, wann man langsam fährt – und ob es den Herren mit den Regelbüchern schnell genug war.
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