Hamburgische Grundbesitz und Anlage GmbH & Co. Zweite Berlin-Mitte KG Hamburg-Mieter erhält 4 Millionen Euro Investitionszuschuss

Alle Achtung, das ist eine Summe die man auch nicht jeden Tag in einer Bilanz lesen kann, zumal das Jahresergebnis der unternehmerischen Beteiligung dann auch zu denken geben sollte. Über 1,8 Millionen Euro Verlust in einem Jahr lassen dann jede Bilanz schlecht aussehen.

Hamburgische Grundbesitz und Anlage GmbH & Co. Zweite Berlin-Mitte KG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 32.987.113,28 33.647.223,20
I. Sachanlagen 32.987.113,28 33.647.223,20
B. Umlaufvermögen 1.263.296,28 3.064.940,17
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 572.669,73 211.682,73
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 690.626,55 2.853.257,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 34.250.409,56 36.712.163,37

Passiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 3.486.169,88 7.065.671,56
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.638.657,57 5.218.159,25
II. Rücklagen 1.847.512,31 1.847.512,31
B. Rückstellungen 2.269.939,84 170.482,78
C. Verbindlichkeiten 28.494.299,84 29.476.009,03
Bilanzsumme, Summe Passiva 34.250.409,56 36.712.163,37

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hamburgische Grundbesitz und Anlage GmbH & Co. Zweite Berlin-Mitte KG ist eine kleine Kommanditgesellschaft im Sinne des § 264a HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 1 HGB. Sie macht bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen gemäß §§ 266 Abs. 1, 274a und 288 HGB zum Teil Gebrauch. Den branchenspezifischen Besonderheiten der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wurde durch Postenänderungen bzw. -ergänzungen Rechnung getragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde im Geschäftsjahr erstmalig an das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angepasst. Durch die geänderte Umsatzdefinition durch das BilRUG haben sich für die Gesellschaft keine Änderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Die im Vorjahr unter den sonstigen Steuern ausgewiesene Grundsteuer in Höhe von 185.190,52 Euro wurde bei den Vorjahreszahlen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungs­nebenkosten abzüglich Sonderabschreibungen gemäß Fördergebietsgesetz und planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Das Umlaufvermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (32.987.113,28 Euro) ist in der Anlage I zum Anhang in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Die Fertigstellung des Objekts erfolgte zum 31. März 2000, Sonderabschreibungen gemäß § 4 Abs. 1 und 2 FGG in Höhe von bis zu 20 Prozent der Gebäudeanzahlung bzw. -anschaffungskosten wurden 1998 und 1999 vollständig in Anspruch genommen. Darüber hinaus erfolgte die Gebäude-Abschrei­bung planmäßig linear mit 2 Prozent p. a. bis zum Ablauf des Begünstigungszeitraums in 2002. Seit dem Jahr 2003 wird der Restwert auf die verbleibende Restnutzungsdauer von 45 Jahren mit 2,2 Prozent p. a. verteilt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (190.676,81 Euro) betreffen die Weiterbelastung der Grundsteuer 2016 sowie der Gebäudeversicherung 2016 an den Mieter des Hotels.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen (380.090,28 Euro) ist die der Gesellschaft in Rechnung gestellte Vorsteuer, die erst in 2017 gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden kann, ausgewiesen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten (690.626,55 Euro) betreffen laufende Geschäftskonten und Firmengeldanlagen bei der Hamburger Sparkasse AG.

Das Eigenkapital wird entsprechend den Vorschriften des § 264c Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die Kapitalanteile der Kommanditisten haben sich im Berichtsjahr wie folgt ent­wickelt:

EUR
Kapitalanteile der Kommanditisten
1. Einlagen der Kommanditisten
(Kapitalkonto I)
1. Januar 2016 26.000.000,00
31. Dezember 2016 26.000.000,00
2. Ergebniskonten der Kommanditisten
(Kapitalkonto II – Gewinn-/Verlustvortrag)
1. Januar 2016 1.638.305,49
Jahresfehlbetrag 2016 -1.889.309,84
31. Dezember 2016 -251.004,35
3. Entnahmekonten der Kommanditisten
(Kapitalkonto III)
1. Januar 2016 -22.420.146,24
Auszahlung in 2016 -1.690.000,00
Einbehaltene Abgeltungsteuer 2016 -191,84
31. Dezember 2016 -24.110.338,08
Kapitalanteile der Kommanditisten 31. Dezember 2016 1.638.657,57

Die Kapitalkonten I bis III werden gemäß den gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen nicht verzinst.

Der Gewinnvortrag vom 1. Januar 2016 von 1.638.305,49 Euro und der Jahresfehlbetrag2016 von 1.889.309,84 Euro ergeben insgesamt einen negativenSaldo der Ergebniskonten der Kommanditisten in Höhe von 251.004,35 Euro. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Unter den sonstigen Rückstellungen (2.269.939,84 Euro) werden der im Rahmen der Mietvertragsverlängerung zugesagte Mieterzuschuss (2.000.000,00 Euro), ausstehende Schlussabrechnungen und Instandhaltungskosten (268.460,84 Euro) sowie Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses 2016 (1.479,00 Euro).

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (43.898,12 Euro) werden im Wesentlichen die, infolge der von den Anlegern unvollständig eingereichten persönlichen Stamminformationen, noch ausstehenden Auszahlungen an die Anleger ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (72.370,67 Euro) betreffen die Umsatzsteuer 2016.

Die Verbindlichkeiten sind in der Anlage II zum Anhang in einem Verbindlichkeiten­spiegel dargestellt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft den bestehenden Mietvertrag neu verhandelt. Dabei wurde dieser bis zum 31.05.2035 verlängert und die Mietzinsstruktur modifiziert. Des Weiteren hat die Gesellschaft dem Mieter einen Investitionszuschuss insgesamt in Höhe von 4 Mio. Euro zugesichert. Der Zuschuss soll für bestimmte Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden. Bis zum Stichtag ist der erste Teilbetrag in Höhe von 2 Mio. Euro netto an den Mieter bereits geflossen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist dementsprechend ein Aufwand insgesamt in Höhe von 4 Mio. Euro ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Die Hamburgische Grundbesitz und Anlage GmbH & Co. Zweite Berlin-Mitte KG hat ihren Sitz in Hamburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Registernummer HRA 92230) eingetragen.

Gesellschafter sind:

HGA Hanseatische Fondsportfolio GmbH, Hamburg (gez. Kapital 25.000 Euro)
als persönlich haftende Gesellschafterin
(ohne Einlage)

HGA Capital Grundbesitz und Anlage GmbH, Hamburg
als geschäftsführende Kommanditistin
(Einlage 5.000,00 Euro, davon Hafteinlage 500,00 Euro)

HGA Real Estate Treuhand GmbH, Hamburg
als Treuhandkommanditistin
(Einlage 21.382.500,00 Euro, davon Hafteinlage 2.138.250,00 Euro)

Direktkommanditisten
(Einlage 4.612.500,00 Euro, davon Hafteinlage 461.250,00 Euro)

Die Geschäftsführung erfolgt durch die HGA Capital Grundbesitz und Anlage GmbH, Hamburg. Die Vertretung erfolgt durch die HGA Hanseatische Fondsportfolio GmbH, Hamburg.

Geschäftsführer der HGA Capital Grundbesitz und Anlage GmbH ist:

Herr Jörg-Karsten Hagen, Diplom-Volkswirt, Hamburg

Geschäftsführer der HGA Hanseatische Fondsportfolio GmbH sind:

Herr Jörg-Karsten Hagen, Diplom-Volkswirt, Hamburg

Frau Claudia Wegner, Kauffrau in der Grundstück- und Wohnungswirtschaft, Hamburg

Herr Martin Rolle, Diplom-Volkswirt, Hamburg

Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.

Ein Lagebericht wurde gemäß § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB nicht erstellt.

Hamburg, den 16. Februar 2017

HGA Hanseatische Fondsportfolio GmbH

gez. Jörg-Karsten Hagen

gez. Martin Rolle

HGA Capital Grundbesitz
und Anlage GmbH

gez. Jörg-Karsten Hagen

Anlage I zum Anhang 2016
Anlagenspiegel 2016
Historische Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am Zugänge/ Stand am Stand am Stand am
01.01.2016 Abgänge 31.12.2016 01.01.2016 Zugänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Berlin, Leipziger Str. 106 – 111
Grundstücke 12.358.672,19 0,00 12.358.672,19 0,00 0,00 0,00
Gebäude 37.356.554,14 0,00 37.356.554,14 16.068.003,13 660.109,92 16.728.113,05
Gesamt 49.715.226,33 0,00 49.715.226,33 16.068.003,13 660.109,92 16.728.113,05
Buchwerte
Stand am Stand am
31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR
Berlin, Leipziger Str. 106 – 111
Grundstücke 12.358.672,19 12.358.672,19
Gebäude 20.628.441,09 21.288.551,01
Gesamt 32.987.113,28 33.647.223,20
Anlage II zum Anhang 2016
Verbindlichkeitenspiegel 2016
Restlaufzeit bis Restlaufzeit zwischen Restlaufzeit von mehr davon durch Grundpfand-
Art der Verbindlichkeit zu einem Jahr einem und fünf Jahren als fünf Jahren Summe rechte gesichert
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.162.765,31 4.339.994,85 22.845.811,71 28.348.571,87 28.348.571,87
im Vorjahr 1.138.593,47   4.225.067,20   23.974.140,64   29.337.801,31   29.337.801,31  
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 29.459,18 0,00 0,00 29.459,18 0,00
im Vorjahr 5.125,24   0,00   0,00   5.125,24   0,00  
3. Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern 43.898,12 0,00 0,00 43.898,12 0,00
im Vorjahr 35.625,00   0,00   0,00   35.625,00   0,00  
4. Sonstige Verbindlichkeiten 72.370,67 0,00 0,00 72.370,67 0,00
im Vorjahr 97.457,48   0,00   0,00   97.457,48 0,00  
 –davon aus Steuern
   EUR 72.370,67
   (i. Vj. EUR 97.457,48)–

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2017 festgestellt.

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