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Gratis? Von wegen! Wie aus einem Dankeschön plötzlich ein Abo-Monster wird

viarami (CC0), Pixabay
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Man kennt das: Endlich hat man das Buch, die Schmerztabletten oder die neue Kaffeemaschine bestellt. Man lehnt sich zufrieden zurück – und plötzlich ploppt auf dem Bildschirm auf: „Als Dankeschön schenken wir Ihnen drei Gratis-Ausgaben!“

Ach, wie nett! Endlich bedankt sich mal jemand im Internet. Leider ist dieses Dankeschön manchmal ungefähr so kostenlos wie ein Parkplatz direkt vorm Flughafen.

Denn aus den angeblich kostenlosen Zeitschriften entwickelt sich nicht selten eine ganz besondere Spezies: das Überraschungs-Abo. Es schleicht sich leise an, versteckt sich hinter freundlichen Worten wie „Geschenk“ oder „Dankeschön“ und wacht erst Monate später auf – meistens gemeinsam mit einer Rechnung oder gleich einem Inkassoschreiben.

Das Geniale daran: Der Kunde glaubt noch, er sei beim vertrauten Onlineshop unterwegs. Tatsächlich landet er längst auf einer Vermittlungsplattform, die fleißig Zusatzgeschäfte einfädelt. Der Händler freut sich über zusätzliche Einnahmen, der Vermittler über neue Kunden – und der Käufer wundert sich irgendwann, warum aus drei Gratis-Heften plötzlich ein Jahresabo geworden ist.

Natürlich versichern die Anbieter, alles sei vollkommen transparent. Preise, Laufzeiten und Kündigungsfristen würden schließlich angezeigt. Wahrscheinlich auch – irgendwo zwischen dem 37. Cookie-Hinweis, den Datenschutzeinstellungen und dem Button „Weiter, weiter, bloß schnell bezahlen“.

Verbraucherschützer sehen das naturgemäß etwas anders. Sie berichten immer wieder von Menschen, die erst durch Mahnungen oder Inkassobriefe erfahren, dass sie angeblich stolze Abonnenten geworden sind. Das kostenlose Dankeschön entwickelt sich dann schneller zum teuren Hobby, als man „Widerrufsfrist“ buchstabieren kann.

Die Moral der Geschichte? Im Internet ist ein „Dankeschön“ manchmal ungefähr so ungefährlich wie ein All-you-can-eat-Buffet für jemanden auf Diät.

Deshalb gilt künftig: Wenn nach dem Einkauf plötzlich jemand besonders freundlich wird, sollte man misstrauisch werden. Denn echte Geschenke verlangen normalerweise keine Kündigung. Und wer ein kostenloses Heft verschenkt, sollte daraus nicht heimlich eine lebenslange Leserbindung basteln.

Kurz gesagt: Im Netz ist nicht jedes Geschenk Gold wert – manchmal ist es einfach nur die erste Rate einer Rechnung.

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