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Grand Canyon meldet drei Hitzetote – Sommerurlaub jetzt auch mit Backofenfunktion

12756913 (CC0), Pixabay
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Der Grand Canyon lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Manche kommen wegen der spektakulären Landschaft. Andere wegen der Natur. Und einige offenbar mit der festen Überzeugung, dass Warnhinweise nur dekorative Elemente amerikanischer Nationalparks sind.

Jetzt sind innerhalb weniger Tage drei Wanderer bei Temperaturen von bis zu 43 Grad Celsius gestorben. Die Behörden gehen von hitzebedingten Erkrankungen aus.

Man könnte meinen, spätestens bei 43 Grad im Schatten würde jeder verstehen, dass eine mehrstündige Wanderung durch eine steinige Schlucht vielleicht keine brillante Idee ist.

Doch der Mensch besitzt bekanntlich eine erstaunliche Fähigkeit:

Er ignoriert jede Warnung, solange sie nicht direkt mit WLAN-Ausfall verbunden ist.

Besonders beeindruckend ist dabei die Beschreibung der Wanderwege.

Der South Kaibab Trail bietet kaum Schatten und praktisch kein Wasser.

Der North Kaibab Trail gilt sogar als der schwierigste und am wenigsten besuchte Weg des gesamten Grand Canyon.

Für viele klingt das offenbar nicht wie eine Warnung, sondern wie eine persönliche Herausforderung.

„Extrem heiß?“

„Kaum Wasser?“

„Lebensgefährlich?“

„Perfekt, Schatz, genau da gehen wir hin!“

Die Nationalparkverwaltung weist jedes Jahr darauf hin, dass die Hitze im Canyon unterschätzt wird. Doch jedes Jahr unterschätzen Menschen die Hitze trotzdem.

Vielleicht liegt es daran, dass Fotos im Internet immer so harmlos aussehen.

Auf Instagram sieht der Grand Canyon aus wie ein entspannter Spaziergang.

In Wirklichkeit ist er manchmal eher ein gigantischer Steingrill mit Aussicht.

Die traurige Wahrheit ist: Hitze bleibt die tödlichste Wettergefahr in den USA. Sie ist nur weniger spektakulär als Hurrikans oder Tornados.

Niemand filmt eine Hitzewelle, die einen Gartenzaun durch die Luft schleudert.

Dafür bringt sie Menschen um.

Der Grand Canyon erinnert damit einmal mehr an eine einfache Regel:

Wenn Ranger, Wetterdienste und Nationalparkverwaltung gleichzeitig sagen, man solle mittags nicht wandern gehen, handelt es sich nicht um einen freundlichen Freizeitvorschlag.

Sondern um einen Überlebenstipp.

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