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Goldrausch für Fortgeschrittene – oder: Wenn Rabatt mehr glänzt als das Gold

Tumisu (CC0), Pixabay
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Wenn Helmut Kaltenegger loslegt, wird es nicht nur golden, sondern auch… sagen wir: unterhaltsam. Reality-TV trifft Edelmetall, Bentley trifft Boutique, und irgendwo dazwischen wartet der Kunde geduldig drei Jahre auf sein Gold – weil Vorfreude ja bekanntlich die schönste Rendite ist.

Das Geschäftsmodell: Einfach. Also wirklich. Ganz einfach.
Man kauft Gold – bekommt es aber nicht. Dafür gibt’s monatlich zwei Prozent „Rabatt“. Drei Jahre lang. Am Ende sind das stolze 72 %. Klingt weniger nach Goldhandel und mehr nach Treueprogramm für besonders geduldige Menschen. Oder für Leute, die glauben, dass Zeit wirklich Geld ist – nur halt erst später.

Die Idee dahinter:
Das Gold wird angeblich irgendwo auf der Welt produziert, und zwar so günstig, dass selbst Schnäppchenjäger neidisch werden würden. Der Rest des Geldes „arbeitet“. Was genau es arbeitet, bleibt ungefähr so transparent wie ein Goldbarren im Nebel von Sierra Leone.

Die Behörden so: „Hmm…“**
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat irgendwann beschlossen, dass das Ganze vielleicht doch mehr nach Finanzprodukt als nach Schmuckkatalog klingt – und einfach mal zwei Angebote verboten. Kleinigkeit.

Die Reaktion:
Kaltenegger bleibt kämpferisch: Ein Wirtschaftsprüfer wird kurzerhand nach Afrika geschickt, um nachzusehen, ob das Gold auch wirklich… na ja… irgendwo liegt. Der Prüfer selbst so: „Verschwiegenheitspflicht.“ Und auch sonst eher Team „Ich sag mal lieber gar nix.“

Expertenmeinung (übersetzt):
Ein Banker fasst es diplomatisch zusammen: „Das stinkt doch zum Himmel.“
Was in der Finanzwelt ungefähr so freundlich ist wie ein „Interessante Idee“ in einem Bewerbungsgespräch.

Und sonst so?
Warnungen von Behörden, kritische Berichte, offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit – aber hey: Hauptsache, die TV-Kameras laufen und der Bentley glänzt.

Fazit:
Ein Geschäftsmodell, das so viel Glanz verspricht, dass man fast vergisst, nach dem Gold zu fragen.

Oder anders gesagt:
Nicht alles, was glänzt, ist Gold.
Manches ist einfach nur sehr gut inszeniert.

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