Es ist eines der spannendsten Premier-League-Finals seit Jahren – und plötzlich spricht vieles wieder für Arsenal. Mit einem souveränen 3:0 gegen Fulham haben sich die „Gunners“ im Titelrennen zurückgemeldet und liegen nun sechs Punkte vor Manchester City.
Allerdings ist die Tabelle trügerisch. City hat zwei Spiele weniger absolviert und damit weiterhin alles in der eigenen Hand. Doch der Druck liegt klar bei der Mannschaft von Pep Guardiola: Jeder Ausrutscher könnte entscheidend sein.
Arsenal dagegen hat nur noch drei Spiele vor sich – und das Restprogramm wirkt vergleichsweise machbar. Nach dem Champions-League-Duell gegen Atlético Madrid warten West Ham, Burnley und Crystal Palace. Gegner, gegen die ein Titelkandidat eigentlich liefern muss.
Genau darin sehen viele Experten den Vorteil. Ex-Nationalspieler Wayne Rooney hält Arsenal inzwischen für den Favoriten. Seine Prognose: Die Londoner könnten den Titel sogar mit mehreren Punkten Vorsprung holen. Auch Paul Merson argumentiert ähnlich – City müsse „perfekt“ bleiben, während Arsenal sich kaum Fehler leisten dürfe, aber den leichteren Weg habe.
Statistisch spricht ebenfalls einiges für Arsenal. Die Wahrscheinlichkeit auf den Titel liegt laut Datenanalyse bei rund 80 Prozent. Auch das Torverhältnis könnte am Ende eine Rolle spielen – und hier haben die Londoner zuletzt nachgelegt.
Trainer Mikel Arteta zeigte sich nach dem Fulham-Spiel entsprechend zufrieden. Seine Mannschaft habe nicht nur gewonnen, sondern auch überzeugt. Gerade der deutliche Sieg sei wichtig gewesen, da Arsenal in dieser Saison oft knappe Ergebnisse eingefahren hatte.
Doch unterschätzen will Manchester City niemand. Der Kader ist erfahren, gespickt mit Spielern, die solche Drucksituationen kennen. Ex-Torhüter Joe Hart glaubt deshalb weiterhin an seinen früheren Klub. Spieler wie Rodri, Bernardo Silva oder Erling Haaland könnten den Unterschied machen.
Tatsächlich spricht einiges für ein dramatisches Finish. City hat zwar die schwereren Gegner – darunter Aston Villa, Brentford oder Bournemouth – aber auch die Qualität, jede Partie klar zu gewinnen. Gleichzeitig bedeutet der eng getaktete Spielplan eine zusätzliche Belastung.
Am Ende könnte es sogar auf Details hinauslaufen: Torverhältnis, ein spätes Gegentor – oder ein einziger Ausrutscher.
Fest steht: Arsenal hat sich die Pole Position zurückgeholt.
Aber im Titelrennen mit Manchester City gilt wie so oft: Sicher ist gar nichts.
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