GenoGen eG. Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie der Untreue

Das ist schon starker Tobak, den man da so lesen kann. Natürlich haben wir im Rahmen unserer Recherchen auch die Staatsanwaltschaft Münster mit einer Presseanfrage angeschrieben. Diese teilt uns nachfolgendes mit:

„Bei der Staatsanwaltschaft Münster wird derzeit ein Ermittlungsverfahren geführt, das sich gegen mehrere Beschuldigte wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie der Untreue im Zusammenhang mit der Tätigkeit dieser Beschuldigten für GenoGen e. G. richtet.

Die Ermittlungen in diesem Verfahren sind sehr umfangreich, dauern an und werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zutreffend ist Ihre Information, dass gegen einen der Beschuldigten, der in führender Position für die GenoGen e. G. tätig war, das Amtsgericht Münster auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl erlassen hat, der kürzlich vollstreckt worden ist.

Dieser Beschuldigte bestreitet die ihm zur Last gelegten Vorwürfe.“

Das bedeutet in der Konsequenz für uns aber auch, das Maik Paul hier nicht alleine im Focus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stehen wird. Bevor es jetzt mit der Genossenschaft Genogen eG in welcher Form auch immer weitergeht, sollten dort Alle, die gerade ein Mandat haben, mit sofortiger Wirkung dieses niederlegen, um eine lückenlose Aufklärung des Vorgangs zu ermöglichen. Nur mit neuen Köpfen kann die Genossenschaft dann – wenn überhaupt – neues Vertrauen gewinnen. Auch Simon Wittmann sollte nur noch dafür sorgen, dass so schnell wie möglich hier neutrale Personen sich um den Vorgang kümmern, um somit auch sich selber aus der Schusslinie zu nehmen.

Auch so hatte die GenGen eG geworben

„Die Großeltern von Pia (8 J.) haben für sie einen GenoGen eG Sparplan von 50,- € monatlich (50,– € x 120 Monate = 6.000,– € Zeichnungssumme) abgeschlossen und zahlen diese 50,– € Monat für Monat auf das Genossenschaftskonto von Pia ein. Pia ist Genossenschaftsmitglied. Gemäß Verfügung der Großeltern werden die jährlichen Dividenden-Ausschüttungen in weitere Genossenschaftsanteile umgewandelt, womit sich der Betrag bis zu Pias achtzehntem Geburtstag voraussichtlich verdoppelt hat. Ein tolles Startgeld ins Erwachsenen Leben für eine junge Frau, das zudem noch steuerfrei angespart wurde.

Andreas (30 J.) ist berufstätig, und zahlt seit geraumer Zeit in eine Kapital-Lebensversicherung ein, die im Erlebensfall mit einer ansehnlichen Überschussbeteiligung lockt. Inzwischen hat Andreas aus der aktuellen Presse erfahren, dass es laut Gesetz keine Überschussbeteiligung mehr geben wird. Es ist sogar fraglich, ob er bis zum Ablauf in zwanzig Jahren eisern durchhalten kann, um überhaupt zu profitieren. Michael löst die Lebensversicherung ab und investiert 20.000 € aus dem Rückkaufwert in Genossenschaftsanteile, die bereits nach zehn Jahren wieder zur Verfügung stehen. In dieser Zeit haben Andreas Anteile eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet. Haben sich seine Lebensumstände in 10 Jahren verändert, kann Andreas neu entscheiden, was er weiter mit dem Geld macht.

Gaby und Uli, (50 J.) haben es sich gemütlich gemacht. Das Haus ist bezahlt, die Kinder sind Erwachsen. Für schlechte Zeiten liegen Ersparnisse auf dem Sparbuch und bringen
wenigstens einen kleinen Zins. Gaby und Uli möchten auf keinen Fall mit Aktiengeschäften, Unternehmensbeteiligungen oder Fonds ihre Rücklagen riskieren. Statt dessen legen sie einen Teilbetrag von 30.000 € in Genossenschaftsanteilen an. Die kontinuierliche Anlage, die Sie alle 10 Jahre wieder der gegebenen Situation anpassen können, gibt Ihnen langfristige Planungssicherheit bis zum Rentenalter.

Hedwig (70 J.) hat vor kurzem Ihren geliebten Mann zu Grabe tragen müssen. Sie lebt nun alleine im Haus. Die Bewirtschaftung des viel zu großen Hauses ist für sie kaum noch zu
schaffen. Die Kinder kommen nur sporadisch zu Besuch. Die ständig steigenden Nebenkosten des Hauses beanspruchen einen großen Teil ihrer kleinen Witwenrente. An eine zeitgemäße Instandhaltung und die Finanzierung notwendiger energetischer Sanierungsmaßnahmen ist aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der niedrigen Rente gar nicht zu denken. Ihr nicht besser werdender Gesundheitszustand spitzte die Lage noch zu. Statt sich weiter an das Haus zu klammern, konnte Hedwig das Haus für 250.000 € verkaufen und für 80.000 € eine kleine, behindertengerechte Eigentumswohnung kaufen. 20.000,– € der verbleibenden 170.000,– € hat sie dann an Ihre Kinder verschenkt. Für die restlichen 150.000,– € hat Sie Genossenschaftsanteile gekauft. So hat sie ihre Wohnsituation angepasst und ihre Nebenkosten drastisch gesenkt. Von der Genossenschaft erhält Sie jetzt Monat für Monat eine „Zusatzrente“ von über 700,– € ohne dass ihr Kapital verzehrt wird. Ihren Kindern vererbt Sie statt des alten Hauses jetzt eine ETW und Sachwert abgesicherte Genossenschaftsanteile mit hervorragender Rendite.“

Anmerkung der Redaktion:

Wo ist da der Hinweis auf ein Totalverlustrisiko für die Genossen?

Eine Antwort

  1. Anonymus 9. Januar 2017

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