Ein Tornado hat am Montag Teile der Städte Menasha und Appleton im US-Bundesstaat Wisconsin verwüstet. Häuser wurden schwer beschädigt, Dächer abgerissen, Bäume entwurzelt und Stromleitungen zerstört. Zehntausende Menschen waren zeitweise ohne Elektrizität.
Der Nationale Wetterdienst stufte den Wirbelsturm zunächst mindestens als Tornado der Kategorie EF-2 ein. Die genaue Stärke wird noch untersucht. Kurz nach 12 Uhr Ortszeit wurde eine besonders dringliche Tornadowarnung ausgegeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Sturm die Region jedoch bereits erreicht.
Der Tornado zog mindestens 20 Minuten lang von der Umgebung Appletons in Richtung Menasha. Anschließend bewegte er sich über den Lake Winnebago und löste sich über dem Wasser auf.
Aufnahmen aus den betroffenen Gebieten zeigen zerstörte Häuser, abgedeckte Dächer, umgestürzte Strommasten, große Trümmerfelder und ein umgekipptes Fahrzeug. Einsatzkräfte durchsuchten die beschädigten Gebiete nach möglichen Opfern.
Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, in den Häusern zu bleiben und beschädigte Straßen nicht zu befahren. Besondere Gefahr gehe von herabgestürzten Leitungen und blockierten Verkehrswegen aus. Viele Straßen waren zunächst unpassierbar.
In Menasha könnte zeitweise die gesamte Stadt ohne Strom gewesen sein. In den Bezirken Winnebago und Calumet waren mehr als 15.000 Anschlüsse betroffen, im benachbarten Outagamie County weitere 18.000.
Der Tornado kam überraschend. Der Wetterdienst hatte zuvor vor schweren Gewittern und heftigen Windböen gewarnt, eine größere Tornadogefahr wurde jedoch nicht erwartet. Nach ersten Erkenntnissen berührte der Wirbelsturm bereits um 11.56 Uhr den Boden. Die offizielle Tornadowarnung folgte erst wenige Minuten später.
Auch in anderen Teilen der Region richteten schwere Unwetter Schäden an. In Illinois, Wisconsin und Indiana waren zeitweise mehr als 390.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom.
Bereits am Montagvormittag war in Whitewater ein 29-jähriger Mitarbeiter eines Energieversorgers vermutlich durch einen Blitzeinschlag ums Leben gekommen. Die Behörden untersuchen den Vorfall noch.
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