Datteln werden seit Jahrtausenden in heißen und trockenen Regionen angebaut. Heute sind die süßen Früchte wieder besonders beliebt und finden sich in Müsliriegeln, Smoothies, Desserts und Snacks vor dem Sport. Sie schmecken karamellartig, sind praktisch für unterwegs und gelten als wenig verarbeitetes Lebensmittel.
Datteln wachsen an Dattelpalmen, die vor allem im Nahen Osten, in Nordafrika sowie in warmen Regionen der USA angebaut werden. Bekannte Sorten sind Medjool, Deglet Noor und Barhi. Die Früchte verlieren bereits während ihrer Reifung am Baum einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit. Deshalb benötigen sie nach der Ernte meist nur eine geringe zusätzliche Trocknung.
Durch den niedrigen Wassergehalt sind Datteln lange haltbar. Gleichzeitig konzentriert sich ihr natürlicher Zucker, wodurch der typische süße Geschmack entsteht.
Datteln enthalten viele Ballaststoffe. Diese unterstützen die Verdauung, fördern eine regelmäßige Darmtätigkeit und können länger satt halten. Außerdem verlangsamen Ballaststoffe die Aufnahme von Zucker ins Blut. Dadurch liefern Datteln häufig gleichmäßigere Energie als stark verarbeitete Süßigkeiten.
Die Früchte enthalten zudem Kalium und Magnesium. Diese Mineralstoffe sind unter anderem für die Funktion von Muskeln und Nerven, den Flüssigkeitshaushalt und die Regulierung des Blutdrucks wichtig. Kleinere Mengen an Vitamin B6 und Vitamin K sind ebenfalls enthalten.
Darüber hinaus liefern Datteln antioxidative Pflanzenstoffe. Diese können Zellen vor Schäden durch sogenannte freie Radikale schützen und möglicherweise dazu beitragen, Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren.
Wegen ihres hohen Anteils an natürlichen Kohlenhydraten eignen sich Datteln als schneller Energielieferant vor körperlicher Aktivität. In Backwaren oder Energiekugeln können sie außerdem einen Teil des raffinierten Zuckers ersetzen.
Trotz ihrer Vorteile sollten Datteln nicht unbegrenzt gegessen werden. Sie enthalten viele Kalorien und viel natürlichen Zucker. Eine Tasse entsteinte und zerkleinerte Datteln liefert mehr als 400 Kalorien und fast 95 Gramm Zucker.
Menschen mit Diabetes oder Schwierigkeiten bei der Blutzuckerregulation sollten deshalb besonders auf die Portionsgröße achten. Auch bei Nierenerkrankungen oder der Einnahme bestimmter Medikamente kann der hohe Kaliumgehalt problematisch sein.
Da Datteln süß und klebrig sind, können sie außerdem die Entstehung von Karies begünstigen. Eine gute Zahnpflege ist daher wichtig.
Datteln können täglich Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist jedoch eine angemessene Menge. In kleinen Portionen sind sie ein nährstoffreicher und praktischer Snack, in großen Mengen werden sie schnell zu einer kalorienreichen Zuckerquelle.
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