Startseite Allgemeines Fortuna-Optimismus mit angezogener Handbremse – oder warum wir Fans das Wort „Aufstieg“ nur noch flüstern
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Fortuna-Optimismus mit angezogener Handbremse – oder warum wir Fans das Wort „Aufstieg“ nur noch flüstern

jorono (CC0), Pixabay
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Als Fortuna-Düsseldorf-Fan hat man ja gelernt, zwischen Hoffnung und Realität eine sehr dünne Linie zu ziehen – ungefähr so dünn wie unsere Defensive in den letzten Spielen der vergangenen Saison. Und jetzt soll plötzlich alles gut sein, nur weil ein paar Transfers getätigt wurden?

Ja, Samir Arabi hat ordentlich eingekauft. Ja, erfahrene Spieler wie Dominique Heintz sind dabei. Und ja, sogar Vertragsverlängerungen werden plötzlich als „Stabilitätsanker“ verkauft. Klingt alles gut – fast schon zu gut, um Fortuna zu sein.

Trainer Alexander Ende spricht inzwischen von „richtig guter Fußballmannschaft“, „Charakter“, „Hierarchie“ und „Intensität“. Das klingt alles sehr professionell – also genau nach dem Satz, den wir als Fans gelernt haben zu fürchten, kurz bevor dann ein völlig chaotisches 1:3 gegen irgendeinen Abstiegskandidaten folgt.

Und genau da liegt das Problem: Wir kennen diesen Film. Neue Saison, neue Euphorie, neue Spieler – und am Ende stehen wir wieder irgendwo zwischen „knapp daneben“ und „war ja irgendwie auch spannend“.

Natürlich will niemand den Aufstieg offiziell als Ziel ausrufen. Man hat offenbar gelernt, dass Fortuna und klare Ansagen ungefähr so gut zusammenpassen wie Auswärtsfahrten und frühe Führung. Aber wenn dann gleichzeitig von „Ambition“, „Hoffnung“ und „positiver Entwicklung“ gesprochen wird, wissen wir alle, was das heißt: Bitte Erwartungen niedrig halten, damit der Schmerz später kontrollierbar bleibt.

Über 12.000 verkaufte Dauerkarten zeigen immerhin eines: Wir Fans sind entweder extrem loyal oder einfach nicht therapierbar. Wahrscheinlich beides.

Am Ende bleibt dieses typische Fortuna-Gefühl: Man möchte glauben, dass es diesmal wirklich anders wird. Dass Struktur, Transfers und Trainerideen endlich zusammenpassen. Aber irgendwo im Hinterkopf sitzt dieser kleine, skeptische Fan und sagt leise:

„Schön. Aber ich warte erst mal die ersten fünf Spieltage ab. Und die sind bei Fortuna traditionell… interessant.“

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