Mit der wachsenden Bedeutung von Kryptowährungen rückt auch deren sichere Verwahrung zunehmend in den Fokus von Anlegern und Aufsichtsbehörden. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) informiert deshalb in einer neuen Ausgabe ihrer Verbraucherreihe „Reden wir über Geld“ über die wichtigsten Grundlagen zur Aufbewahrung digitaler Vermögenswerte.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte Wallets, also digitale Geldbörsen, mit denen Kryptowährungen verwahrt und verwaltet werden. Die FMA erläutert die Unterschiede zwischen internetverbundenen Online-Wallets und offline betriebenen Lösungen sowie die entscheidende Rolle der privaten Zugangsschlüssel. Denn nur wer über diese Schlüssel verfügt, kann auf seine Kryptowerte zugreifen.
Besondere Bedeutung erhält das Thema durch die seit Ende 2024 europaweit geltende MiCAR-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation). Sie schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen (CASPs – Crypto Asset Service Provider) innerhalb der Europäischen Union. Unternehmen, die Kryptowerte für Kunden verwahren, müssen seitdem umfangreiche Anforderungen an Organisation, Sicherheit und Risikomanagement erfüllen.
Die FMA weist darauf hin, dass Anleger grundsätzlich zwischen zwei Verwahrungsformen wählen können. Wer seine Kryptowerte selbst verwahrt, behält die vollständige Kontrolle über sein Vermögen, trägt aber gleichzeitig die alleinige Verantwortung für die sichere Aufbewahrung der Zugangsdaten. Gehen diese verloren oder werden sie gestohlen, ist ein Zugriff auf die Vermögenswerte in den meisten Fällen dauerhaft ausgeschlossen.
Alternativ können Anleger die Verwahrung einem regulierten Kryptodienstleister übertragen. Solche Unternehmen unterliegen den Vorgaben der MiCAR-Verordnung und müssen unter anderem technische Sicherheitsmaßnahmen sowie organisatorische Schutzmechanismen zum Schutz der Kundengelder nachweisen.
Neben der Erläuterung der unterschiedlichen Verwahrungsmöglichkeiten gibt die FMA auch praktische Hinweise zum Schutz vor Cyberangriffen, Datenverlust und Bedienungsfehlern. Ziel der Informationskampagne ist es, das Bewusstsein für die Risiken im Umgang mit Kryptowerten zu stärken und Verbraucher bei einer informierten Entscheidung über die passende Verwahrungsform zu unterstützen.
Ob ein Anbieter über eine entsprechende Zulassung verfügt, können Verbraucher in der Unternehmensdatenbank der österreichischen Finanzmarktaufsicht überprüfen.
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