Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat eine neue Aufsichtsmitteilung veröffentlicht, in der sie auf zunehmende Risiken beim Einsatz von Finanzprodukten in der individuellen Vermögensverwaltung hinweist. Anlass sind zahlreiche Fälle, die aufgrund festgestellter Mängel im vergangenen Jahr an die Aufsichtsbehörde eskaliert wurden.
Nach Angaben der FINMA ist die Zahl dieser sogenannten Eskalationsfälle bei Vermögensverwaltern deutlich gestiegen. In mehreren Fällen erlitten Kundinnen und Kunden erhebliche finanzielle Verluste. Gleichzeitig banden die Untersuchungen umfangreiche Ressourcen der Aufsichtsbehörde.
Die Analyse der Fälle zeigt laut FINMA wiederkehrende Problemmuster. Dazu zählen insbesondere Defizite bei der Risikoerkennung, Schwächen in den internen Kontroll- und Entscheidungsprozessen sowie eine unzureichende Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kunden bei Anlageentscheidungen.
Mit der Aufsichtsmitteilung erinnert die FINMA die beaufsichtigten Institute daran, dass beim Einsatz von Anlageprodukten in der individuellen Vermögensverwaltung hohe Anforderungen gelten. Entscheidend seien eine frühzeitige Identifikation potenzieller Risiken, eine wirksame Governance-Struktur sowie die konsequente Einhaltung der gesetzlichen Verhaltenspflichten gegenüber den Kunden.
Die Aufsichtsbehörde macht damit deutlich, dass Vermögensverwalter ihre internen Prozesse und Kontrollmechanismen regelmäßig überprüfen und sicherstellen müssen, dass Anlageentscheidungen stets im Interesse der Kundinnen und Kunden getroffen werden. Ziel sei es, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und finanzielle Schäden für Anleger zu vermeiden.
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