Start Meine Meinung Spezial Themen FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG – kein...

FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG – kein Bilanzgewinn

0

Wie im Vorjahr bereits kann man auch dieser Bilanz wiederum keinen „Bilanzgewinn“ entnehmen bzw. ist dieser mit „0,00“ ausgewiesen. Schaut man sich einmal die Gewinn- und Verlustrechnung in der Bilanz an, dann erscheint auch hier wieder eine Position im sechsstelligen Bereich mit dem Hinweis „Vorabausschüttung geschäftsführende Kommanditistin“.

Immerhin über 300.000 Euro. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist dann aber ein Betrag von etwas über 80.000 Euro als Überschuss ausgewiesen. Nun denn, man kann hier dann deutlich erkennen, wer recht gut an dem Investment verdient.

FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

BILANZ

AKTIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Anlagevermögen

Finanzanlagen

380.022,94

376.728,26

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

18.563.102,48

18.956.767,10

II. Guthaben bei Kreditinstituten

971.347,03

668.858,34

Summe Aktiva

19.914.472,45

20.002.353,70

PASSIVA

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

A. Eigenkapital

I. Kommanditkapital

19.078.125,14

19.249.660,55

II. Rücklagen

773.534,65

692.357,22

III. Bilanzgewinn

0,00

0,00

B. Rückstellungen

52.200,00

47.850,00

C. Verbindlichkeiten

10.612,66

12.485,93

Summe Passiva

19.914.472,45

20.002.353,70

ANHANG

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß den Größenkriterien des § 267 HGB. § 264 Absatz 1 Satz 4 HGB ist nicht anzuwenden.

Die Bilanzierung erfolgt gem. § 264a HGB analog nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamt­kosten­verfahren aufgestellt.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die eingeforderten, aber noch ausstehenden Einlagen der Kommanditisten wurden mit einem angemessenen Marktzins abgezinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag aktiviert und durch Kontoauszug zum Bilanzstichtag nachgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach dem Grundsatz vernünftiger kauf­män­ni­scher Beurteilung erkennbaren Risiken und werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen in den Geschäftsjahren 2010, 2012, 2013 und 2016 erworbene Anteile an der Fries Research & Technology GmbH, Bergisch Gladbach, sowie in den Geschäftsjahren 2013, 2014, 2015 und 2017 erworbene Anteile an der m2p-labs GmbH, Baesweiler.

31.12.2017 Anteil in %

Fries Research & Technology GmbH Euro 1,00 13,95

m2p-labs GmbH Euro 380.021,94 7,46

Euro 380.022,94

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die eingeforderten, noch ausstehenden Einlagen von Kommanditisten in Höhe von Euro 12.962.907,23 (Vj. Euro 14.728.109,37) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit Euro 49.000,00 auf­ge­lau­fe­ne Vergütungen für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung des laufenden Jahres und der Vorjahre.

III. Geschäftsführung

Alleinige Geschäftsführerin ist die IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald, vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Ingrid Weil, Diplom-Ingenieur, München, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Klaus Ragotzky, Diplom-Mathematiker, München.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie geographisch bestimmten Märkten entfällt, da keine Umsatzerlöse angefallen sind.

Steuern vom Einkommen und Ertrag sind nicht angefallen.

Während des Geschäftsjahres wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Die geschäftsführende Kommanditistin erhielt im Geschäftsjahr eine Gewinnvor­weg­vergütung in Höhe von Euro 317.594,40.

Persönlich haftender Gesellschafter ist die FIDURA Verwaltungs- und Management GmbH, München, mit einem gezeichneten Kapital von Euro 25.000,00.

Zum Bilanzstichtag bestehen 29.342.251 umlaufende Gesellschaftsanteile. Der Wert eines Anteils beträgt Euro 0,74.

Die Gesamtkostenquote im Sinne des § 166 Absatz 5 Satz 1 KAGB beträgt 2,09%.

WEITERE DATEN

LAGEBERICHT

1. Grundlagen des Unternehmens, Geschäftsmodell

1.1. Unternehmen, Investitionsfokus

Der Publikums-AIF ist ein Fonds der Anlageklasse Private Equity, der im Rahmen seiner Anlagestrategie sowohl Rendite- als auch Sicherheitsinteressen seiner Anleger berücksichtigt und im Ergebnis unter Rendite-/Risiko-Aspekten eine ausgewogene Investitionspolitik verfolgt.

Der Fonds beteiligt sich mit einem Teil seiner Fondseinlage direkt an innovativen, wachstumsorientierten, ethisch (mit Rücksicht auf ökologische und soziale Gesichtspunkte) agierenden kleinen bis mittelgroßen mittelständischen Unternehmen und an ausgewählten Unternehmensbeteiligungsprogrammen Dritter mit speziellen Investitions- und Branchenschwerpunkten, die im Einklang mit der ethischen Ausrichtung des Fonds stehen. Der nicht für Beteiligungen und die Liquiditätsreserve verwendete Teil der Fondseinlage wird im Rahmen der optionalen Kapitalabsicherungsstrategie in Versicherungsprodukte der Versicherungsgesellschaft Canada Life investiert. Darüber hinaus wurde vom Fonds ein Versicherungsprodukt bei der Vienna Life abgeschlossen. Hierbei soll das von den einzelnen Versicherungen über die Laufzeit des Fonds erwirtschaftete Kapital den Wert der gesamten Fondseinlage (bei Volleinzahlung der vereinbarten Beitragsleistung) des Zeichners erreichen und so dessen Kapitaleinsatz absichern.

Die Verwaltung des Fonds obliegt der geschäftsführenden Kommanditistin IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München). Mit Bescheid vom 21. Januar 2015 erfolgte die Registrierung der IWF Fondsconsult GmbH als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft („KVG“) gemäß § 44 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 5 Kapitalanlagegesetzbuch („KAGB“) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“).

Mit Bescheid vom 03. Juli 2015 agiert gemäß § 87 i.V.m. § 69 Abs. 1 Satz 1 Kapitalanlage-gesetzbuch („KAGB“) die BLS Verwahrstelle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg als Verwahrstelle für den Fonds.

Zum 31.12.2017 befanden sich folgende Beteiligungen im Portfolio der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG:

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Oberflächenmesstechnik

Mitarbeiter: 35

Standorte: Bergisch Gladbach (D, Firmensitz), Shanghai (CN), San Jose (USA), Somers (USA)

m2p-labs GmbH

Biotechnologie und Mikrobioreaktortechnik

Mitarbeiter: 34

Standorte: Baesweiler bei Aachen (D, Firmensitz), Hauppauge, NY (USA), Hong Kong

1.2. Geschäftstätigkeit

1.2.1 Produkt, Ziele

Die FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG konnte zwischen April 2010 und Dezember 2012 insgesamt 1.169 Kommanditanteile des Fonds an Privatanleger im Wert von 31.759.424,26 EUR („gezeichnetes Nominalkapital“) ausgeben. Somit wurde das Platzierungsziel von 30.000.000,00 EUR („Zielkapital“) leicht übertroffen. Die Mindestzeichnungssumme je Anleger belief sich auf 19.500,00 EUR und konnte im Rahmen einer Einmalzahlung von mindestens 1.500,00 EUR bei Vertragsschluss und entsprechenden Ratenzahlungen mit einer Beitragszeit von 0 bis 180 Monaten erbracht werden. Der Fonds hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2031 und kann nach pflichtgemäßem Ermessen der IWF Fondsconsult GmbH maximal zweimal angemessen verlängert werden.

Anleger sind an der Fondsgesellschaft direkt als Kommanditist oder mittelbar als Treugeber über die Treuhänderin beteiligt. Aus dieser unternehmerischen Beteiligung erwachsen für die Anleger Rechte (insb. Informations-, Kontroll- und Mitspracherechte) und Pflichten (insb. Einzahlung der Einlage, Haftung). Die Anleger sind am Vermögen und Geschäftsergebnis (Gewinn und Verlust) der Fondsgesellschaft beteiligt. Die Höhe der Beteiligung hängt von ihrer Beteiligungsquote im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen ab. Eine Pflicht der Anbieterin des Fonds, FIDURA Capital Consult GmbH, oder der Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, die Beteiligung zurückzunehmen, besteht nicht. Eine ordentliche Kündigung durch Anleger (Direktkommanditisten oder Treugeber) ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anleger hat ein Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund. Im Rahmen der Auflage des Fonds fielen folgende Emissionskosten an:

Die Anbieterin (FIDURA Capital Consult GmbH) erhielt für die Vermittlung des Eigenkapitals eine Vergütung in Höhe von 9 % bezogen auf das gezeichnete Nominalkapital des Fonds. Daneben steht ihr das auf die Nominaleinlage zu entrichtende Agio (5 %) zu.

Für die Konzeptionierung, Prospektierung, Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Steuer- und Rechtsberatung gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrages fielen feste Vergütungen in Höhe von 720.000,00 EUR inkl. USt. an, dies entspricht 2,4 % des Zielkapitals.

Ziel des Fonds ist es, eine überdurchschnittliche Wertsteigerung im Beteiligungsbereich (Private Equity) zu erwirtschaften – das bedeutet maximal mögliche Erträge aus dem Kauf und anschließendem Verkauf von Anteilen an wachstumsstarken Unternehmen zu generieren.

Der Kauf von Unternehmensanteilen erfolgt entweder in Form einer Kapitalerhöhung des jeweiligen Unternehmens und der entsprechenden Ausgabe neuer Geschäftsanteile oder durch die Übernahme von Geschäftsanteilen anderer Gesellschafter. Der Verkauf („Exit“) der Anteile erfolgt in der Regel entweder an einen strategischen Investor oder durch eine Platzierung der Anteile an einer regulierten Börse („Börsengang“).

Der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds investiert das Geld der Anleger nach ausreichender und sorgfältiger Prüfung mit einem risikoreduzierten Ansatz ausschließlich in innovative und solide Technologieunternehmen. Der Fonds beteiligt sich darüber hinaus ausschließlich an Firmen, deren Management sich zur Einhaltung strenger ethischer Kriterien und einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet. Der Fonds sieht vor, während seiner Laufzeit 9 bis 12 Beteiligungen einzugehen, mit einer Haltedauer von 3 bis 9 Jahren. Nach jeder erfolgten Beteiligungsveräußerung wird das Geld an die Anleger ausgeschüttet und nicht reinvestiert.

Eine weitere Zielsetzung ist die erfolgreiche Umsetzung der Kapitalabsicherungsstrategie des Fonds. Zweck der optionalen Kapitalabsicherungsstrategie ist der vollständige Kapitalerhalt der Einlagen der Anleger zum Ende der Laufzeit des Fonds. Um das Ziel zu erreichen, wurde vom FIDURA-Fondsmanagement bei der Berechnung der Ablaufleistung eine Beitragsverzinsung der Sparanteile von 5,7 % p.a. angesetzt. Die Höhe der Versicherungsbeiträge wurde beim Fonds so kalkuliert, dass spätestens 20 Jahre nach Beitritt des Anlegers zum Fonds die aus dieser Berechnung resultierende, dem Anleger zustehende Kapitalabfindung mindestens seinen gesamten Einzahlungen in den Fonds entspricht.

Die Absicherungsstrategie des Fonds basiert vor allem auf einer engen Kooperation mit der angelsächsischen Versicherungsgesellschaft Canada Life. Im Rahmen der Absicherungs-strategie wird ein Teil der Einlagen der Anleger, ca. 45 %, in Versicherungsprodukte von Canada Life investiert – konkret handelt es sich um private, aufgeschobene Rentenversicherungsverträge. Das Anlagekonzept von Canada Life ist strikt auf Risikovermeidung ausgerichtet und kann dank des Glättungsverfahrens „Smoothing“ zeitweilige Wertverluste durch Gewinne aus den Vorjahren ausgleichen. Die Versicherungen wurden hierbei zu marktüblichen Konditionen eingekauft, die laufenden Versicherungsbeiträge werden aus den Einlagen des jeweiligen Anlegers bestritten. Darüber hinaus wurde vom Fonds im Jahr 2014 bei der Vienna Life Lebensversicherung AG ein Versicherungsprodukt (fondsgebundene Lebensversicherung) mit Einmalbeitrag in Höhe von 220.000,00 EUR abgeschlossen. Etwa 95 % der Anleger, die sich für das Absicherungskonzept entschieden haben, sind über die Versicherungen von Canada Life abgesichert, 5 % über die Versicherung der Vienna Life Lebensversicherung AG.

1.2.2 Investitionsstrategie

Die Investitionen im Private-Equity-Bereich erfolgen entweder direkt, im Rahmen von sog. Direktinvestitionen oder indirekt durch die Teilnahme an Unternehmensbeteiligungs-programmen Dritter, wobei die Direktinvestitionen im Fokus der Investitionsstrategie des Fonds liegen.

Bei der Auswahl eines potenziellen Portfoliounternehmens werden insbesondere die Marktchancen für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, die Qualität der Unternehmensführung und die vorhandenen Gewinnpotenziale als wesentliche Entscheidungskriterien für eine Beteiligung herangezogen. Unternehmen mit unrealistischen Geschäftsmodellen oder zu unsicheren Ertragsaussichten kommen als Beteiligung für den Fonds nicht in Betracht. Die Unternehmen sollten klein bis mittelgroß sein (max. 20 Mio. EUR Jahresumsatz), da diese Unternehmen naturgemäß einerseits einen geringeren Kapitalbedarf haben, andererseits aber i. d. R. über ein höheres Gewinn- und Wertsteigerungspotenzial als große Unternehmen verfügen. Obwohl der Fonds nicht auf Unternehmen in einer bestimmten Finanzierungsphase festgelegt ist, hat er dennoch seinen Schwerpunkt auf Investitionen in den wachstums-stärksten Unternehmensphasen wie der Expansionsphase (sog. „Wachstumsfinanzierungen“) gelegt. Der Fonds investiert branchenübergreifend, konzentriert sich aber auf Unternehmen in zukunftsträchtigen Branchen wie Nanotechnologie/neue Materialien, Halbleiter/Mikrosystemtechnik, Messtechnik/Optik, Automobilindustrie/Elektroindustrie, IT/Automatisierungstechnik und Biotechnologie (ausgeschlossen Medikamentenforschung).

Da das Fondsmanagement großen Wert auf eine intensive partnerschaftliche Begleitung der Beteiligungsunternehmen legt, kommen für eine Beteiligung i. d. R. nur Unternehmen aus Regionen in Betracht, die nicht weiter als zwei Flugstunden von München, dem Sitz des Fondsmanagements, entfernt sind. Deswegen investiert der Fonds primär in Unternehmen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und in ausgewählten Märkten Osteuropas (z.B. Tschechien, Slowakei).

Das anvisierte Investitionsvolumen pro Beteiligungsunternehmen beträgt i. d. R. zwischen 0,3 Mio. EUR und 3 Mio. EUR. Bei Bedarf werden auch größere Volumina investiert, allerdings bevorzugt mit noch mindestens einem Co-Investor. Der Fonds strebt i. d. R. nur Minderheitsbeteiligungen an.

Unter ethischen Gesichtspunkten wird sich der Fonds nicht an Unternehmen beteiligen, die bestimmte Negativ-Kriterien erfüllen, wie Erzeugung von Atomenergie, Waffenproduktion, Diskriminierung von Frauen, sozialen oder ethnischen Minderheiten, Kinderarbeit, Tierversuche, Erzeugung von umwelt- oder gesundheitsschädlichen Produkten (z.B. Tabak).

Darüber hinaus sollen potenzielle Portfoliounternehmen möglichst:

Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die einen wesentlichen Beitrag zur ökologisch und sozial nachhaltigen Lösung zentraler Menschheitsprobleme leisten,

Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die Produktgestaltung sein,

Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die technische Gestaltung des Produktions- und Absatzprozesses sein,

Branchen-Vorreiter im Hinblick auf die soziale Gestaltung des Produktions- und Absatzprozesses sein

Mit dem Beitritt zum Fonds erklärt sich der Anleger des Weiteren bereit, dass der Fonds 5 % der aus den Veräußerungserlösen von Unternehmen stammenden Ausschüttungen einbehält und konkreten wohltätigen Zwecken zuführt. Hierdurch dokumentiert der Anleger seine ethisch nachhaltige Grundeinstellung. Im Falle einer Beteiligung des Fonds an ausgewählten Unternehmensbeteiligungs-programmen Dritter (Drittfonds) muss sich eine vergleichbare Anlagestrategie – sowohl hinsichtlich der Renditekriterien als auch bezüglich der ethischen Kriterien – in der Anlagepolitik der Drittfonds widerspiegeln.

1.2.3 Geschäftsprozesse

Prozesssteuerung

Zentraler Erfolgsfaktor für den Fonds sind Qualität und Erfahrung der verantwortlichen Fondsmanager der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) des Fonds. Hierbei vertraut der Fonds auf das Kompetenzteam der IWF Fondsconsult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München). Die Aufgaben der IWF Fondsconsult GmbH als externe KVG umfassen neben dem Portfoliomanagement auch die allgemeinen Geschäftsführungsaufgaben, die Verwaltung des Fonds und das Risikomanagement.

Die operative Steuerung erfolgt über klar definierte Prozesse innerhalb der KVG.

Investitionsprozess

Alle Fondsmanager sind unternehmerisch erfahren, haben einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und kennen alle Facetten des Private-Equity-Geschäftes. Dadurch ist eine professionelle Umsetzung sämtlicher Teilschritte des Beteiligungsprozesses – von der Vorprüfung bis zur Veräußerung der Beteiligungen – gewährleistet.

Jedes Unternehmen, das in die engere Wahl kommt, wird vor der Investitionsentscheidung einer umfassenden Risiko-Prüfung (sog. Due Diligence) unterzogen. Nach dem erfolgten Investment überwachen, analysieren und kontrollieren die Fondsmanager permanent die eingereichten Zahlenwerke und Zwischenberichte der Portfoliounternehmen im Rahmen des Beteiligungscontrollings und treffen Maßnahmen, um die Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Alle Entwicklungs-Meilensteine der Portfoliounternehmen werden im Beteiligungsvertrag verankert und lehnen sich an den gemeinsam verabschiedeten Businessplan des Unternehmens an. Dieser orientiert sich wiederum an der internen Renditevorgabe des Fonds und basiert auf der Analyse und Bewertung von Entwicklungs- und Marktchancen des jeweiligen Unternehmens. Das Fondsmanagement legt dabei die Entwicklungsstrategie schrittweise fest, definiert Prioritäten für ihre erfolgreiche Umsetzung und minimiert die auftretenden Risiken durch bewährte Prozesse. Schließlich verantwortet das Fondsmanagement den gesamten Verkaufsprozess der Beteiligungen.

1.2.4 Wesentliche Ereignisse

Im Jahr 2017 haben sich bei der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG keine wesentlichen Ereignisse ereignet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Private-Equity-Markt

Der deutsche Private-Equity-Markt hat ein Rekordjahr hinter sich. Laut Angaben des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) hat das Investitionsniveau im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,3 Mrd. EUR erreicht. Das Investitionsniveau des Vorjahres wurde damit um zwei Drittel übertroffen. Auch wenn das Buy-Out-Segment erneut substantiell die Entwicklung beeinflusst hat, bewies die Private-Equity-Branche auch ihre Bedeutung als wichtiger Wachstumsmotor für Gründer und mittelständische Unternehmen, wie folgende Zahlen belegen: 93 % der im Jahresverlauf finanzierten Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter, 79 % sogar weniger als 100 Mitarbeiter. Vier von fünf Unternehmen setzten weniger als 10 Mio. EUR um und nur 7 % mehr als 100 Mio. EUR. Wachstumsfinanzierungen (Growth) und weitere Minderheitsbeteiligungen (Replacement und Turnaround) summierten sich auf 1,33 Mrd. EUR und verdoppelten sich damit im Vergleich zum Vorjahr (0,69 Mrd. EUR). Auch der Venture-Capital-Markt kann auf eine positive Entwicklung im vergangenen Jahr zurückblicken. Die Investitionen in junge Unternehmen bewegten sich mit 1,06 Mrd. EUR in etwa auf Vorjahresniveau. Der seit 2012 zu beobachtende Aufwärtstrend in der Start-up-Finanzierung, der zunehmend auch durch staatliche Förderungen unterstützt wird, zeigt sich ungebrochen.

Mit 2,98 Mrd. EUR neuem Fondskapital konnten die deutschen Private-Equity-Gesellschaften etwas mehr frisches Kapital einsammeln als letztes Jahr (2,93 Mrd. EUR). Erfreulicherweise konnten auch wieder viele Venture-Capital-Fonds (mit etwa der Hälfte des Fundraising-Volumens) die vorteilhaften Fundraising-Bedingungen nutzen. Das Fundraising-Ergebnis in Deutschland war dennoch im weltweiten Vergleich moderat, denn die Private-Equity-Branche erhielt weltweit mehr als 700 Mrd. US-Dollar frisches Kapital und erreichte so einen neuen Rekord-Höchststand. Vor allem die institutionellen Investoren überschütten die Private-Equity-Branche mit Kapital und sorgen weiter für eine starke Marktüberhitzung, die tendenziell zu niedrigeren Renditen bei Private-Equity-Investitionen führen kann (in den letzten zehn Jahren war die Rendite der europäischen Buy-Out-Fonds mit 8,7 Prozent aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie der Marktindex MSCI Europe, daher der hohe Kapitalzufluss).

Einigen Prognosen zufolge könnte sich der Kapitalüberhang entweder im weltweiten M&A-Geschäft (Anteil der Private-Equity-Transaktionen bisher nur 8 %) oder bei steigender Anzahl der weltweiten Public-Private-Transaktionen (der Wert von PP-Transaktionen hat sich mit 180 Mrd. US-Dollar 2017 nahezu verdoppelt) abbauen.

Das Volumen der Beteiligungsverkäufe stieg deutschlandweit in 2017 um 25 % gegenüber dem Vorjahr auf 5,42 Mrd. EUR. Auch für 2018 wird ein exzellentes Exit-Klima erwartet. Wichtigster Exit-Kanal waren 2017 laut BVK wie im Vorjahr Trade Sales (etwa Hälfte des Exit-Volumens). Weitere 40 % entfielen auf Verkäufe an andere Beteiligungsgesellschaften, deren Volumen sich zum Vorjahr mehr als verdoppelte. Nachdem die Zahlungsbereitschaft der strategischen Käufer für große Mega-Deals auch in 2017 höher lag als deren Zahlungsbereitschaft für kleinere/jüngere Unternehmen, werden in 2018 womöglich die mit hohem Investitionsdruck ausgestatteten Beteiligungsgesellschaften diese Preisniveaudiskrepanz ausgleichen.

Der BVK geht für 2018 bei stabilen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen von einem weiterhin lebhaften Private-Equity-Geschäft aus. Nach Einschätzung der Branche wird es aber schwierig sein, das Investitionsergebnis vom Vorjahr in 2018 wiederholen zu können. Marktspezifische Unsicherheiten liegen im weiterhin hohen Bewertungsniveau.

2.1.2 Wettbewerbssituation / geschlossene Publikums-AIFs

Die Emissionsaktivitäten im Bereich geschlossener Publikums-AIFs bewegten sich auch im abgelaufenen Jahr auf niedrigem Niveau. Noch vor 10 Jahren kam der Gesamtmarkt der Beteiligungsmodelle auf knapp 12 Mrd. EUR Eigenkapital. Nach Erhebungen der Zeitschrift „FONDS professionell“ wurden 2017 hingegen nur 2,7 bis 2,9 Mrd. EUR Eigenkapital platziert. In 2017 wurden nur 20 Angebote (2016: 25 Angebote) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zum Vertrieb zugelassen (Quelle: www.bafin.de), davon nur 3 im Bereich Private Equity (2015: 37 neu zugelassene Publikums-AIFs, davon 5 Fonds im Bereich Private Equity). Die Anzahl der aktuell zugelassenen geschlossenen Private-Equity-Publikums-AIFs bleibt somit trotz des allgemeinen Private-Equity-Booms weiterhin bescheiden. Hinzu kommt, dass zwei der drei in 2017 neu zugelassenen Private-Equity-Fonds nur zum Teil Investitionen in Private-Equity vorsehen, also eher Mischfonds sind. Laut der Fachzeitschrift „Der Fondsbrief“ investieren private Anleger seit einigen Jahren am liebsten in Immobilien (72 % aller neu zugelassenden Publikums-AIFs sind Immobilienfonds); außerbörsliche Investitionen in Unternehmen (Private Equity) spielen für private Kleinanleger nur noch eine untergeordnete Rolle und wurden den professionellen Geldanlegern überlassen.

Aktuell sind – unseres Wissens – außer FIDURA sieben Emissionshäuser am Private-Equity-Markt aktiv (HMW, RWB, Wealthcap, Aquila, Deutsche Bank, BVT, FERI), drei davon mit mehreren zugelassenen Publikums-AIFs (HMW, RWB, Wealthcap).

Zu den drei Emissionshäusern, die 2017 die neuen Private-Equity-Publikumsfonds emittierten, gehören BVT (mit dem Fonds „Top Select Fund VI GmbH & Co. Geschlossene Investment KG“), Wealthcap (mit dem Fonds „Wealthcap Portfolio 3 GmbH & Co. Geschlossene Investment KG“) und FERI (mit dem Fonds „Private Equity Portfolio 2017 GmbH & Co. – geschlossene Invest KG“).

Das Emissionshaus RWB (RWB PrivateCapital Emissionshaus AG; gegründet in 1999, 26 Fonds, verwaltetes Volumen etwa 1,6 Mrd. EUR) und das Emissionshaus Aquila Capital (seit 2014 am Markt, nur 1 Publikumsfonds) bieten reine Dachfonds-Konzepte an, die mittelbar über andere, auf die jeweilige Anlageklasse spezialisierte Fondsgesellschaften (Zielfonds) investieren und deswegen in Bezug auf deren Investitionsstrategie in keinem direkten Wettbewerb mit dem FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds stehen.

Das Emissionshaus HMW (HMW Emissionshaus AG; mit der MIG Verwaltungs AG als Managementgesellschaft; seit 2004 am Markt, 15 Fonds, verwaltetes Volumen etwa 1,1 Mrd. EUR) gehört zur Kategorie der sog. direkt investierenden Private-Equity-Fonds, ebenso wie der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds, deswegen stehen beide Häuser in einem gewissen Wettbewerb zueinander. Jedoch investieren die „MIG-Fonds“ hauptsächlich in früheren, risikoreicheren, sog. Venture-Capital-Phasen, folglich besteht zwischen beiden Emissionshäusern keine relevant konkurrierende Situation um Investitionsobjekte. Das Emissionshaus Wealthcap agiert mit mehr als 30 Jahren Erfahrung als Real Asset und Investment Manager. Wealthcap ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der UniCredit Bank AG und zählt zu den renommierten Experten für Sachwertanlagen (Immobilien, Private Equity und Multi Assets) in Deutschland. Im Bereich Private Equity initiierte Wealthcap insgesamt 22 Fonds mit einem Gesamtvolumen von fast 1 Mrd. EUR. Der in 2017 von der BaFin zugelassene Fonds „Wealthcap Portfolio 3 GmbH & Co. Geschlossene Investment KG“, investiert nicht nur in Private Equity, sondern auch in Immobilien, Energie und Infrastruktur. Weil die Fonds von Wealthcap im Bereich Private Equity diverse Zielfonds im Buyout-Bereich fokussieren, steht der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds in keinem direkten Wettbewerb zu Wealthcap.

Die Deutsche Bank adressiert mit dem PED Private Equity Deutschland (BaFin-Zulassung in 2015) im Vergleich zu o.g. Fonds vermögendere Privatanleger und investiert als Dachfonds und auch als direkter Co-Investor in den deutschen Mittelstand, insbesondere in kleinere oder mittelgroße Unternehmen. Es ist davon auszugehen, dass die Deutsche Bank in größere Unternehmen investiert als der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds und somit kein direkter Wettbewerber ist.

Das Emissionshaus BVT hat seit 16 Jahren insgesamt zehn geschlossene Private-Equity-Fonds initiiert, mit einem Volumen von etwa 355 Mio. EUR (Stand 2016). Das Emissionshaus existiert seit 1976 und hat insgesamt 200 Fonds aufgelegt. Im Fokus stehen die Bereiche Immobilien (USA und Deutschland) sowie Energie und Multi Asset-Konzepte. Der neueste Private-Equity-Publikumsfonds des Emissionshauses BVT trägt den Namen „Top Select Fund VI“ und wurde 2017 von der BaFin zugelassen. Ein geplantes Platzierungsvolumen ist im Verkaufsprospekt nicht zu finden (bis 3 Millionen Euro wird der Fonds rückabgewickelt). Die Diversifikation des Portfolios des „Top Select Fund VI“- Fonds erfolgt nur zum Teil über Private Equity. Schwerpunktmäßig investiert der Fonds in Immobilien und darüber hinaus auch in Infrastruktur, Luftfahrzeuge und Energie. Laut Fondsprospekt erwirbt der Fonds im Segment Private Equity seine Beteiligungen indirekt, also über Zielfonds. Anders als beim Vorgängerfonds wird indirekt auch in einer frühen Phase der Unternehmensentwicklung investiert; die Vorgängerfonds investierten noch überwiegend in bereits etablierte Unternehmen (sog. „Later Stage“). Insofern steht der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds in einem kleinen, wenn auch indirekten Wettbewerb zum „Top Select Fund VI“- Fonds.

Das Investmenthaus FERI (FERI Trust GmbH) bietet seit 30 Jahren für private und institutionelle Anleger ein Vermögensmanagement mit eigenständigem Research. Beim „FERI Private Equity Portfolio 2017“ handelt es sich um den ersten geschlossenen Publikums-AIF nach deutschem Recht, initiiert von der Fereal AG (KVG des Fonds), einer Tochtergesellschaft von FERI. Der Dachfonds investiert in Private-Equity-Zielfonds; darunter fallen sowohl Investitionen in Venture Capital, Wachtumsfinanzierungen und Buyouts, als auch Special Situations/Distressed- und Turnaround-Strategien. Es gibt also nur einen kleinen, indirekten Wettbewerb zwischen FERI und dem FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds.

Weitere Anbieter, die einige Private-Equity-Fonds auf den Markt brachten, dies aber nicht schwerpunktgemäß tun und in den letzten Jahren keine neuen Private-Equity-Fonds initiiert haben, sind KGAL (9 Fonds, 933 Mio. EUR, 13 Jahre Erfahrung) und Sachsenfonds (3 Fonds, 50 Mio. EUR, 15 Jahre Erfahrung). Es handelt sich auch bei diesen Fonds nahezu ausschließlich um Dachfondskonzepte, sodass zwischen diesen Anbietern und FIDURA kein Wettbewerb um Investitionsobjekte existiert.

2.1.3 Allgemeine Wettbewerbssituation

Laut „Global Private Equity Report“ der Beratungsgesellschaft „Bain & Company“ verzeichnete die Private-Equity-Branche in 2017 mehr als 700 Mrd. US-Dollar frisches Kapital. Die Beteiligungsgesellschaften freuten sich über riesige Nachfrage vor allem seitens institutioneller Investoren. Die hohen Mittelzuflüsse sorgten unverändert für viel zu hohe Bewertungen von Beteiligungen. Laut dem „2017 Annual European PE Breakdown“ des Datendienstleisters Pitchbook sank aber inzwischen die Zahl der Transaktionen. Die Beteiligungsbranche bekam also im vergangenen Jahr weniger Deals für mehr Kapital – die Transaktionszahl von 3.386 im Jahr 2016 verminderte sich auf 3.015 in 2017, ein Minus von 11 %. Gleichzeitig zog der Wert der Deals deutlich an und erreichte mit 363 Mrd. EUR den zweithöchsten Stand der vergangenen sieben Jahre.

Der extreme Kapitalüberhang forcierte – wie schon in Vorjahren – den Wettbewerb der Beteiligungsgesellschaften um die Investitionsobjekte auch im Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen, in die der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds investiert. Nicht nur unrealistisch hohe Unternehmensbewertungen sind die Folge. Dazu kommt, dass vielfach investorenunfreundliche Regelungen in den Beteiligungsverträgen gefordert werden. Das Fondsmanagement der FIDURA-Fonds stuft deswegen den aktuellen Wettbewerb trotz Stimmungshochs auf dem Private-Equity-Markt als geschäftshindernd ein. Der Wettbewerbsvorteil der FIDURA Private Equity Fonds ist unseres Erachtens die Fondslaufzeit von 20 Jahren, die es ermöglicht, die negativen Auswirkungen von diversen Wirtschaftszyklen zu minimieren, so auch die aktuelle Überhitzung am Private-Equity-Markt. Ein weiterer Vorteil der FIDURA Private Equity Fonds ist ihre Anlagepolitik, sich während der Fondslaufzeit an nur 9 bis 12 Unternehmen zu beteiligen – diese niedrige Zahl, die der intensiven Betreuung der Beteiligungen geschuldet ist, minimiert den Anlagedruck des Fonds zusätzlich.

2.2 Marktstellung des Unternehmens

Beim FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds handelt es sich nach zwei Vorgängerfonds um den dritten Fonds des Emissionshauses FIDURA Capital Consult GmbH mit Sitz in Grünwald (bei München).

Die Marktstellung und die öffentliche Wahrnehmung aller FIDURA Private Equity Fonds, so auch des FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds, hängt von der Fondsmanagementleistung seiner Kapitalverwaltungsgesellschaft IWF Fondsconsult GmbH und der Kommunikationsleistung des Emissionshauses FIDURA Capital Consult GmbH ab. Das Emissionshaus FIDURA wurde 2001 von erfahrenen Unternehmern und Kapitalmarktspezialisten als unabhängiges Beratungs- und Emissionshaus für Private Equity gegründet. Mit den bislang vier aufgelegten Fonds konnte das Emissionshaus bis heute ein Gesamtzeichnungsvolumen von rd. 110 Mio. EUR bei über 4.000 Anlegern platzieren.

2.3 Geschäftsverlauf

Entwicklung der Beteiligungen

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung beim Portfoliounternehmen m2p-labs GmbH hat sich bedingt durch die weltweit vorteilhafte konjunkturelle Lage positiv entwickelt. Zugleich konnte das Unternehmen mit Hilfe der zugeführten Finanzmittel weitere wichtige Entwicklungs- und Vertriebsziele vorantreiben. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Unternehmen ein deutlich positives Jahresergebnis.

Kauf neuer Beteiligungen

2017 wurden keine Investitionen in neue Unternehmen getätigt. Erneut lag das Augenmerk auf Folgefinanzierungen der bestehenden Beteiligung m2p-labs GmbH. Das Fondsmanagement hat 2017 – wie im Vorjahr – bewusst auf Neuinvestitionen verzichtet, da die potenziellen Beteiligungsunternehmen oft zu hohe Bewertungsvorstellungen hatten oder anderweitig die strengen Beteiligungskriterien nicht erfüllten.

Verkauf der Beteiligungen

2017 wurde kein Portfoliounternehmen verkauft.

Entwicklung der Absicherungsstrategie

Beim Versicherungspartner Canada Life bleibt der geglättete Wert (durchschnittliche Wertentwicklung) des dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden Unitised-With-Profit-Fonds („UWP“-Fonds) stabil um 6 % pro Jahr seit seiner Auflegung in 2004. Mit aktuellen 5,9 % pro Jahr liegt dieser Wert über der durchschnittlichen Wertentwicklung von 5,7 % pro Jahr, mit der das FIDURA-Fondsmanagement die Absicherungsstrategie des Fonds konzipiert hat. Die Anleger, welche sich für die Kapitalabsicherung entschieden haben und welche mit Canada Life durchgeführt wird, können nach heutigem Stand damit rechnen, am Ende der Laufzeit allein aus den Rückflüssen der Absicherungskomponente ihre Fondseinlage vollständig zurückzuerhalten.

Bei der Vienna Life, die 5% der Absicherungsstrategie ausmacht, betrug zum 31.12.2017 der Depotwert 87,81% des Einstandswertes, nachdem die Abschluss- und Verwaltungskosten üblicherweise zu Beginn der Vertragslaufzeit belastet werden.

2.4 Ertragslage

2.4.1 Wesentliche Ertragsquellen

Die Ertragslage des Fonds wird insbesondere durch die Verkäufe (sog. Exits) der Beteiligungen, durch die Entwicklung der Rückkaufswerte der Versicherungen und durch die Kosten, vor allem für die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, geprägt.

2.4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Nachdem 2017 keine ertragssteigernde Veräußerung aus dem Portfolio des Fonds erfolgte, wurde das Jahresergebnis auf der Ertragsseite – wie in Vorjahren – vorwiegend von der positiven Entwicklung der Rückkaufswerte der Versicherungen bestimmt. Der hieraus resultierende Umsatzerlös betrug zum Jahresende 1.253.812,48 EUR (Vorjahr: 854.035,38 EUR).

Auf der Aufwandseite standen vor allem die für die Absicherungsstrategie gezahlten Versicherungsbeiträge und der sog. Vorabgewinn der KVG (IWF Fondsconsult GmbH). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 400.384,42 EUR (Vorjahr: -485.856,04 EUR). Nach Berücksichtigung des Vorabgewinns der KVG in Höhe von 317.594,40 EUR verbleibt ein Gesamtergebnis in Höhe von 82.790,02 EUR, das dem Ergebnissonderkonto der Anleger gutgeschrieben wurde.

2.4.3 Finanzlage/ Liquidität

Die Finanzlage des Fonds ist unverändert stabil. Der Fonds weist eine hohe Eigenkapitalquote und einen stabilen Bestand an liquiden Mitteln aus.

Der Fonds finanziert seine Beteiligungen ausschließlich über Eigenkapital und ist daher nicht auf Bankkredite angewiesen. Daneben ist keine der Beteiligungen des Fonds börsennotiert, weshalb auch keine direkte Abhängigkeit von eventuellen Börsenturbulenzen vorhanden ist. Auch bei den Beteiligungsunternehmen selbst achtet das Fondsmanagement auf eine solide Gesamtfinanzierung, bei der keine unverhältnismäßig hohe Abhängigkeit von Banken gegeben ist.

Das Fondsmanagement steuert die für Investitionen zur Verfügung stehende Liquidität immer unter der Prämisse, dass neben den Neuzukäufen auch die Nachfinanzierungsrunden der bestehenden Beteiligungen gewährleistet sind, die meist eine Nachbewertung der Anteile nach sich ziehen und bei späteren Exits die Ertragslage des Fonds verbessern.

Die gerade nicht in den Portfoliounternehmen investierten, über die monatlichen Beiträge aufgelaufenen Gelder werden bei Banken auf Tagesgeldkonten angelegt, so dass deren schnelle Verfügbarkeit gegeben ist.

Die für die Investitionen in Beteiligungen zur Verfügung stehende Liquidität betrug zum Jahresende 971.347,03 EUR.

2.4.3.1 Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote des Fonds liegt nahezu unverändert hoch bei 99,68 % (Vorjahr: 99,70 %). Die Bilanz wies zum 31. Dezember 2017 eine Bilanzsumme von insgesamt 19.914.472,45 EUR (Vorjahr: 20.002.353,70 EUR) auf.

Jahr

2017

2016

Eigenkapital in EUR

19.851.659,79

19.942.017,77

Eigenkapitalquote

99,68 %

99,70 %

2.4.3.2 Investitionen

Der Fonds hat im abgelaufenen Jahr in die bestehende Beteiligung m2p-labs GmbH Darlehensmittel in Höhe von insgesamt 94.000,00 EUR investiert. Davon wurden 14.000,00 EUR im Rahmen eines im Januar 2017 geschlossenen Darlehens-vertrages, 30.000 EUR im Rahmen eines im März 2017 geschlossenen Darlehensvertrages und 50.000,00 EUR im Rahmen eines im September 2017 geschlossenen Darlehensvertrags bereitgestellt. Im Oktober 2017 erfolgte darüber hinaus eine Anteilsübernahme von einem Altgesellschafter des Unternehmens – der Anteil des Fonds an der m2p-labs GmbH stieg so von 6,96 % auf 7,46 %.

In neue Beteiligungen hat der Fonds 2017 nicht investiert, ebenso erfolgten in der Gesellschaft selbst keine wesentlichen Investitionen.

2.4.3.3 Portfolio-Entwicklung

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Investitionsstart: Oktober 2010

Insolvenzantragstellung: 22.04.2016

Anteil des Fonds: 13,95 %

Branche: Oberflächenmesstechnik

Mitarbeiter: 35

Standorte: Bergisch Gladbach (D, Firmensitz), Shanghai (CN), San Jose (USA), Somers (USA)

Das Unternehmen hat am 22.04.2016 Insolvenz angemeldet. Die Insolvenz erfolgte ohne wirtschaftliches Erfordernis und weist aus Sicht des Fondsmanagements deliktische Merkmale auf. Die Beteiligung wurde in 2016 aus Vorsichtsgründen auf 1,00 EUR abgewertet.

m2p-labs GmbH

Investitionsstart: Oktober 2013

Anteil des Fonds: 7,46 %

Branche: Mikrobioreaktortechnik

Mitarbeiter: 34

Standorte: Baesweiler bei Aachen (D, Firmensitz), Hauppauge, NY (USA), Hong Kong

Der Umsatz des Unternehmens stieg in 2017 im Vergleich zum Vorjahr wiederholt an, auch die Nachfrage nach den Produkten der m2p-labs GmbH ist weiterhin stark. Hauptabsatzgebiete sind – wie schon in den Vorjahren – die etablierten Märkte in Europa und den USA. Durch die Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Hong Kong (gegründet am 26. Oktober 2016) soll der Umsatzanteil der asiatischen Länder weiter gesteigert werden.

Die Nachfrage nach dem Produkt BioLector Pro, dessen Funktionsumfang einzigartig ist, ist weiter sehr hoch, obwohl noch technische Weiterentwicklungsmaßnahmen bis zur absoluten Marktreife notwendig sind. Die operative Umsetzung dieser Entwicklungsarbeiten wird seit Herbst 2017 von einem neu eingestellten Geschäftsführer der m2p-labs GmbH verantwortet.

Das Portfoliounternehmen hat seitdem nicht nur neue Lösungswege zur technischen Produktoptimierung eingeschlagen, sondern auch Bereiche wie zum Beispiel Change- und Qualitätsmanagement optimiert. Darüber hinaus wurden neue Abteilungen und Zuständigkeiten eingerichtet und fehlendes Fachpersonal aufgestockt.

2.4.3.4 Vermögenslage

Der Fonds verfügt weiterhin über eine solide Vermögenslage, die aus der hohen Eigenkapitalquote und geringen Verbindlichkeiten resultiert. Das Eigenkapital betrug zum Jahresende 19.851.659,79 EUR.

Vermögenslage Beteiligungen

Entsprechend den handelsrechtlichen Grundsätzen werden die Beteiligungen mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Der Buchwert der Beteiligungen betrug zum 31.12.2017 insgesamt 380.022,94 EUR (Vorjahr: 376.728,26 EUR). Der Unterschied gegenüber dem Vorjahr erklärt sich aus dem weiteren Zugang bei der Beteiligung m2p-labs GmbH in Höhe von 3.294,68 EUR (Kosten für die Übernahme weiterer Geschäftsanteile). Die Beteiligung an der m2p-labs GmbH wurde mit den Anschaffungskosten in Höhe von 380.021,94 EUR bilanziert. Daneben besteht eine Darlehensforderung inklusive Zinsen in Höhe von 325.383,52 EUR (Vorjahr 207.658,48 EUR), die im Umlaufvermögen unter „sonstige Vermögensgegenstände“ enthalten ist. Die m2p-labs GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2017 neben einer Umsatzsteigerung auch ein deutlich positives Jahresergebnis. Die Beteiligung an der seit 22.04.2016 insolventen FRT, Fries Research & Technology GmbH wurde unverändert mit einem Erinnerungswert von 1,00 EUR angesetzt.

Wert der Beteiligungen

Der Wert der jeweiligen Fondsbeteiligung im betreffenden Geschäftsjahr wird nach dem Multiplikator-Verfahren ermittelt. Der Wert der Beteiligung des Fonds am jeweiligen Unternehmen im betreffenden Geschäftsjahr („W_Fonds“) ergibt sich aus dem Wert der Eigenkapitalbeteiligung („WE_Fonds“), d.h. dem Wert der Anteile und dem Wert der Fremdkapitalbeteiligung („WF_Fonds“), d.h. dem Wert der von dem Fonds an das Unternehmen ausgereichten Darlehen inkl. aufgelaufenen Zinsen zu

W_Fonds = WE_Fonds + WF_Fonds.

Der Wert der Eigenkapitalbeteiligung ergibt sich dabei aus dem %-Anteil des Fonds an dem jeweiligen Unternehmen („Q_Fonds“) und dem Wert des Eigenkapitals des Unternehmens, dem sog. Equity-Value („EqV“) zu

WE_Fonds = Q_Fonds * EqV.

Für die Bestimmung des Equity-Value werden zwei Fälle unterschieden:

1.

Wurde im betreffenden Geschäftsjahr mindestens eine Eigenkapitalmaßnahme durchgeführt, so wird die von der letzten Maßnahme des betreffenden Geschäftsjahres zugrundegelegte Post-Money-Unternehmensbewertung als Equity-Value herangezogen.

2.

Wenn im betreffenden Geschäftsjahr keine Eigenkapitalmaßnahme durchgeführt wurde, wurde der Equity-Value über die Multiplikator-Methode bestimmt. Der Equity-Value EqV ergibt sich aus dem Enterprise Value („EV“) abzüglich dem Wert des zinstragenden Fremdkapitals des betreffenden Geschäftsjahres („Debt“)

EqV = EV – Debt

wobei der Enterprise-Value aus dem Multiplikator („M“) und dem Umsatz des betreffenden Geschäftsjahres („U“) bestimmt wird:

EV = M * U.

Der Multiplikator wird für das Geschäftsjahr der letzten Eigenkapitalmaßnahme („Bewertungsjahr“) bestimmt. Für das Bewertungsjahr ergibt sich der Multiplikator analog zu den beiden letzten Gleichungen aus dem Equity-Value also der Post-Money-Unternehmensbewertung der letzten Eigenkapitalmaßnahme („EqV_B“), dem Wert des zinstragenden Fremdkapitals („Debt_B“) und dem Umsatz des Bewertungsjahres („U_B“) zu:

M = (EqV_B + Debt_B) / U_B.

Für das betreffende Geschäftsjahr wendet man dann diesen Multiplikator, der sich annahmegemäß bis zur nächsten Kapitalmaßnahme nicht mehr ändert, auf den Umsatz des betreffenden Geschäftsjahres zur Bestimmung des Enterprise-Values und damit des Equity-Values an. Die jeweiligen Beteiligungen haben sich zum 31.12.2017 wie folgt entwickelt:

FRT, Fries Research & Technology GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 325.204,39 EUR

Equity Value im Jahr 2017: 1 EUR

m2p-labs GmbH

Investierte Summe seit Investitionsbeginn: 380.021,94 EUR

Equity Value im Jahr 2017: 2.166.067,45 EUR

Vermögenslage Versicherungen (Absicherungsstrategie)

Im Rahmen der Absicherungsstrategie wurden bis zum 31.12.2017 von dem insgesamt zugeflossenen Kapital der Anleger 6.522.637,10 EUR (Vorjahr: 5.563.681,12 EUR) in Versicherungsprodukte der Canada Life investiert. Außerdem wurde vom Fonds im Jahr 2014 bei der Vienna Life ein Versicherungsprodukt mit Einmalbetrag in Höhe von 220.000,00 EUR abgeschlossen.

Die auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen „sonstigen Vermögensgegenstände“ beinhalten den Ansatz der Versicherungen mit einem Wert von 5.274.811,73 EUR (Vorjahr: 4.020.999,25 EUR). Die in der obigen Position verbuchten Rückkaufswerte der Versicherungen von Canada Life liegen vor deren Laufzeitende naturgemäß unter ihrem Einstandspreis und berücksichtigen nicht die tatsächlich positive Wertentwicklung der dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden UWP-Fonds der Versicherungsgesellschaft Canada Life. Bei einer bilanziellen Berücksichtigung der tatsächlichen Wertentwicklung der With-Profits-Fonds (With Profits = überschussberechtigte Versicherungsprodukte) würde daher das Jahresergebnis des Fonds deutlich positiver ausfallen.

Um die ausgewählte Absicherungsstrategie erfolgreich durchzuführen, ist das Fondsmanagement des FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 Fonds bei der Konzeption des Absicherungskonzeptes von einem Wertzuwachs der dem Absicherungskonzept zugrundeliegenden Fonds von 5,7 % p.a. ausgegangen. Die Anlageergebnisse des entsprechenden With-Profits-Fonds von Canada Life liegen bisher im Zielbereich: Seit seiner Auflegung im Januar 2004 erwirtschaftete der UWP-Fonds von Canada Life durchschnittlich 5,9 % p.a. (Vorjahreswert 6,2 % p.a.); die Fondsverwaltungsgebühren sind in diesem Wert bereits berücksichtigt.

Wichtige Information:

Bei der o.g. tatsächlichen Wertentwicklung der With-Profits-Fonds handelt es sich nicht um den garantierten Teil. Die garantierte Mindestwertentwicklung des sog. geglätteten Wertes (= Mindestwert zum Leistungsdatum) beträgt beim UWP-Fonds der Canada Life durchschnittlich nur 1 % pro Jahr zum Rentenbeginn. Im Gegenzug dazu wird der sog. geglättete Wertzuwachs für die Anteile des UWP-Fonds und seiner Teilfonds jährlich im April festgelegt und gilt i. d. R. bis zum darauffolgenden April. Er kann nicht negativ sein und gibt an, wie stark das Anteilguthaben im jeweiligen Jahr mindestens wächst. Der geglättete Wertzuwachs betrug zum 1. April 2018 2,1 % pro Jahr. Damit ist dieser Wert seit 2013 unverändert hoch (im Vergleich: die tatsächliche Wertentwicklung liegt noch höher, bei 5,9 % p.a. seit Auflegung – s. oben). Wenn am Ende der Vertragslaufzeit der Versicherungen der tatsächliche Wert höher als der geglättete Wert ist, erhält die versicherte Person bei Canada Life die volle, vertragsgenau gerechnete Differenz dieser beiden Werte als sog. Schlussbonus.

2.4.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Fondsmanagement

Die Anlageentscheidungen werden von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, getroffen. Um den Investitionsprozess optimal durchführen zu können, stellt die IWF Fondsconsult GmbH ein kompetentes Fondsmanagement zur Verfügung. Alle Fondsmanager sind unternehmerisch erfahren, haben einen naturwissenschaftlichen Hintergrund und kennen alle Facetten des Private-Equity-Geschäftes. Dadurch ist eine professionelle Umsetzung sämtlicher Teilschritte des Beteiligungsprozesses – von der Vorprüfung bis zur Veräußerung der Beteiligungen – gewährleistet. Die Fondsmanager begleiten die Unternehmen darüber hinaus nicht nur als Kapitalgeber, sondern auch als Coach und Sparringspartner.

Zum 31.12.2017 waren fünf Fondsmanager für das Portfoliomanagement zuständig. Die Leitung des Fondsmanagements obliegt Dipl.- Math. Klaus Ragotzky, einem erfahrenen Fondsmanager und zugleich Gründer des Emissionshauses FIDURA.

Forschung und Entwicklung

In den letzten Jahren wurden bei allen Beteiligungen erhebliche finanzielle Mittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert. Der daraus entstandene technologische Vorsprung ist die Voraussetzung, das geplante Unternehmenswachstum realisieren zu können.

2.4.3.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Beteiligungsbereich

Die Investitionstätigkeit verläuft trotz anhaltender Überhitzung am Private-Equity-Markt plangemäß, auch wenn sich die Anzahl der realisierten Investments am unteren Ende der Planung bewegt. Während der Fondslaufzeit bis 31.12.2031 sind Investitionen in 9-12 Unternehmen geplant. Bisher hat der Fonds zwei Investitionen getätigt:

FRT, Fries Research & Technology GmbH

m2p-labs GmbH

Zu den Fondsbeteiligungen gehörten in 2017 die m2p-labs GmbH (investiert seit 2013; bilanziert mit den Anschaffungskosten) und die FRT, Fries Research & Technology GmbH (investiert seit 2010; bilanziert mit 1,00 EUR aufgrund der Insolvenz). Beide Beteiligungen, auch die insolvente FRT, Fries Research & Technology GmbH, haben in den letzten Jahren erhebliche Mittel in den Ausbau ihres technologischen Vorsprungs investiert, den Vertrieb professionalisiert und die internen Prozesse optimiert. Die im Bestand befindlichen Beteiligungen erbrachten eine durchschnittliche Wertsteigerung von 105,27 %, somit mehr als eine Verdoppelung des investierten Kapitals. Hierbei wurden die nach dem Multiplikator-Verfahren bewerteten, im Bestand befindlichen Beteiligungen dem investierten Kapital zuzüglich ausgereichter Darlehen gegenübergestellt.

Der Nettoinventarwert („NAV“) je Anteil ist von 0,70 EUR zum 31.12.2016 auf 0,74 EUR zum 31.12.2017 gestiegen.

Der zum Bilanzstichtag 31.12.2017 ermittelte NAV-Wert bezieht sich auf die zum 31.12.2017 bestehenden 29.342.251 umlaufenden Geschäftsanteile.

Absicherungsbereich

Das optionale, versicherungsbasierte Absicherungskonzept hat sich bis heute gut bewährt. Anleger, die sich für die Kapitalabsicherung entschieden haben, können am Ende der Laufzeit des Fonds weiterhin damit rechnen, bereits aus den Rückflüssen der Absicherungs-komponente ihre Fondseinlage vollständig zurückzuerhalten.

2.4.3.7 Sonstiges

Angaben zur Verwahrstelle

Als Verwahrstelle für den Fonds wird die BLS Verwahrstelle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Valentinskamp 90, 20355 Hamburg, eingesetzt. Die notwendige BaFin-Genehmigung erfolgte gemäß § 87 i. V. m. § 69 Abs. 1 Satz 1 Kapitalanlagegesetzbuch („KAGB“) am 03.07.2015.

Der Verwahrstelle obliegt vor allem die Verwahrung verwahrfähiger Vermögensgegenstände des Fonds, Eigentumsverifikation nicht verwahrfähiger Vermögensgegenstände des Fonds und Kontrolle der Verfügungen der KVG nach Maßgabe des KAGB. 2017 betrugen die Kosten für die Verwahrstelle 18.564,00 EUR.

Angaben zur Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Die bisherige geschäftsführende Kommanditistin des Fonds, IWF Fondsconsult GmbH, agiert gemäß KAGB seit dem 21. Januar 2015 als die externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds (KVG). Die dazugehörige Registrierung erfolgte gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 5 KAGB durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“). Der Vorabgewinn der KVG ist in § 13 des Gesellschaftsvertrages des Fonds geregelt. Dieser beträgt ab dem Zeitpunkt der Schließung des Fonds 1,0 % des bei Schließung des Fonds gezeichneten Nominalkapitals. Neben dem fest vereinbarten Vorabgewinn gibt es für die Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds eine erfolgsabhängige Hurdle-Rate-Regelung (§ 14 des Gesellschaftsvertrages).

Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Kapitalverwaltungs- gesellschaft an ihre Mitarbeiter gezahlten festen Vergütungen belief sich auf 104.112,10 EUR. Variable Vergütungen wurden nicht gewährt.

3. Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge nach dem Abschlussstichtag, die das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFELage) geändert hätten.

4. Chancen- und Risikobericht

Spezielles Know-how und Expertise der Fondsmanager vorausgesetzt, erwirtschaften Private-Equity-Fonds in der Regel eine höhere Rendite als andere Anlageklassen. Um dabei das grundlegende Risiko einer Private-Equity-Investition überschaubar zu halten, verfolgt der Fonds einen sehr umsichtigen Ansatz und investiert ausschließlich in gesunde, solide Unternehmen, die zudem vor der Investition einem umfangreichen Due-Diligence-Prozess unterzogen werden. Darüber hinaus sorgt das Fondsmanagement mit professionellem Risikomanagement für die Minimierung aller in Frage kommender Risiken, von denen die Wert- und Ertragsentwicklung der Beteiligungen abhängt. Das wichtigste Instrument dabei ist das Beteiligungscontrolling, dessen Aufgabe es ist, die im Beteiligungsvertrag verankerten Entwicklungs-Meilensteine eines Unternehmens zu kontrollieren und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Meilensteine zu erreichen.

Kompetenzträger

Die weiterhin erfolgreiche Umsetzung der vom Fonds verfolgten Anlagestrategie wird in erheblichem Maße von der hohen Kompetenz des Fondsmanagements und der Versicherungsgesellschaften geprägt. Künftige Veränderungen im Kreis der Kompetenzträger können die Wertentwicklung des Fonds sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Entsprechendes gilt für Schlüsselpersonen von Unternehmen, an denen sich der Fonds beteiligt. Darüber hinaus könnten Interessenskonflikte zwischen dem Fondsmanagement und den Schlüsselpersonen von Unternehmen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmen haben, bis hin zu mutwillig herbei geführten Insolvenzantragstellungen durch das Management der Portfoliounternehmen.

Wirtschaftliches Ergebnis der Beteiligungen

Weil die meisten Private-Equity-Kapitalgeber nicht nur finanzielle Mittel zum Wachstum zur Verfügung stellen, sondern auch als Sparringspartner der Portfoliounternehmen agieren, wachsen mit Private Equity finanzierte Unternehmen schneller als traditionell finanzierte Unternehmen. Das FIDURA-Fondsmanagement unterstützt alle Portfolio-Unternehmen bei einer nachhaltigen Steigerung des operativen Gewinns, indem es ihr Netzwerk und Know-how bei folgenden unternehmerischen Aufgaben zur Verfügung stellt:

strategische Neuausrichtung der Unternehmen, inkl. Optimierung des bestehenden Produktportfolios,

Optimierung von Produktionsprozessen und Produktionsplanung,

Einführung eines Working-Capital-Managements zur verbesserten Liquiditätssteuerung,

Implementierung von Controlling-Systemen,

Mitwirkung bei Organisationsentscheidungen,

Mitwirkung an Entwicklung und Umsetzung umsatzsteigernder Marketingmaßnahmen,

Mitwirkung an Maßnahmen zur Vertriebsoptimierung

Es kann gleichwohl nicht ausgeschlossen werden, dass die Beteiligungen trotz aller dieser Maßnahmen nicht das gewünschte wirtschaftliche Ergebnis erzielen. Das Eintreten von unternehmerischen Fehlentwicklungen kann zu einer nachhaltigen Wertminderung führen, die im Extremfall eine Vollabschreibung der Unternehmensbeteiligung zur Folge hätte. Neben dem Risiko einer wirtschaftlichen Fehlentwicklung besteht auch für Beteiligungen, die sich positiv entwickelt haben, das Risiko, bei einem beabsichtigten Verkauf keinen Käufer zu finden oder keinen angemessenen Preis zu erzielen.

Wertentwicklung der Fondsgesellschaft

Die Wertentwicklung der Fondsanteile hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der von ihm gehaltenen Beteiligungen sowie der erworbenen Versicherungen ab. Bevor sich für den Anleger eine Wertsteigerung ergibt, müssen die einmaligen Anfangsaufwendungen und die laufenden Aufwendungen durch laufende Erträge und Erlöse aus den Beteiligungen aufgeholt werden. Fallen diese Erträge und Erlöse nur in einem geringeren Umfang als erwartet an, resultieren für den Anleger negative Auswirkungen auf seine Gesamtrendite.

Versicherungsleistungen

Das Fondsmanagement hat sich im Rahmen des FIDURA-Absicherungskonzeptes bewusst für den angelsächsischen Vertragspartner Canada Life entschieden, da im Vergleich zu den deutschen Versicherern dessen UWP-Policen durch den höheren Aktienanteil im Portfolio auch höhere Renditechancen bieten können, ohne Verzicht auf die Sicherheit durch das sog. Smoothing-Verfahren. Darüber hinaus ergänzte 2014 das Fondsmanagement in kleinem Umfang das Versicherungsproduktportfolio um die Produkte der Gesellschaft Vienna Life. Bei einer ungünstigen Entwicklung der Anlageprodukte, in die die Versicherungsbeiträge nach Abzug der Kosten durch die Versicherungsgesellschaft investiert werden, besteht bei dauerhaft schlechten konjunkturellen Aussichten indes das Risiko, dass der Wert der Ablaufleistung der jeweiligen Versicherungsverträge unter dem gesamten Kapitaleinsatz des Anlegers liegen kann. Dies kann zu einer geringeren Ausschüttung für den Anleger führen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die (steuer-)rechtlichen Rahmenbedingungen können sich während der Laufzeit des Fonds ändern. Dies kann sich ungünstig auf das Beteiligungsergebnis des Anlegers auswirken.

Gesellschafterrechte

Es entspricht der Philosophie des Hauses FIDURA, dass konzeptionsgemäß der Fonds an den Beteiligungsunternehmen im Regelfall nur Minderheitspositionen erwerben wird. Dadurch bleiben die Motivation und die Eigenständigkeit der Firmengründer beim oft lang andauernden Firmenwachstum gewahrt. Weil eine Weisungsbefugnis gegenüber den jeweiligen Geschäftsführungen grundsätzlich nicht besteht, das heißt, dass i. d. R. die Möglichkeiten der Einflussnahme ausschließlich auf die Wahrnehmung vertraglicher oder gesetzlicher Gesellschafterrechte beschränkt sind, richtet das Fondsmanagement i. d. R. einen strategischen Beirat ein, welcher mit der Befugnis ausgestattet ist, über bestimmte zustimmungspflichtige Geschäfte zu entscheiden. Dennoch kann der Fonds in den jeweiligen Gesellschafterversammlungen der Portfolio-Unternehmen überstimmt werden. Für den Anleger besteht das Risiko, dass für den Fonds ungünstige Entscheidungen getroffen werden, die einen negativen Einfluss auf seine erwartete Rendite haben können.

5. Prognosebericht

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war 2017 – wie schon im Vorjahr – durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet; sie entwickelte sich sogar besser als es die Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds erwarten ließen (BIP; + 2,2 %; Vorjahr: + 1,9 %). Die weltweite Konjunktur hat erwartungsgemäß an Fahrt aufgenommen (+ 3,8 %; Vorjahr: + 3,2 %). Obwohl der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland im 2. Quartal 2018 gesunken ist und das ifo-Weltwirtschaftsklima sich ebenso etwas eintrübte, sehen die konjunkturellen Prognosen für das Jahr 2018 sehr positiv aus (Deutschland: + 2,3 %; Weltwirtschaft: + 3,9 %). Von der nachhaltig günstigen konjunkturellen Entwicklung sowohl in Deutschland als auch weltweit profitieren auch die Portfoliounternehmen der FIDURA Private Equity Fonds – die Umsatzzahlen bzw. Auftragslage aller Unternehmen stiegen seit Beteiligungsbeginn stetig. Hand in Hand mit der guten Konjunktur entwickelte sich auch die Stimmung auf dem Private-Equity-Markt. So waren das Fundraising-Klima sowie das Exit- und Förderumfeld selten besser. Das Fondsmanagement konnte den positiven Trend am Beteiligungsmarkt in 2017 nutzen und mit Erfolg das Portfoliounternehmen mechatronic Systemtechnik GmbH veräußern (Käufer: Accuron Group, Singapur).

Aufgrund der insgesamt positiven Stimmung auf dem Beteiligungsmarkt rechnet das FIDURA-Fondsmanagement in den nächsten Jahren mit einer weiteren leichten Zunahme der M&A-Aktivitäten und mit einem guten Exit-Klima. Das dürfte sich, trotz weiterhin beobachteter Zurückhaltung der potenziellen Käufer bei den Kaufpreisen von kleineren Technologie-unternehmen, günstig auf den nächsten Unternehmensverkauf aus dem Beteiligungs-portfolio auswirken. Die gute Marktstimmung wird aber sehr wahrscheinlich nach wie vor überhöhte Unternehmensbewertungen nach sich ziehen. Dieser Umstand kann sich bei den FIDURA Private Equity Fonds negativ auf die Anzahl neuer Beteiligungskäufe auswirken. Hohe Einstiegspreise können sich ungeachtet dessen negativ auch auf die Gesamtrendite des Fonds auswirken. Bedingt durch das erwartet gute Exit-Klima und die regen M&A-Aktivitäten am Beteiligungsmarkt, die für einen soliden Käufermarkt sorgen dürften, möchte das Fondsmanagement die Renditeprognose des Fonds vom Vorjahr von 6 % bis 8 % p.a. (IRR) aufrechterhalten.

Neue Beteiligungen

Für 2018 strebt das Fondsmanagement eine neue Investition an. Voraussichtlich bereits Anfang des 3. Quartals 2018 wird der Fonds eine neue Beteiligung offiziell verkünden können (Bereich IT-/SAAS). Eine zweite Beteiligung in 2018 wird nicht ausgeschlossen, auch wenn aktuell, im 2. Quartal 2018, keine neue Investitions-Absichtserklärung des Fondsmanagements abgegeben wurde. Unverändert wird das FIDURA-Fondsmanagement an den strengen Beteiligungskriterien des Fonds festhalten. Durch den hohen Kapitalüberhang am Private-Equity-Markt haben sich die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Beteiligungsabschluss in 2017 und aktuell, in 2018, weiter erschwert. Der Anlagedruck vieler Investoren führt nach wie vor zu überhöhten Bewertungsforderungen der kapitalsuchenden Unternehmen und nachteiligen Beteiligungsmodalitäten. An diesen Marktüberhitzungen wird sich das Fondsmanagement auch in Zukunft nicht beteiligen.

Verkauf bestehender Beteiligungen

In 2018 befindet sich keine Beteiligung im Verkaufsprozess.

Bei dem bestehenden Portfoliounternehmen m2p-labs GmbH wird das Fondsmanagement in 2018 weitere Produktentwicklungen und den Organisationsausbau des Portfolio-unternehmens unterstützen und so Schritt für Schritt den Verkauf des Unternehmens vorbereiten.

Absicherungsbereich

Das Fondsmanagement rechnet ungeachtet des aktuell volatilen Verlaufs der Aktienmärkte damit, dass die Wertentwicklung der Policen der Versicherungsgesellschaft Canada Life, die Bestandteile der FIDURA-Absicherungsstrategie sind, in 2018 weiter positiv sein wird und der zugrundegelegte Rendite-Zielwert von mindestens 5,7 % p.a. erreicht wird. Ebenso nimmt das Fondsmanagement an, dass sich die Police Vienna Life positiv entwickeln wird.

6. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Euro

Gesamtjahr/Stand
Euro

Euro

Vorjahr
Euro

1. Umsatzerlöse

1.253.812,48

854.035,38

2. Sonstige betriebliche Erträge

2.250,00

0,00

2. Beiträge

-955.489,23

-1.022.532,83

4. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten

0,00

-73.254,00

5. sonstige betriebliche Aufwendungen

-105.680,81

-131.055,23

6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

205.491,98

212.154,03

7. Abschreibungen auf Finanzanlagen

0,00

-325.203,39

8. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss (-fehlbetrag)

400.384,42

-485.856,04

9. Vorabgewinn der geschäftsführenden Kommanditistin

-317.594,40

-317.594,40

10. Verrechnung mit Ergebnissonderkonto

-82.790,02

803.450,44

11. Bilanzgewinn

0,00

0,00

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FIDURA Rendite Sicherheit Plus Ethik 3 GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB), der delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013, der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags, des Treuhandverhältnisses und der Investitionskriterien liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 47 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Lagebericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Verwaltung des Gesellschaftsvermögens insgesamt und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 47 Abs. 3 KAGB haben wir auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bad Kreuznach, den 29. Juni 2018

Haßlinger Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Müller)

Wirtschaftsprüfer

 

München, den 22. Mai 2018

gez. Ingrid Weil und Klaus Ragotzky

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 28. September 2018

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here