Na also, geht doch! Während andere Vereine gefühlt jede Woche den nächsten Wunderstürmer präsentieren, hat der 1. FC Magdeburg endlich dort nachgelegt, wo nach dem Abgang von Marcus Mathisen der größte Handlungsbedarf bestand: in der Innenverteidigung.
Mit Paul Jaeckel kommt ein Spieler an die Elbe, der weiß, wie Profifußball funktioniert. Bundesliga, 2. Bundesliga, Europapokal und sogar Champions League – davon können manche Neuzugänge nur träumen. Klar, zuletzt ging es mit Preußen Münster runter. Aber mal ehrlich: Absteigen kann auch passieren, wenn um einen herum nicht alles funktioniert. Entscheidend ist doch, was einer selbst auf den Platz bringt.
Genau deshalb macht der Transfer Hoffnung. Jaeckel gilt als zweikampfstark, athletisch und kann das Spiel von hinten vernünftig eröffnen. Eigenschaften, die dem FCM zuletzt nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung standen. Wer den offensiven Fußball der Magdeburger kennt, weiß: Ohne stabile Innenverteidigung wird das schnell zum Abenteuer.
Dass Sportchef Peer Jaekel den Neuzugang seit Jahren kennt und mehrfach gegen ihn gespielt hat, dürfte ebenfalls kein Nachteil sein. Offenbar wusste man genau, wen man verpflichtet – und nicht nur, was auf irgendwelchen Datenblättern steht.
Auch Jaeckel selbst scheint richtig Lust auf Magdeburg zu haben. Er spricht von einer außergewöhnlichen Fanbase, guten Gesprächen und der Infrastruktur, die beim Club entsteht. Solche Aussagen hört man natürlich gern – entscheidend wird aber sein, dass er diese Begeisterung auch Woche für Woche auf den Rasen bringt.
Als FCM-Fan bleibt trotzdem ein kleiner Rest Skepsis. Transfers sehen auf dem Papier fast immer gut aus. Entscheidend ist, was passiert, wenn in der MDCC-Arena der Ball rollt und die ersten Auswärtsspiele auf schwierigen Plätzen anstehen.
Trotzdem fühlt sich dieser Transfer nach einem vernünftigen Schritt an. Kein spektakulärer Name, sondern ein Spieler mit Erfahrung, der genau die Lücke schließen soll, die Mathisen hinterlassen hat. Jetzt hoffen wir einfach, dass aus einem guten Transfer auch ein richtig guter Abwehrchef wird – denn davon könnte der FCM in der kommenden Saison mehr als nur ein bisschen profitieren.
Kommentar hinterlassen