Startseite Allgemeines Extrem bitter – und trotzdem stolz: Der VfB kann erhobenen Hauptes in die Champions League gehen
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Extrem bitter – und trotzdem stolz: Der VfB kann erhobenen Hauptes in die Champions League gehen

jorono (CC0), Pixabay
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Natürlich tut so ein Abend weh.

Ein Finale in Berlin verliert niemand gerne — schon gar nicht gegen den FC Bayern München. Und wenn am Ende ein 0:3 auf der Anzeigetafel steht, klingt das Ergebnis deutlicher, als dieses Spiel über weite Strecken tatsächlich war.

Aber als Fan vom VfB Stuttgart darf man trotz aller Enttäuschung vor allem eines sein:
stolz.

Denn diese Mannschaft hat den Bayern lange alles abverlangt.

Der VfB spielte mutig, aggressiv und mit genau der Mentalität, die man in einem Finale sehen will. Gerade in der ersten Halbzeit waren die Schwaben phasenweise sogar näher am Führungstor als der Rekordmeister.

Deniz Undav brachte es nach dem Spiel treffend auf den Punkt:
„Wir können stolz auf uns sein.“

Und genau das stimmt.

Natürlich schmerzt es besonders, wenn am Ende ausgerechnet Harry Kane mit einem Hattrick den Unterschied macht. Aber genau dafür gehört der Engländer eben zu den besten Stürmern der Welt.

Sebastian Hoeneß kann seiner Mannschaft trotzdem kaum Vorwürfe machen. Der Matchplan ging lange auf:
kompakt stehen,
giftig in den Zweikämpfen sein,
Bayern nerven,
das Spiel unangenehm machen.

Und das funktionierte erstaunlich gut.

Dass die Kräfte nach diesem enormen Aufwand irgendwann nachließen, war sichtbar. Bayern nutzt solche Momente gnadenlos aus.

Trotzdem bleibt:
Diese Saison war für Stuttgart überragend.

Champions League erreicht.
Wieder ein Pokalfinale gespielt.
International überzeugt.
Und erneut gezeigt, dass der VfB längst mehr ist als nur ein Überraschungsteam.

Vor allem die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in Berlin präsentiert hat, macht Hoffnung für die Zukunft. Der VfB wirkte nicht wie ein Außenseiter, der einfach nur irgendwie mithalten wollte — sondern wie ein echtes Spitzenteam, das mutig seinen Fußball spielt.

Und genau deshalb dürfen die Fans trotz aller Enttäuschung mit breiter Brust in die neue Saison gehen.

Denn im nächsten Jahr heißt es wieder:
Champions League in Stuttgart.

Und allein das zeigt, welchen Weg dieser Verein in den vergangenen Jahren gegangen ist.

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