Im US-Bundesstaat Maine hat eine schwere Explosion in einem Sägewerk mindestens elf Menschen verletzt. Eine Person befindet sich laut Behörden in kritischem Zustand.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagvormittag im Robbins-Lumber-Werk in der kleinen Gemeinde Searsmont, rund 16 Kilometer südöstlich von Belfast. Zahlreiche Feuerwehren und Rettungskräfte rückten aus, nachdem zunächst ein Brand gemeldet worden war.
Die Lage entwickelte sich laut Behörden schnell zu einem „extrem gefährlichen und dynamischen Einsatz“.
Besonders dramatisch:
Nach Angaben der Feuerwehr wurden bei der Explosion nicht nur Arbeiter und Zivilisten verletzt, sondern auch Einsatzkräfte. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge sollen im Verlauf des Einsatzes zerstört worden sein.
Zwischenzeitlich wurden mehrere sogenannte „Mayday“-Notrufe abgesetzt – ein internationales Notsignal unter Feuerwehrleuten, das auf akute Lebensgefahr hinweist.
Die genaue Ursache der Explosion ist weiterhin unklar. Der Fire Marshal des Bundesstaates erklärte, die Ermittlungen liefen noch.
Die Betreiberfamilie des traditionsreichen Unternehmens bestätigte inzwischen, dass alle Mitarbeiter des Werks identifiziert und gezählt werden konnten.
Das Krankenhaus Northern Light Eastern Maine Medical Center erklärte, ein schwer verletzter Patient sei zunächst dort behandelt und anschließend in eine andere Spezialklinik verlegt worden.
Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, das Gebiet weiträumig zu meiden, damit die Einsatzkräfte sicher arbeiten können.
Politiker aus Maine reagierten betroffen. Die republikanische Senatorin Susan Collins sprach von einer „sehr traurigen Krise“ und bezeichnete Robbins Lumber als „Teil der Geschichte Maines“.
Das Unternehmen gilt in der Region als traditionsreicher Arbeitgeber mit enger Verbindung zur lokalen Gemeinschaft.
Wie schwer die Schäden an der Anlage tatsächlich sind und was die Explosion ausgelöst hat, ist derzeit noch offen. Die Ermittlungen dauern an.
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