Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat sich auf drei weitere Gesundheitszonen ausgedehnt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bis Mittwoch auf 676 Fälle. Mindestens 136 Menschen sind bislang an der Krankheit gestorben.
Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Regierungsbericht liegen die neu betroffenen Gebiete in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri. Gesundheitszonen bilden im kongolesischen Gesundheitssystem regionale Versorgungsnetzwerke mit mehreren Kliniken und einem Überweisungskrankenhaus für jeweils rund 100.000 bis 150.000 Einwohner. Landesweit existieren mehr als 500 solcher Zonen.
Besonders besorgniserregend ist die weitere Ausbreitung des Virus in den von bewaffneten Konflikten geprägten Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Der Ausbruch wurde zwar am 15. Mai offiziell bekannt gegeben, blieb nach Angaben der Behörden jedoch bereits über Wochen unentdeckt. Ursache ist der Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus.
Ebola zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Krankheit verursacht häufig hohes Fieber, schwere Organstörungen und innere Blutungen. Ohne schnelle medizinische Versorgung kann sie tödlich verlaufen. Die Ausbreitung wird zusätzlich durch Misstrauen gegenüber Gesundheitspersonal sowie Angriffe auf Bestattungsteams und Behandlungszentren erschwert.
Die Demokratische Republik Kongo hat bereits mehrfach schwere Ebola-Epidemien erlebt. Besonders verheerend war der Ausbruch von 2018 bis 2020, bei dem mehr als 2.200 Menschen starben. Angesichts der aktuellen Entwicklung warnen Experten vor einer weiteren Verschärfung der Lage.
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