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„Kennedy Center abgerissen“: Fotos von Trump sorgen für neue Spekulationen

ralfskysegel (CC0), Pixabay
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Neue Aufnahmen von US-Präsident Donald Trump haben die Diskussion über die Zukunft des Kennedy Centers in Washington weiter angeheizt. Auf den Fotos ist Trump an Bord der Air Force One mit einer großformatigen Tafel zu sehen. Darauf stehen in roten Buchstaben offenbar die Worte „Kennedy Center DEMOLISHED“ – auf Deutsch: „Kennedy Center abgerissen“.

Die Bilder entstanden am 16. September 2026 nach Trumps Rückkehr von einer Wahlkampfreise nach North Carolina. Fotografen nahmen den Präsidenten durch ein Fenster des Flugzeugs auf, nachdem dieses auf der Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland gelandet war. Unter der auffälligen Überschrift scheint ein Bild des Kulturzentrums abgebildet zu sein. Weitere Einzelheiten sind auf den Fotos allerdings nicht eindeutig zu erkennen.

Die Aufnahmen entstanden nur wenige Stunden, nachdem Trump vor Journalisten erklärt hatte, das John F. Kennedy Center for the Performing Arts müsse möglicherweise abgerissen werden, falls keine grundlegende Sanierung erfolge. Trump und mit ihm verbundene Mitglieder der Leitung verweisen auf den schlechten Zustand des Gebäudes und mögliche Sicherheitsprobleme.

Das Weiße Haus beantwortete zunächst keine Anfrage zur Bedeutung der Tafel. Unklar bleibt daher, ob es sich um eine konkrete Planung, eine Präsentation verschiedener Optionen oder lediglich um eine zugespitzte Darstellung handelte.

Die demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty aus Ohio nahm die Fotos bereits in einen laufenden Rechtsstreit auf. Beatty klagt gegen Trump im Zusammenhang mit dem Kennedy Center und verlangt nun eine dringende gerichtliche Anhörung. Dabei soll geprüft werden, ob die Schließung des Kulturzentrums vorläufig gestoppt werden kann.

Der überwiegend mit Trump-Unterstützern besetzte Verwaltungsrat des Kennedy Centers hatte am 15. September für eine sofortige Schließung gestimmt. Trump selbst steht dem Gremium als Vorsitzender vor. Vorgesehen ist eine umfassende, etwa zwei Jahre dauernde Renovierung. Kurz nach der Entscheidung errichteten Mitarbeiter Absperrungen rund um das Gebäude.

Trump hat zugesagt, sich an der Finanzierung des Umbaus zu beteiligen und zusätzlich private Spenden einzuwerben. Gleichzeitig knüpft er sein Engagement offenbar an eine öffentliche Würdigung seiner Rolle. Nach der Entscheidung des Verwaltungsrats erklärte er, die Sanierung möglicherweise nicht weiterzuverfolgen, falls ein Gerichtsbeschluss gegen eine Trump-Inschrift am Gebäude Bestand haben sollte.

Bundesrichter Christopher Cooper hatte entschieden, dass die geplante Aufschrift „renoviert und restauriert von Donald J. Trump“ nicht angebracht werden darf. Nach Auffassung des Richters würde sie sowohl gegen eine frühere gerichtliche Anordnung als auch gegen das Gesetz von 1964 verstoßen, mit dem das Kulturzentrum als Denkmal für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy geschaffen wurde.

Der US-Kongress hat bereits 257 Millionen Dollar für Renovierungsarbeiten bewilligt. Trump und das Justizministerium vertreten jedoch die Position, dass diese Summe nicht ausreiche. Ohne zusätzliche private Einnahmen von mehr als 100 Millionen Dollar könne das Vorhaben ihrer Ansicht nach nicht vollständig umgesetzt werden.

Ob das Kennedy Center tatsächlich abgerissen, umfassend umgebaut oder nach einer gerichtlichen Entscheidung wieder geöffnet wird, ist weiterhin ungeklärt. Die ungewöhnlichen Fotos aus der Air Force One dürften den politischen und juristischen Streit nun zusätzlich verschärfen.

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