Es ist einer dieser Momente, in denen man als BVB-Fan einfach still wird. Dieses 0:1 in Gladbach war nicht nur eine Niederlage – es hat wieder etwas offengelegt, das schon länger in der Luft liegt. Bei Serhou Guirassy fehlt im Moment etwas. Nicht nur Tore, sondern dieses Feuer, dieses unbedingte Wollen.
Man schaut ihn an und fragt sich: Ist er noch wirklich hier? Oder ist sein Kopf längst woanders?
Und das tut weh. Weil wir alle wissen, was er kann. 15 Tore schießt man nicht einfach so in dieser Liga. Das ist Qualität, das ist eigentlich genau das, was wir brauchen. Einer, der Spiele entscheidet. Einer, der vorne den Unterschied macht. Und genau deshalb ist es so schwer, ihn jetzt einfach fallen zu lassen.
Die Bosse halten an ihm fest – und irgendwo kann man das verstehen. Du gibst so einen Spieler nicht einfach auf. Nicht sportlich, nicht wirtschaftlich. Aber als Fan geht es eben nicht nur um Zahlen oder Marktwert. Es geht um Haltung. Um das Gefühl, dass da einer auf dem Platz alles gibt für dieses Trikot.
Und genau dieses Gefühl fehlt gerade.
Vielleicht ist es unfair. Vielleicht steckt mehr dahinter, als wir von außen sehen. Gedanken über die Zukunft, Angebote, Zweifel. Aber genau das macht es ja so kompliziert. Wenn ein Spieler innerlich schon auf Abschied steht, dann spürt man das – auf dem Platz, auf den Rängen, überall.
Man wünscht sich einfach, dass er nochmal alles raushaut. Für uns, für den Verein, vielleicht auch für sich selbst. Egal, was im Sommer passiert.
Denn im Moment bleibt dieses komische Gefühl: Wir haben da vorne einen Top-Stürmer – aber irgendwie nicht mehr den, den wir wirklich brauchen.
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