Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat nahe dem Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen einen auffälligen Lastwagen durchsucht. Hintergrund war die Suche nach einem 48-jährigen Tatverdächtigen, der mit einem mutmaßlichen Sabotageakt an der Stromversorgung in Verbindung gebracht wird.
Die Einsatzkräfte gingen bei dem Zugriff mit besonderer Vorsicht vor. Nach Angaben aus dem Bericht bestand die Sorge, dass sich in dem Fahrzeug möglicherweise gefährliche Gegenstände oder Sprengfallen befinden könnten.
Schwer bewaffnete SEK-Beamte näherten sich dem Lastwagen, öffneten anschließend die Türen und durchsuchten das Fahrzeug.
Der gesuchte Mann befand sich jedoch nicht darin.
Der Einsatzort liegt in der Nähe des Braunkohletagebaus am Hambacher Forst zwischen Aachen und Köln. Das Gebiet war über Jahre hinweg Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen um Braunkohleabbau, Klimaschutz und Energiepolitik.
Ob der Tatverdächtige in der Region weitere Aktionen geplant haben könnte, ist bislang unklar.
Nach Darstellung des Berichts soll in einem Bekennerschreiben ausdrücklich die Bekämpfung fossiler Energieformen thematisiert worden sein. Da Braunkohle zu diesen Energieträgern gehört, prüfen die Ermittler offenbar auch einen möglichen Zusammenhang mit Einrichtungen rund um den Tagebau.
Welche konkreten Vorwürfe gegen den 48-Jährigen erhoben werden und welche Beweise gegen ihn vorliegen, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht näher hervor.
Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen dauert demnach an.
Kommentar hinterlassen