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Ebola Ausbruch

padrinan (CC0), Pixabay
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Die Weltgesundheitsorganisation hat den aktuellen Ebola-Ausbruch in der Demokratische Republik Kongo zu einer internationalen Gesundheitsnotlage erklärt. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes. Dort wurden bislang rund 246 Verdachtsfälle und mindestens 80 Todesfälle gemeldet.

Nach Angaben der WHO handelt es sich zwar noch nicht um eine weltweite Pandemie, die Organisation warnt jedoch vor einer möglichen starken Ausbreitung innerhalb der Region und über die Landesgrenzen hinaus.

Verursacht wird der aktuelle Ausbruch durch den sogenannten Bundibugyo-Ebolavirus. Für diesen Virusstamm gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch speziell wirksame Medikamente.

Zu den ersten Symptomen zählen hohes Fieber, starke Muskel- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Halsschmerzen. Im weiteren Verlauf kann die Krankheit zu Erbrechen, Durchfall, Hautausschlägen sowie inneren und äußeren Blutungen führen. Ebola greift Organe und Blutgefäße an und endet häufig tödlich.

Die WHO bestätigte bislang acht Laborfälle. Weitere Verdachtsfälle gibt es unter anderem in der Provinzhauptstadt Bunia sowie in den Goldabbaugebieten Mongwalu und Rwampara. Auch in der Hauptstadt Kinshasa wurde bereits ein Fall registriert. Zudem wurden erste bestätigte Infektionen im Nachbarland Uganda gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation sieht mehrere Gründe für die erhöhte Gefahr einer schnellen Ausbreitung:
Die Region ist politisch instabil, viele Menschen sind auf der Flucht oder ständig unterwegs, medizinische Versorgungseinrichtungen sind oft unzureichend ausgestattet, und die betroffenen Gebiete liegen teilweise in dicht besiedelten Regionen.

Was ist Ebola überhaupt?

Ebola ist eine hochgefährliche Viruskrankheit, die erstmals 1976 im heutigen Kongo entdeckt wurde. Benannt wurde das Virus nach dem Ebola-Fluss in Afrika.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Virus ursprünglich von Flughunden oder Fledermäusen auf andere Tiere und schließlich auf Menschen übertragen wurde. Besonders riskant ist dabei der Kontakt mit infizierten Wildtieren oder deren Blut und Körperflüssigkeiten.

Von Mensch zu Mensch verbreitet sich Ebola durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß, Erbrochenem oder Speichel. Bereits kleinste Mengen können ausreichen, um andere Menschen anzustecken – insbesondere wenn offene Wunden oder Schleimhäute betroffen sind.

Deshalb gelten Ebola-Ausbrüche als besonders gefährlich:
Das Virus verbreitet sich häufig in Familien, Krankenhäusern oder bei der Pflege Erkrankter sehr schnell.

Die Sterblichkeitsrate ist hoch. Laut WHO sterben im Durchschnitt rund 50 Prozent der Infizierten, bei manchen Ausbrüchen lag die Quote sogar deutlich höher.

Der bisher schwerste Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo dauerte von 2018 bis 2020. Damals kamen fast 2.300 Menschen ums Leben. Insgesamt starben in den vergangenen 50 Jahren rund 15.000 Menschen in Afrika an Ebola.

Die WHO fordert nun verstärkte Kontrollen, schnelle Isolierung infizierter Personen sowie eine enge Zusammenarbeit der betroffenen Staaten, um eine weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern.

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