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Dynamo Fan-Kommentar: Manchmal braucht es eben zwei Jahre, bis Hannover merkt, was wir schon wussten

jorono (CC0), Pixabay
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Als Hannover 96 Jonas Sterner vor einem Jahr vor der Nase weggeschnappt hat, wurde das in Niedersachsen wahrscheinlich als cleverer Transfer gefeiert. Ein Jahr später wissen wir: Es war vor allem ein sehr teurer Umweg nach Dresden.

Denn die Geschichte liest sich mittlerweile wie ein Fußballmärchen mit leichtem Verwaltungsfehler. Hannover kauft den Spieler für rund 380.000 Euro, setzt ihn in einer Saison exakt 21 Minuten ein und stellt anschließend fest, dass er eigentlich gar nicht so richtig ins Konzept passt. Herzlichen Glückwunsch.

Währenddessen macht Sterner bei Dynamo genau das, was viele Dynamo-Fans ohnehin erwartet hatten: Er spielt starken Fußball, entwickelt sich weiter und wird zu einem der besten Rechtsverteidiger der Liga.

Und plötzlich soll Dresden für die eigene Entwicklungsarbeit auch noch eine halbe Million Euro bezahlen. Da musste man in Hannover offenbar kurz vergessen haben, wer hier eigentlich die Wertsteigerung produziert hat.

Zum Glück scheint inzwischen auch bei 96 die Erkenntnis gereift zu sein, dass ein Spieler, den man nicht braucht, auf der Tribüne nur selten teurer wird. Wenn am Ende tatsächlich rund 300.000 Euro fällig werden, dürfte das für alle Beteiligten die vernünftigste Lösung sein.

Vor allem für Sterner.

Denn seien wir ehrlich: Der Junge weiß längst, wo er hingehört. Während Berater normalerweise erzählen, man müsse alle Optionen prüfen, hat Sterner offenbar eine bemerkenswert moderne Strategie gewählt: Einfach dorthin gehen, wo man geschätzt wird und Fußball spielen darf.

Verrücktes Konzept eigentlich.

Für Dynamo wäre der Transfer jedenfalls ein starkes Signal. Nicht nur, weil man einen bewährten Zweitligaspieler fest verpflichtet. Sondern auch, weil es zeigt, dass gute Arbeit manchmal doch belohnt wird.

Und irgendwo in Hannover wird man sich vielleicht fragen, warum man erst mehrere Hunderttausend Euro ausgeben musste, um herauszufinden, dass Jonas Sterner eigentlich nach Dresden gehört.

Manche Erkenntnisse brauchen eben etwas länger. Manche genau 21 Einsatzminuten.

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