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Drei Herzinfarkte in vier Tagen – warum ein Mann aus Florida heute noch lebt

geraldoswald62 (CC0), Pixabay
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Tommy Bell arbeitet als Patiententransporteur in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Florida. Normalerweise bringt er Patienten zu Untersuchungen oder Behandlungen. Doch im November 2025 wurde er plötzlich selbst zum Patienten – und entging nur knapp dem Tod.

Der 62-Jährige spürte nach Feierabend plötzlich ein ungewöhnliches Druckgefühl in der Brust. Es fühlte sich an, als würde jemand leicht mit dem Fingerknöchel gegen seine Brust drücken, erinnert er sich.

Zunächst verschwand der Schmerz wieder. Kurz darauf kam er jedoch stärker zurück. Bell wurde misstrauisch – und entschied sich, wieder in die Notaufnahme zu gehen, die er gerade erst verlassen hatte.

Erste Diagnose: Verengte Arterien

Im Krankenhaus reagierte das medizinische Team sofort und führte mehrere Untersuchungen durch. Dabei stellten die Ärzte fest, dass sich Ablagerungen in seinen Herzarterien gebildet hatten.

Um den Blutfluss wieder zu verbessern, setzten die Ärzte einen sogenannten Stent – ein kleines Metallröhrchen, das das Gefäß offenhält.

Doch kurz darauf kam es zu einer seltenen Komplikation: Der eingesetzte Stent kollabierte und bildete ein Blutgerinnsel. Bell erlitt seinen ersten Herzinfarkt.

„Der Schmerz war unbeschreiblich“, erinnert er sich. „Ich würde das niemandem wünschen.“

Ein zweiter Stent stabilisierte ihn zunächst. Nach der Behandlung kam Bell zur Beobachtung auf die Intensivstation und konnte später nach Hause gehen.

Weitere Herzinfarkte kurz danach

Nur wenige Tage später kehrten die Schmerzen zurück. Bells Frau brachte ihn sofort wieder ins Krankenhaus.

Was danach geschah, erinnert er nur noch bruchstückhaft:
Ärzte und Pflegekräfte eilten mit ihm direkt in den Herzkatheter-Saal.

Als Bell wieder zu sich kam, lag er erneut auf der Intensivstation – mit der Nachricht, dass er zwei weitere Herzinfarkte erlitten hatte.

Schnelles Handeln rettete sein Leben

Kardiologe Dr. Janak Bhavsar, der Bell bereits kannte, führte die Behandlung durch. Mithilfe spezieller Geräte löste er die Ablagerungen in den Arterien durch elektrische Impulse auf und setzte weitere Stents ein.

Der Arzt ist überzeugt: Hätte Bell nicht sofort reagiert, hätte die Situation tödlich enden können.

„Im schlimmsten Fall hätte es lebensbedrohlich werden können“, sagte Bhavsar.

Herzkrankheiten bleiben häufigste Todesursache

Herzkrankheiten sind laut den US-Gesundheitsbehörden weiterhin die häufigste Todesursache in den USA. Im Jahr 2023 starben mehr als 919.000 Menschen daran – etwa jeder dritte Todesfall.

Jährlich erleiden rund 805.000 Menschen in den USA einen Herzinfarkt.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen laut American Heart Association:

  • Rauchen

  • Bluthochdruck

  • hohe Cholesterinwerte

  • Diabetes

  • Übergewicht

  • familiäre Vorbelastung

„Hören Sie auf Ihren Körper“

Heute ist Bell dankbar, dass er seinem Gefühl vertraut hat.

„Wenn ich jünger gewesen wäre, hätte ich den Schmerz wahrscheinlich ignoriert und gedacht, es sei nur Sodbrennen“, sagt er.

Seine Botschaft an andere Menschen ist deshalb klar:

„Hören Sie auf Ihren Körper. Wenn etwas nicht stimmt, lassen Sie es überprüfen. Das kann Ihr Leben retten.“

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