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Sieben Gründe, warum Trump den Iran-Krieg noch nicht gewonnen hat

geralt (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump steht im Konflikt mit dem Iran vor einer schwierigen Weggabelung. Einen klaren Sieg kann er bislang nicht verkünden – gleichzeitig scheint der Krieg zunehmend außer Kontrolle zu geraten. Ein schneller Rückzug wiederum könnte wirtschaftlich und strategisch ebenso problematisch sein wie ein längeres militärisches Engagement.

Noch befindet sich Trump nicht in der Lage früherer Präsidenten wie Lyndon B. Johnson oder George W. Bush, die lange an bereits verlorenen Kriegen festhielten. Doch mehrere Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich der Konflikt zu einer komplexen und gefährlichen Situation entwickeln könnte.

1. Die Blockade der Straße von Hormus

Ein zentrales Problem ist die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Durch diese Meerenge wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt.

Die Sperrung zeigt, dass militärische Überlegenheit allein nicht ausreicht, um politische Probleme zu lösen. Selbst wenn die US-Marine die Route militärisch öffnen wollte, wäre dies mit erheblichen Risiken verbunden – etwa durch Drohnen, Raketen oder Minen.

Militärexperten warnen daher: Solange die Meerenge geschlossen bleibt, ist ein klarer Sieg kaum möglich.

2. Steigende wirtschaftliche Folgen

Die Auswirkungen des Konflikts reichen weit über das Schlachtfeld hinaus. Angriffe auf Tanker und die Blockade der wichtigen Handelsroute treiben Öl- und Benzinpreise weltweit nach oben.

Damit wächst auch der wirtschaftliche Druck auf die USA und ihre Verbündeten.

3. Militärische Verluste und Risiken

Der Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak sowie mehrere gefallene amerikanische Soldaten zeigen, dass selbst eine militärisch überlegene Armee nicht ohne Verluste operieren kann. Große militärische Mobilisierungen bringen immer auch Risiken und unvorhersehbare Zwischenfälle mit sich.

4. Unruhe innerhalb der USA

Gewalttaten in Virginia und Michigan haben zusätzlich die Sorge geweckt, dass der Konflikt im Nahen Osten auch innenpolitische Spannungen in den USA verstärken könnte.

Zwar ist ein direkter Zusammenhang noch nicht eindeutig bewiesen, doch Sicherheitsbehörden sprechen bereits von einer erhöhten Bedrohungslage.

5. Der Machtwechsel im Iran

Der Tod des langjährigen iranischen Führers Ali Khamenei durch Luftangriffe sollte möglicherweise den Weg für einen politischen Umbruch ebnen. Doch stattdessen übernahm sein Sohn Mojtaba Khamenei die Führung.

Für Trump erschwert dies die Darstellung eines strategischen Erfolgs – zumal Kritiker den neuen Machthaber als noch radikaler einschätzen.

6. Unklare Ziele des Krieges

Die US-Regierung hat bislang kein vollständig klares Ziel für den Krieg formuliert. Geht es um die Zerstörung des iranischen Atomprogramms, um militärische Abschreckung oder sogar um einen Regimewechsel?

Diese Unklarheit erschwert es, einen eindeutigen Sieg zu definieren.

7. Das ungelöste Atomproblem

Trump erklärte mehrfach, das iranische Atomprogramm sei stark beschädigt oder sogar zerstört worden. Doch Experten gehen davon aus, dass hoch angereichertes Uran weiterhin vorhanden sein könnte.

Solange diese Bestände existieren, bleibt theoretisch die Möglichkeit, dass Iran sein Atomprogramm später wieder aufnimmt.

Ein Krieg ohne klares Ende

Kriege enden selten so eindeutig wie der Zweite Weltkrieg. Häufig entscheiden am Ende Ausdauer, politische Verhandlungen und wirtschaftlicher Druck über den Ausgang.

Trump steht daher vor einer schwierigen Aufgabe: Er muss einen Weg finden, den Konflikt zu beenden, ohne dass der anfängliche militärische Vorteil der USA im Laufe der Zeit verloren geht – und ohne dass der Gegner den Krieg zu einem langfristigen Durchhalte-Test macht.

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