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„Dosa Divas“: Wenn indische Küche auf Roboter-Action trifft

Pexels (CC0), Pixabay
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Kochen, Kämpfen, Familienkonflikte und ein lebender Riesenroboter: Mit „Dosa Divas“ liefert Outerloop Games ein ungewöhnliches Indie-Abenteuer ab, das kulinarische Kreativität, Rollenspiel-Elemente und humorvolle Action auf charmante Weise verbindet.

In „Dosa Divas“ schlüpfen Spielerinnen und Spieler in die Rolle eines ungleichen Schwestern-Duos, das gemeinsam mit einem lebenden Mech-Roboter gegen das Fast-Food-Imperium der eigenen dritten Schwester antritt. Statt mit Schwertern und Magie wird hier allerdings mit selbstgemachten Dosas, Küchenutensilien und viel Herzblut gekämpft.

Kochen statt nur kämpfen

Im Zentrum des Spiels steht nicht nur der Konflikt mit einer übermächtigen Convenience-Food-Corporation, sondern auch das bewusste Zubereiten eigener Speisen. Aus lokal gesammelten oder auf einem mobilen Bauernmarkt gekauften Zutaten entstehen Gerichte wie gefüllte Fladen, Wraps und andere farbenfrohe Speisen mit Gemüse, Gewürzen, Fisch oder Fleisch.

Die Zubereitung erfolgt in kleinen Koch-Minispielen, bei denen Timing und Fingerspitzengefühl gefragt sind. Gleichzeitig erkundet man Dörfer, spricht mit Bewohnerinnen und Bewohnern, erfüllt kulinarische Wünsche und stellt passende Rezepte zusammen.

Rundenkämpfe mit Wok und Pfannenwender

Wenn es zum Schlagabtausch mit den Gegnern kommt, wechselt „Dosa Divas“ in rundenbasierte Kämpfe. Dabei wird die Küche kurzerhand zur Waffenkammer:
Der Wok fliegt wie ein Frisbee, der Pfannenwender verteilt kräftige Hiebe, und auch der lebende Roboter namens Goddess greift mit ordentlicher Schlagkraft ins Geschehen ein.

Gekämpft wird gegen Handlanger des Fast-Food-Konzerns – darunter etwa Anwälte der Convenience-Food-Industrie, die die Menschen von industriellem Essen abhängig machen wollen. Trotz aller Action bleibt das Spiel dabei angenehm leichtfüßig: Getötet wird in „Dosa Divas“ niemand, stattdessen setzt das Spiel auf humorvolle, fantasievolle Auseinandersetzungen.

Mehr als nur Gut gegen Böse

Optisch präsentiert sich „Dosa Divas“ in einem auffälligen, witzigen Comic-Stil, der sofort ins Auge fällt. Auch erzählerisch geht das Spiel über einfache Klischees hinaus.

Was zunächst wie ein klarer Konflikt zwischen zwei Lebensmodellen wirkt – selbstbestimmtes Kochen auf der einen Seite, industrielles Fast Food auf der anderen – entwickelt sich schnell zu einer deutlich vielschichtigeren Geschichte. Rückblicke und Dialoge erzählen von familiären Verletzungen, Missverständnissen, Sehnsüchten und alten Konflikten.

So löst sich die klassische Gut-Böse-Aufteilung zunehmend auf. Die Figuren wirken greifbar, die Geschichte bleibt leicht zugänglich, ohne banal zu werden. Gleichzeitig deutet das Spiel an, dass auch der Roboter Goddess nicht einzigartig ist: Es gibt weitere Maschinen seiner Art, umgeben von einer mysteriösen Aura. Das verleiht dem Ganzen zusätzlich eine fast schon mythische Ebene.

Abwechslungsreich, aber nie überfordernd

„Dosa Divas“ ist ein Spiel, das viele Ideen miteinander kombiniert, ohne sich dabei zu verzetteln.
Rollenspiel, Story-Abenteuer, Kochsimulation und taktische Kämpfe greifen ineinander und sorgen für spürbare Abwechslung – allerdings in einem angenehm überschaubaren Rahmen.

Wer keine Lust auf endlose Nebenquests, frustrierend schwere Bosskämpfe oder stundenlanges Grinding hat, dürfte hier gut aufgehoben sein. Das Spiel bleibt zugänglich, motivierend und eignet sich ideal für mehrere entspannte Abende.

Charmantes Indie-Spiel mit eigenem Geschmack

Mit „Dosa Divas“ zeigt Outerloop Games erneut, wie kreativ und eigenständig moderne Indie-Spiele sein können. Das Spiel ist für Windows, Nintendo Switch 1 und 2, PlayStation 5 sowie Xbox Series X/S erschienen und verbindet auf ungewöhnliche Weise Humor, Kulinarik, Familiengeschichte und leichte Rollenspielkost.

Wer bereits das ebenfalls gelungene Vorgängerprojekt „Thirsty Suitors“ mochte, wird auch hier wieder ein liebevoll gemachtes, stilistisch eigenständiges Spiel finden.

Fazit

„Dosa Divas“ ist ein sympathisches, cleveres Indie-Abenteuer, das Kochen, Kämpfen und Erzählen mit viel Charme zusammenführt.
Ein Spiel voller Farbe, Witz und Herz – und vielleicht genau das richtige „Soul Food“ für alle, die einmal etwas anderes spielen wollen als die nächste düstere Open-World-Großstadt oder die x-te Fantasy-Schlacht

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