Startseite Allgemeines DOGE muss die Hosen runterlassen – Ein Bundesrichter macht Elon Musk das Leben schwer
Allgemeines

DOGE muss die Hosen runterlassen – Ein Bundesrichter macht Elon Musk das Leben schwer

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
Teilen

Elon Musk ist es gewohnt, zu tun und zu lassen, was er will – ob mit seinen Unternehmen oder mit der von ihm geführten Regierungsabteilung für staatliche Effizienz (DOGE). Doch jetzt hat ein Bundesrichter in den USA entschieden, dass dieser seltsame Hybrid aus Privatimperium und Staatsapparat nicht einfach hinter verschlossenen Türen werkeln darf.

Richter Christopher Cooper stellte in einer Stellungnahme fest, dass DOGE „wahrscheinlich“ dem Freedom of Information Act (FOIA) unterliegt – also dem Gesetz, das staatliche Transparenz sicherstellen soll. Wahrscheinlich? Was für eine Überraschung! Eine Regierungsbehörde, die Milliardenbudget-kürzende Entscheidungen trifft, könnte tatsächlich dazu verpflichtet sein, ihre internen Dokumente offenzulegen. Wer hätte das gedacht?

Bisher hat sich DOGE vor allem durch radikale Einsparungen, fragwürdige Personalentscheidungen und eine Geheimhaltungspolitik ausgezeichnet, die man sonst nur von Schattenregierungen oder exklusiven Milliardärsclubs kennt. Dass Musks Behörde im Eiltempo ganze Ministerien auf Diät setzt, während niemand so recht weiß, nach welchen Maßstäben das geschieht, scheint für Richter Cooper ein „beispielloser“ Vorgang zu sein. Verständlich – selbst in den USA ist es eher ungewöhnlich, wenn ein Tech-Mogul ohne demokratische Kontrolle entscheidet, welche Behörden bleiben und welche verschwinden.

Besonders amüsant: Die Zurückhaltung der Dokumente verursache „einen irreparablen Schaden“ für die Öffentlichkeit. Oder anders gesagt: Niemand hat eine Ahnung, was Musk da eigentlich treibt – und das ist ein verdammt großes Problem.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob DOGE tatsächlich seine Unterlagen offenlegen muss oder ob Musk noch ein juristisches Schlupfloch findet. Vielleicht erklärt er einfach, dass es sich um geschützte Tesla-Geheimnisse handelt oder dass eine Veröffentlichung den Aktienkurs seiner Unternehmen gefährden könnte. Eine PowerPoint-Präsentation mit Dogecoin-Memes als Ablenkung dürfte jedenfalls diesmal nicht ausreichen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

TGI AG- ja Danke, Danke an unsere User

das wir so shcnell die Infos zugespielt bekommen, whow! Was uns auffällt...

Allgemeines

Interview mit Rechtsanwalt Jens Reime (Bautzen) zur neuen „Neuregelung“ der TGI AG

Frage: Herr Rechtsanwalt Reime, die TGI AG verschickt derzeit neue Vertragsangebote an...

Allgemeines

LFS Bewirtschaftungs AG: Vertrauen ist keine Einbahnstraße

Man muss der LFS Bewirtschaftungs AG eines lassen: Kommunikation scheint man dort...

Allgemeines

He-Man zwischen Trash, Nostalgie und Midlife-Crisis der Achtziger

He-Man ist zurück. Wieder einmal. Und wie so oft stellt sich bei...