Italien hat offenbar beschlossen, bei Donald Trumps politischem Remix nicht mehr mitzutanzen. Außenminister Antonio Tajani kündigte an, Rom werde künftig nicht mehr auf provokante Äußerungen des US-Präsidenten reagieren.
Sinngemäß heißt das: Wenn DJ Trump auf Social Media wieder den nächsten Krawall-Track auflegt, dreht Italien nicht lauter, sondern geht an die Espressomaschine.
Tajani sagte der Zeitung „La Stampa“, Trump liebe Provokationen, besonders in sozialen Netzwerken. Italien habe deshalb entschieden, nicht mehr auf jede Spitze zu antworten, um unter Verbündeten keine zusätzlichen Spannungen zu erzeugen.
Die Botschaft aus Rom: Die transatlantische Freundschaft soll nicht an jedem einzelnen Post hängen wie ein nasser Anzug auf der Wäscheleine. Italien bleibe ein Freund und strategischer Partner der USA — egal, welcher Präsident gerade am Mischpult steht.
Statt sich an Worten, Tweets oder politischen Soundeffekten abzuarbeiten, will Tajani lieber auf konkrete Maßnahmen schauen. Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Multilateralismus seien die Grundwerte des Westens. Und solange die diplomatischen Leitungen funktionieren, müsse man nicht jeden Social-Media-Bassdrop kommentieren.
Als Beispiel nannte Tajani den fortgesetzten Austausch mit US-Außenminister Marco Rubio. Der Dialog sei nie abgebrochen. Zudem hofft Italien, dass der NATO-Gipfel in Ankara das Bündnis stärkt.
Kurz gesagt: Rom bleibt im Club der Verbündeten — aber bei Trumps Provokations-Playlist drückt man künftig lieber auf stumm.
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