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Die Brochüre

geralt (CC0), Pixabay
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Die Berliner CDU hat im Mai 2026 eine 34-seitige Anti-AfD-Broschüre unter dem Titel „Abstieg für Deutschland – Keine Alternative“ herausgebracht. Die Aktion wurde vermutlich bewusst provokativ gestaltet: Die Broschüre wurde nicht nur verteilt, sondern an AfD-Abgeordnete sogar vorformulierte Parteiaustrittsschreiben beigelegt. Ziel: Aufmerksamkeit erzeugen, die eigene Botschaft verstärken – und gleichzeitig den politischen Gegner unter Druck setzen.

Kritisch betrachtet zeigt die Maßnahme aber eine klassische Schwäche: Eine Broschüre, so sachlich oder pointiert sie auch sein mag, ersetzt keine eigene Politik. Sie demonstriert vor allem, dass die CDU ihren Wahlkampf lieber gegen einen Angstgegner gestaltet, anstatt den Bürgern zu erklären, was sie selbst besser machen will, wie sie Probleme konkret löst und warum es bisher vielleicht nicht gelungen ist.

Die Inhalte der Broschüre sind klar: Die AfD wird als Bedrohung für Demokratie und Rechtsstaat dargestellt, antisemitische und völkische Tendenzen werden anhand von Zitaten prominent beleuchtet, und die angeblichen Deportationspläne unter dem Deckmantel der „Remigration“ werden angeprangert.

Die Reaktionen fielen erwartbar aus: AfD-Funktionäre kritisierten die Broschüre scharf als Diffamierung. In den Medien wurde kontrovers diskutiert, ob eine konfrontative Strategie wie diese wirklich AfD-Wähler überzeugen kann.

Kurz gesagt: Die CDU macht mit der Broschüre vor allem eins – sie attackiert den Gegner. Was fehlt, ist die Selbstreflexion und der Nachweis eigener politischer Lösungen. Wer glaubt, mit der Angst vor der AfD allein zu punkten, riskiert, dass Bürger die eigenen Ideen gar nicht erst kennenlernen – und genau das könnte langfristig der größere Schaden sein.

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