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Trumps Iran-Dilemma: Eskalieren, weitermachen oder aussteigen

MIH83 (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump steht im Iran-Krieg vor einer schwierigen Entscheidung. Bislang hat er zwar mit massiven Angriffen gedroht, den Konflikt aber nicht so stark ausgeweitet, dass er völlig außer Kontrolle geraten ist. Genau darin sehen Beobachter einen der wenigen strategischen Vorteile seiner bisherigen Politik.

Trump hat im Grunde drei Möglichkeiten: Er kann den bisherigen Wechsel aus Luftangriffen, Waffenruhen und Blockaden fortsetzen. Er könnte den Krieg deutlich ausweiten und auch zivile Infrastruktur oder Bodenziele angreifen. Oder er beendet den Konflikt, obwohl wichtige Ziele unerreicht bleiben.

Alle drei Wege bergen erhebliche Risiken. Eine stärkere Offensive könnte Iran zu Angriffen auf Kraftwerke, Häfen und andere Anlagen in verbündeten Golfstaaten bewegen. Auch ein militärisches Öffnen der Straße von Hormus wäre gefährlich, da US-Schiffe iranischen Raketen und Drohnen ausgesetzt wären.

Besonders problematisch wäre der Übergang von Luftangriffen zu Bodeneinsätzen. Die Geschichte zeigt, dass Kriege dadurch schnell teurer, blutiger und politisch schwerer zu beenden werden. Vietnam, Irak und Afghanistan gelten als Beispiele dafür, wie Präsidenten militärisch eskalierten, obwohl ein klarer Sieg kaum noch möglich war.

Trump selbst hatte sich lange gegen solche endlosen Kriege ausgesprochen. Im Wahlkampf von 2016 kritisierte er Konflikte, die die USA weder gewinnen noch beenden könnten. Nun droht ihm im Iran genau diese Lage.

Seine wiederholten Drohungen haben Teheran bislang nicht zu einer Kapitulation oder zu ernsthaften direkten Verhandlungen gezwungen. Gleichzeitig würde ein Rückzug politisch wie eine Niederlage wirken.

Der Iran-Krieg könnte deshalb zu einer entscheidenden Belastungsprobe für Trumps Präsidentschaft werden. Seine wichtigste bisherige Entscheidung besteht womöglich darin, nicht vorschnell in einen umfassenden Bodenkrieg geraten zu sein. Ob ihm ein diplomatischer Ausweg gelingt, bleibt jedoch offen.

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