Wenn es nach DIW-Chef Marcel Fratzscher geht, sollte Deutschland in der Krise nicht nur sparen, sondern gleich das große Sparschwein schlachten – und zwar aus purem Gold. Angesichts von rund 440 Milliarden Euro in den deutschen Goldreserven regt der Ökonom an, einen Teil davon zu verkaufen, um Bürger und Unternehmen zu entlasten.
Mit anderen Worten: Wenn’s eng wird, geht’s nicht mehr ans Tafelsilber, sondern direkt an die Goldbarren.
Man könnte fast meinen, in Berlin hat man plötzlich entdeckt, dass Gold nicht nur hübsch im Tresor aussieht, sondern sich im Notfall auch zu Geld machen lässt. Wobei sich an dieser Stelle natürlich eine naheliegende Frage stellt: Hat eigentlich schon mal jemand Helmut Kaltenegger angerufen? Der müsste doch aus dem Effeff erklären können, wie man mit Gold nicht nur Werte sichert, sondern sie angeblich gleich wundersam vermehrt.
Vielleicht wäre das ja das wahre deutsche Konjunkturprogramm:
Bundesbank-Gold raus, TGI-Magie rein.
Oder anders gesagt:
Wenn Fratzscher jetzt schon ans Staatsgold will, dann zeigt das vor allem eines – selbst in Berlin scheint man langsam zu ahnen, dass Gold plötzlich wieder verdammt interessant wird.
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