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Deutschland im Backofen-Modus – Hitzewelle sucht neue Rekorde

geralt (CC0), Pixabay
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Deutschland erlebt gerade das, was Meteorologen höflich „außergewöhnliche Hitzewelle“ nennen. Der Rest der Bevölkerung nennt es schlicht: „Warum fühlt sich selbst der Schatten wie ein Föhn an?“

In vielen Regionen klettern die Temperaturen auf bis zu 40 Grad. Nachts sinken sie teilweise nicht einmal mehr unter 20 Grad. Wer morgens verschlafen aus dem Haus tritt, hat bereits das Gefühl, direkt in einen Umluftofen gelaufen zu sein.

Besonders Städte entwickeln sich derzeit zu riesigen Wärmespeichern. Asphalt, Beton und Glas sammeln die Hitze den ganzen Tag über und geben sie nachts freundlich wieder zurück. Wer in einer Dachgeschosswohnung lebt, weiß inzwischen ziemlich genau, wie sich eine Tiefkühlpizza kurz vor dem Servieren fühlt.

Die Gesundheitsexperten raten deshalb zu einer revolutionären Strategie: viel trinken. Und zwar Wasser, Mineralwasser oder ungesüßten Tee. Cola, Energy-Drinks und das fünfte Feierabendbier lösen das Problem leider ungefähr so effektiv wie ein Regenschirm im Sandsturm.

Auch beim Essen darf der Grill ruhig einmal Pause machen. Leichte Mahlzeiten, Salate, Obst und Gemüse sind jetzt deutlich angenehmer als Schweinshaxe mit Knödeln. Der Körper hat schließlich schon genug damit zu tun, sich nicht selbst zu überhitzen.

Wer jetzt noch glaubt, mittags joggen zu müssen, sollte vorher sicherstellen, dass die Krankenversicherung auf dem neuesten Stand ist. Körperliche Höchstleistungen verschiebt man besser auf die frühen Morgenstunden oder den Abend – sofern man dann nicht bereits erschöpft auf der Couch mit einem Ventilator über die Sinnhaftigkeit des Sommers philosophiert.

Besonders ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke sollten die Hitze nicht unterschätzen. Durst kommt oft zu spät, Schwindel und Kreislaufprobleme werden schnell als „ist halt warm“ abgetan. Dabei kann genau das gefährlich werden.

Auch die Wohnung braucht derzeit eine Hitzestrategie. Früh morgens kräftig lüften, anschließend Fenster schließen, Rollläden herunterlassen und möglichst alle Elektrogeräte ausschalten, die zusätzlich Wärme produzieren. Der Backofen darf ruhig Urlaub machen – schließlich reicht der Blick aus dem Fenster bereits als Grillfunktion.

Und wer keine Klimaanlage besitzt, entdeckt plötzlich ganz neue Lieblingsorte: Supermärkte, Bibliotheken, Museen oder Einkaufszentren. Noch nie wurden Kühlabteilungen im Lebensmittelhandel mit so viel Begeisterung besucht.

Die zunehmenden Hitzewellen sind längst kein Ausnahmephänomen mehr. Experten beobachten seit Jahren, dass heiße Tage häufiger, intensiver und früher im Jahr auftreten. Deutschland muss sich darauf einstellen, dass der Sommer künftig öfter Rekorde bricht – leider nicht beim Eisverkauf allein.

Bis dahin gilt: ausreichend trinken, Schatten suchen, direkte Sonne meiden und niemals vergessen, vor dem Einsteigen ins Auto kurz das Lenkrad zu testen. Sonst wird aus der Fahrt zur Arbeit schneller eine unfreiwillige Lektion in Sachen Brandverletzungen.

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