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Da sollte man als Verbraucher die Kellogg-Produkte meiden!

Cheerfully_lost (CC0), Pixabay
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Nach einem Lieferstopp an die Rewe-Gruppe im Vorjahr zeigt sich Kellogg weiter kompromisslos und verhängt nun denselben gegenüber Edeka. Deutschlands Vorzeige-Lebensmittelhändler lehnt es ab, die erhöhten Preise des amerikanischen Lebensmittelgiganten zu akzeptieren und betrachtet diese, angesichts eines allgemeinen Rückgangs der Rohstoff- und Energiepreise, als nicht rechtzufertigen. Laut Insidern aus Edeka, auf die sich die Lebensmittelzeitung beruft, soll Kellogg exorbitante Preiserhöhungen von bis zu 45 Prozent fordern. Währenddessen kuschen andere Supermärkte vor Kelloggs Preispolitik. Sowohl Kaufland, Tegut als auch Globus haben sich anscheinend mit den erhöhten Preisen abgefunden und bieten weiterhin Kellogg-Produkte an – allerdings zu einem um 30 bis 40 Prozent erhöhten Preis, was natürlich auf Kosten der Verbraucher geht.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Einzelhandelsriesen mit Produzenten in der Öffentlichkeit anlegen. Früher hatten Unternehmen wie die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und Aldi ähnliche Dispute mit namhaften Herstellern wie Haribo, Ritter Sport, Melitta und Coca-Cola. Auch Edeka ist kein Neuling in solchen Auseinandersetzungen, wurde das Unternehmen doch bereits im Frühjahr von Mars mit einem Lieferstopp belegt.

Frank Waskow von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hebt hervor, dass besonders Global Player wie Nestlé, Coca Cola, Pepsi, Mars, Danone oder Müller-Milch auffallend oft in solche Preiskriege verwickelt sind. Seiner Meinung nach könnten solche Konzerne die Kostensteigerungen der vergangenen zwei Jahre relativ problemlos verkraften und somit höhere Erlöse generieren, was ihre in Deutschland angeblich niedrigen Gewinne aufbessern würde.

Edeka präsentiert sich in diesem Preiskrieg als Verteidiger der Verbraucher. Doch Waskow sieht keinen Grund für eine solche Selbstinszenierung seitens Edeka. Er kritisiert, dass die Preise für Eigenmarken von Supermärkten und Discountern in den letzten Monaten unverhältnismäßig gestiegen sind (zwischen 15-30 Prozent). Dies trifft insbesondere einkommensschwache Menschen. Waskow betrachtet Kelloggs Preisforderungen als unverständlich, insbesondere angesichts fallender Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte. Auf Anfrage war Kellogg nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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