Christopher Nolan wollte eigentlich nur einen der größten Klassiker der Weltliteratur verfilmen.
Das Internet dachte sich:
„Nicht mit uns!“
Kaum war der erste Trailer online, begann die wohl längste Reise seit Odysseus selbst – allerdings durch die Kommentarspalten.
Das größte Monster? Nicht der Zyklop.
Odysseus kämpfte gegen Sirenen, Seeungeheuer und Poseidon.
Christopher Nolan kämpft gegen X, TikTok und Facebook.
Experten sind sich uneinig, welche Aufgabe schwieriger ist.
Helen von Troja? Falsche Haarfarbe!
Ein Teil des Internets regte sich darüber auf, wer Helena von Troja spielt.
Andere wiederum regten sich darüber auf, dass sich Leute darüber aufregen.
Nach wenigen Stunden wusste niemand mehr, worum es in der „Odyssee“ eigentlich ging – aber jeder hatte eine Meinung.
Amerikanischer Akzent? Antikes Griechenland ruiniert!
Tom Holland spricht im Film amerikanisches Englisch.
Einige Zuschauer waren entsetzt.
Denn jeder weiß natürlich:
Im antiken Griechenland sprach man perfektes Oxford-Englisch.
Mit leichtem Shakespeare-Einschlag.
Historische Genauigkeit…
Plötzlich diskutieren Millionen Menschen über die Authentizität griechischer Schiffe.
In einem Film…
…mit Zyklopen.
…Sirenen.
…Zauberinnen.
…sprechenden Göttern.
Aber wehe, das Boot hat die falsche Reling!
Nolan lehnt sich entspannt zurück
Während sich das Internet über Hautfarben, Akzente, Rüstungen und Frisuren streitet, dürfte Christopher Nolan vermutlich gemütlich Popcorn essen.
Denn Hollywood kennt eine eiserne Regel:
Je mehr sich Menschen über einen Film empören…
…desto länger wird später die Schlange vor dem Kino.
Fazit
Odysseus irrte zehn Jahre über das Mittelmeer.
Christopher Nolans Film irrte keine zehn Minuten durchs Internet, bevor der erste Shitstorm begann.
Und irgendwo sitzt Homer vermutlich grinsend auf einer Wolke und denkt sich:
„Leute… ich habe doch nur eine Geschichte erzählt.“
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