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China testet neueste Hightech-Flugzeugträger mit Katapultsystem – gleichauf mit den USA

PilotBrent (CC0), Pixabay
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China hat einen weiteren technologischen Meilenstein erreicht: Auf dem neuesten und leistungsfähigsten Flugzeugträger des Landes, der Fujian, starteten erstmals mehrere Flugzeugtypen mithilfe eines elektromagnetischen Katapultsystems (EMALS). Das berichtete die staatliche Rundfunkanstalt CCTV und veröffentlichte spektakuläre Aufnahmen der Starts.

Zu sehen sind der Tarnkappenjet J-35, der modernisierte J-15T sowie das Frühwarnflugzeug KJ-600 – allesamt von Bord des Trägers gestartet und wieder gelandet. Beobachter werten dies als „Durchbruch“ in Chinas Marineentwicklung.

Technologie bisher nur in den USA

Bislang verfügt weltweit nur die US Navy über ein solches System – auf ihrem modernsten Träger, der USS Gerald R. Ford. Im Gegensatz zu den älteren chinesischen Trägern Liaoning und Shandong mit Ski-Jump-Rampen erlaubt das EMALS-System Starts mit schwereren Waffen- und Treibstofflasten. Damit erweitert sich die Reichweite und Schlagkraft der Flugzeuge erheblich – ein entscheidender Schritt hin zu „blue-water“-Fähigkeiten, also Operationen weit entfernt von der Heimatküste.

Analysten wie der frühere US-Navy-Kapitän Carl Schuster sehen die Indienststellung der Fujian nun in greifbarer Nähe – möglicherweise innerhalb weniger Wochen.

Grenzen der Schlagkraft

Allerdings bleibt ein Unterschied: Während die US-Träger atomgetrieben sind und monatelang ohne Tankstopp operieren können, ist die Fujian auf konventionellen Treibstoff angewiesen. Sie muss regelmäßig Häfen anlaufen oder von Tankern versorgt werden.

Militärdiplomatie parallel zu Machtdemonstration

Die Tests fallen in eine Phase intensiver diplomatischer Kontakte. Eine US-Kongressdelegation unter Führung von Adam Smith, dem ranghöchsten Demokraten im Verteidigungsausschuss, weilt derzeit in Peking. Ziel: den militärischen Dialog nach Jahren der Funkstille wiederzubeleben.

Smith betonte in Peking: „China hat die am schnellsten wachsende Armee und das am schnellsten wachsende Nukleararsenal der Welt. Die USA verfügen über die größte Armee und die größte nukleare Schlagkraft. Es ist gefährlich, wenn wir nicht regelmäßig über unsere Fähigkeiten und Absichten sprechen.“

Chinas Verteidigungsminister Dong Jun forderte von den USA, „störende Faktoren zu beseitigen“ und pragmatische Schritte für bessere Beziehungen einzuleiten.

Gipfeltreffen in Sicht

Die Delegationsreise reiht sich ein in eine Serie hochrangiger Kontakte zwischen Washington und Peking. Erst vergangene Woche telefonierten US-Präsident Donald Trump und Staatschef Xi Jinping. Beide kündigten an, sich im November beim APEC-Gipfel in Südkorea zu treffen. Trump erklärte zudem, er werde Anfang kommenden Jahres nach China reisen, Xi wiederum „zur passenden Zeit“ die USA besuchen.

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