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Brief von Jeffrey Epstein an Larry Nassar sorgt für neue Debatte – Justizministerium ordnet Vorwürfe ein

Katamaheen (CC0), Pixabay
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Das U.S. Department of Justice hat am 23. Dezember 2025 mehr als 29.000 neue Dokumente aus dem Ermittlungsbestand zum verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein veröffentlicht. Unter den Unterlagen befindet sich auch ein handschriftlicher Brief Epsteins an den früheren Teamarzt des US-Turnverbands, Larry Nassar.

Nassar war 2018 wegen zahlreicher sexueller Übergriffe auf junge Sportlerinnen zu einer Haftstrafe von 40 bis 175 Jahren verurteilt worden. Der nun bekannt gewordene Brief trägt einen Poststempel von August 2019, also wenige Tage nach Epsteins Tod in Haft, der offiziell als Suizid eingestuft wurde.

In dem Schreiben finden sich Passagen, die als Anspielung auf Donald Trump verstanden werden können. Genau diese Textstellen haben erneut politische und mediale Aufmerksamkeit ausgelöst. Das Justizministerium stellte jedoch klar, dass die jetzt veröffentlichten Akten auch „unwahre und sensationsheischende Behauptungen“ enthalten, insbesondere solche, die im Umfeld der Präsidentschaftswahl 2020 kursierten.

In einer offiziellen Stellungnahme betonte das Ministerium:
Die in den Unterlagen enthaltenen Vorwürfe gegen Trump seien unbegründet und falsch. Hätten sie auch nur eine minimale Substanz gehabt, wären sie bereits früher strafrechtlich oder politisch instrumentalisiert worden. Trump ist im Zusammenhang mit Epstein nicht angeklagt worden.

Das Justizministerium erklärte zugleich, die Veröffentlichung erfolge aus Gründen der Transparenz und Rechtsstaatlichkeit, unter strikter Wahrung des Opferschutzes. Zahlreiche Passagen der Akten sind daher geschwärzt.

Trump ist nicht der einzige prominente Name, der in den Epstein-Unterlagen auftaucht. Die Akten enthalten zahlreiche Verweise auf bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ohne dass daraus automatisch strafrechtliche Vorwürfe folgen. Die bloße Erwähnung in Dokumenten oder persönlicher Kontakt zu Epstein begründet nach Auffassung der Behörden keine Schuld.

Parallel erinnert die Veröffentlichung auch an die Dimension der Verbrechen: Epstein war von Bundesbehörden beschuldigt worden, ein Sexhandelsnetzwerk mit minderjährigen Mädchen betrieben zu haben. Nassar wiederum missbrauchte über Jahre hinweg junge Turnerinnen unter dem Vorwand medizinischer Behandlungen – darunter auch mehrere Olympiasiegerinnen.

Fazit:
Der nun veröffentlichte Brief verstärkt die öffentliche Diskussion rund um den Epstein-Komplex, ändert jedoch nichts an der rechtlichen Bewertung: Die US-Justiz sieht in den Dokumenten keine belastbaren Hinweise auf strafbares Verhalten Trumps. Die Akten sollen Transparenz schaffen, enthalten nach Einschätzung der Behörden aber auch haltlose und nicht verifizierte Behauptungen.

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