Am Ende setzte sich Brasilien mit seiner individuellen Klasse durch. Doch wer nur auf das Ergebnis schaut, wird dieser Partie nicht gerecht. Denn Japan hat bei dieser Weltmeisterschaft erneut bewiesen, warum die „Samurai Blue“ längst zu den unangenehmsten Gegnern des Turniers gehören.
Über weite Strecken spielte Japan nahezu perfekt. Diszipliniert, laufstark und taktisch hervorragend eingestellt machte das Team von Hajime Moriyasu dem fünffachen Weltmeister das Leben schwer. Der Führungstreffer durch Kaishu Sano war kein Zufallsprodukt, sondern die Belohnung für eine mutige und konzentrierte Vorstellung.
Brasilien hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, fand aber lange Zeit kaum Mittel gegen das japanische Defensivbollwerk. Erst nach der Pause erhöhte die Seleção den Druck, profitierte von ihrer individuellen Klasse und drehte die Partie durch Casemiro und Gabriel Martinelli.
Doch gerade in der Niederlage hat Japan Eindruck hinterlassen. Die Mannschaft kämpfte bis zum Schluss, verteidigte leidenschaftlich und zwang einen der Topfavoriten an seine Leistungsgrenze. Genau solche Auftritte machen den Fußball so faszinierend: Nicht immer gewinnt die Mannschaft, die den größeren Einsatz zeigt – aber sie gewinnt den Respekt der Zuschauer.
Japan hat sich bei dieser Weltmeisterschaft einmal mehr als Vorbild für mannschaftliche Geschlossenheit, Disziplin und taktische Reife präsentiert. Während viele Nationen auf Einzelkönner setzen, überzeugt Japan als perfekt funktionierendes Kollektiv.
Auch wenn der Traum vom Weiterkommen endet, verlässt Japan das Turnier erhobenen Hauptes. Gegen Brasilien verlor man zwar das Spiel – den Respekt der Fußballwelt aber hat man sich endgültig verdient.
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