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Börsenmanipulation – der Nebel des Systems lichtet sich

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Wie berichtet fand in der letzten Woche eine große konzentrierte Aktion der BaFin, der Polizei und der Staatsanwaltschaft statt. Es ging um den Vorwurf der Kursmanipulation von Aktien. Betroffen davon ist/war auch die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Ein fataler Vorgang für den Verein, der sich natürlich vehement dagegen versucht zu wehren.

Mehrere Personen wurden angeblich festgenommen, darunter angeblich Markus Straub, den früheren Vorstand der SdK, Tobias Bosler, ebenfalls ehemaliger Funktionär der Schutzgemeinschaft und heutiger Vermögensverwalter, und den Verfasser eines Börsenbriefs. Von den Durchsuchungen sind auch etliche Journalisten betroffen. Sie sollen durch gezielte Veröffentlichungen die Aktienkurse herauf oder herunter geschrieben haben, um so die Kurse einzelner Aktien zu manipulieren. Das scheint über Jahre wunderbar geklappt zu haben. Klar, das System ist einfach und effektiv. Es gibt zwei Wege, eine Kursmanipulation herbeizuführen und daran zu verdienen. Beim „Scalping“ wird ein Kurs gezielt durch fingierte oder ausschließlich positive Nachrichten nach oben getrieben. Ist der Kurs dann nach oben geschnellt, profitieren die Initiatoren dieses Vorgangs natürlich von diesen Kurssprüngen und realisieren Gewinne für sich. Oder die Aktien werden durch gezielt negative Nachrichten zum Absturz gebracht, um auch davon mit entsprechenden Aktienoptionen (Wetten auf fallende Kurse) zu profitieren. Jetzt braucht man nur noch ein Netzwerk von Käufern, die dann sicherlich die Dummen gewesen sind, mit Ausnahme der Initiatoren dieser Kursmanipulationen. Solche Marktmanipulationen sind ebenso wie der Insiderhandel nur schwer nachweisbar. Kann es nachgewiesen werden, wie vermutlich im vorliegenden Fall, dann kann dies mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Für die SdK ist das insgesamt ein Vorgang, der nicht nur unerfreulich ist, sondern auch die SdK viele Mitglieder kosten wird. Der Verband selber war sicherlich nur Mittel zum Zweck, aber in gutes.

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