Kai Wegner erlebt gerade, was man in der Politik wohl „sanften Sinkflug mit Turbulenzen“ nennt. Fünf Monate vor der Wahl rutscht seine CDU in den Umfragen auf 19 Prozent ab – ein Wert, bei dem man sich fragt: Ist das noch Zustimmung oder schon Höflichkeit?
DAS GROSSE 18-PROZENT-WUNDER
Direkt dahinter: Grüne, Linke und AfD – alle bei 18 Prozent. Berlin schafft damit, wovon andere nur träumen: ein Vierkampf ohne Sieger und ohne erkennbare Richtung. Politisch fühlt sich das an wie ein Marathon, bei dem alle Teilnehmer gleichzeitig im Kreis laufen.
Die SPD? Mit 14 Prozent solide im Bereich „Wir waren auch mal wichtig“.
KOALITIONEN: JE MEHR, DESTO BESSER (ODER SCHLIMMER)
Die bisherige Regierung aus CDU und SPD hätte aktuell keine Mehrheit mehr. Kein Problem – Berlin denkt größer: Dreier-Koalitionen sind das neue Zweier. Warum einfach regieren, wenn man es auch maximal kompliziert machen kann?
Zur Auswahl stehen:
- CDU + Grüne + SPD
- oder das Comeback von Rot-Rot-Grün
Mit anderen Worten: Egal wie – es wird auf jeden Fall unübersichtlich.
UNZUFRIEDENHEIT ALS KONSTANTE
Nur 17 Prozent der Berliner sind mit ihrer Regierung zufrieden. Das ist nicht nur ein schlechter Wert – das ist fast schon ein politisches Kunstwerk. Bundesweit trägt Wegner damit die „rote Laterne“, was immerhin zeigt: Irgendwo ist er ganz vorne.
FAZIT: BERLIN BLEIBT BERLIN
Die Hauptstadt beweist einmal mehr ihre besondere Stärke: maximale politische Vielfalt bei minimaler Begeisterung.
Oder anders gesagt: In Berlin gewinnt am Ende wahrscheinlich nicht die beste Partei – sondern die, die am wenigsten stört.
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