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Milliardenfusion von Paramount und Warner Bros. Discovery gerät ins Wanken

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die geplante Milliardenfusion zwischen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery könnte kurz vor dem Abschluss auf erhebliche politische Hürden stoßen. Die britische Regierung kündigte an, den rund 110 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss voraussichtlich einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.

Kulturministerin Lisa Nandy erklärte, sie neige dazu, in das Verfahren einzugreifen. Hintergrund sind Befürchtungen, dass die Übernahme die Medienvielfalt im Vereinigten Königreich beeinträchtigen könnte. Insbesondere soll geprüft werden, ob durch den Zusammenschluss zu viel Einfluss auf Nachrichten- und Medienangebote in den Händen eines einzelnen Konzerns konzentriert würde.

Ofcom könnte Untersuchung übernehmen

Sollte die britische Regierung tatsächlich eingreifen, würde die Medienaufsichtsbehörde Ofcom eine umfassende Untersuchung durchführen. Parallel läuft bereits eine wettbewerbsrechtliche Prüfung durch die britische Wettbewerbsbehörde.

Nach Angaben des Kulturministeriums erhalten die beteiligten Unternehmen zunächst eine Woche Zeit, um auf die angekündigten Bedenken zu reagieren. Eine endgültige Entscheidung über das Eingreifen wurde zwar noch nicht getroffen, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass eine Untersuchung sehr wahrscheinlich ist.

Milliardenprojekt könnte deutlich teurer werden

Paramount hatte ursprünglich angekündigt, den Zusammenschluss bis Ende des dritten Quartals 2026 abschließen zu wollen. Verzögert sich die Genehmigung darüber hinaus, wird die Übernahme automatisch teurer.

Nach den vertraglichen Vereinbarungen müsste Paramount für jedes weitere Quartal einen Aufschlag von 25 US-Cent je Warner-Bros.-Discovery-Aktie zahlen. Das würde die Übernahmekosten um rund 627 Millionen US-Dollar pro Quartal erhöhen – umgerechnet etwa sieben Millionen US-Dollar pro Tag.

Weltweite Prüfungen laufen

Während die britische Regierung noch über ein Eingreifen entscheidet, haben zahlreiche andere Länder den Zusammenschluss bereits genehmigt. Auch das US-Justizministerium gab grünes Licht und kam zu dem Schluss, dass die Fusion den Wettbewerb oder die Verbraucher in den Vereinigten Staaten voraussichtlich nicht beeinträchtigen werde.

Allerdings beschäftigen sich weitere Behörden weiterhin mit dem Deal. In den USA prüfen unter anderem mehrere Generalstaatsanwälte einzelner Bundesstaaten den Zusammenschluss und erwägen rechtliche Schritte. Zudem untersucht eine Bundeskommission die Finanzierung des Geschäfts, insbesondere im Hinblick auf Investitionen aus dem Nahen Osten.

Medienkonzern mit enormer Marktmacht

Mit der Fusion würden unter anderem CNN, HBO, die Warner Bros. Studios, zahlreiche Fernsehsender sowie umfangreiche Streaming- und Filmrechte unter einem gemeinsamen Dach gebündelt. Paramount argumentiert, nur ein größerer Medienkonzern könne künftig mit den dominierenden Technologie- und Streamingplattformen konkurrieren.

Ob der Milliarden-Deal wie geplant noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann, hängt nun maßgeblich von den noch ausstehenden regulatorischen Entscheidungen in Großbritannien und den USA ab.

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