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Ballaststoffe sind das neue Protein: Nation entdeckt Gemüse

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Nach Jahren, in denen jede Mahlzeit mindestens 40 Gramm Protein, drei Shakes und einen Eimer Hähnchenbrust enthalten musste, hat die Gesundheitswelt einen neuen Superstar gefunden: Ballaststoffe.

Experten berichten, dass Ballaststoffe tatsächlich gesund sind, lange satt machen und überraschenderweise bereits seit mehreren Jahrhunderten existieren.

Die große Wiederentdeckung der Pflanze

Der neue Trend namens „Fibermaxxing“ basiert auf einer revolutionären Erkenntnis:

Obst, Gemüse, Bohnen und Haferflocken enthalten Nährstoffe.

Forscher arbeiten noch daran herauszufinden, wie diese Information jahrzehntelang unbemerkt bleiben konnte, obwohl sie auf nahezu jeder Ernährungspyramide stand.

Die empfohlene Tagesdosis

Ernährungsexperten empfehlen etwa 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe täglich.

Für viele Menschen klingt das zunächst nach einer extremen Herausforderung, da ihr bisheriger Speiseplan hauptsächlich aus Proteinriegeln bestand, die nach Vanille schmecken sollten, aber eher an Gipskarton erinnern.

Es gibt nicht den Ballaststoff

Laut Ernährungsberaterin Ashley Koff müsste man eigentlich von „Ballaststoffen“ sprechen, da es verschiedene Arten gibt:

  • lösliche Ballaststoffe
  • unlösliche Ballaststoffe
  • resistente Stärke

Die meisten Menschen reagieren auf diese Information ungefähr so wie auf die Nachricht, dass es unterschiedliche Wolkenarten gibt: überrascht, aber nicht unmittelbar handlungsbereit.

Fibermaxxing für Fortgeschrittene

Wer mehr Ballaststoffe essen möchte, kann laut Experten:

  • Gemüse auf die Pizza legen,
  • Beeren essen,
  • Spinat ins Frühstück schmuggeln,
  • Chia- oder Leinsamen verwenden,
  • oder gelegentlich ein Lebensmittel konsumieren, das nicht in einer Fabrik entwickelt wurde.

Besonders mutige Personen sollen sogar ganze Äpfel mitsamt Schale essen.

Die Schattenseite

Experten warnen davor, die Ballaststoffzufuhr zu schnell zu erhöhen.

Der menschliche Darm begrüßt abrupte Ernährungsrevolutionen oft mit lautstarken Protesten und einer Reihe diplomatischer Zwischenfälle.

Fazit

Nach dem Protein-Hype, dem Keto-Hype, dem Paleo-Hype, dem Carnivore-Hype und mehreren Phasen kollektiver Verwirrung entdeckt die westliche Welt nun begeistert ein Konzept, das Großmütter seit Generationen propagieren:

Iss mehr Obst und Gemüse.

Die Lebensmittelindustrie arbeitet bereits an hochverarbeiteten „Ultra-Premium-Fiber-Performance-Power-Bites™“ für 7,99 Euro pro Portion, damit niemand versehentlich einfach eine Karotte essen muss

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