Die Finanzkriminalität wächst weltweit mit enormer Geschwindigkeit – und Deutschland steht dabei zunehmend im Fokus. Nach einer aktuellen US-Studie erreichten illegale Geldströme im vergangenen Jahr weltweit ein Volumen von rund 4,4 Billionen Dollar. Für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist das ein klares Warnsignal.
Die Behörde kündigte deshalb an, ihre Maßnahmen gegen Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und unerlaubte Finanzgeschäfte deutlich auszubauen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Prävention von Geldwäsche. Dafür sollen rund 30 zusätzliche Stellen geschaffen werden, um Kontrollen und Prüfungen weiter zu intensivieren.
Die BaFin will ihre Ressourcen künftig noch stärker nach Risikolagen ausrichten. Neben der Geldwäscheprävention sollen deshalb auch die Aufsicht über Cyber-Risiken sowie die Kontrolle des Vertriebs von Investmentprodukten verstärkt werden. Zudem baut die Behörde ihre forensischen Fähigkeiten weiter aus, um komplexe Finanzstrukturen und verdächtige Transaktionen besser analysieren zu können.
Hintergrund ist die zunehmende Professionalisierung krimineller Netzwerke. Moderne Technologien, internationale Strukturen und immer raffiniertere Verschleierungsmethoden machen Ermittlungen deutlich schwieriger. Ziel der BaFin ist es daher, den Missbrauch des deutschen Finanzsystems konsequenter zu verhindern.
Auch organisatorisch stellt sich die Behörde neu auf:
Ab dem 1. Juli 2026 wird die bisherige Abwicklungsfunktion in den zentralen Bereich „Strategie, Policy und Stabilität“ integriert. Gleichzeitig erhält der bisherige Geschäftsbereich „A“ eine neue Bedeutung: Künftig steht das Kürzel für „Anti-Financial-Crime“. Damit sollen Geldwäscheprävention, Terrorismusbekämpfung und die Verfolgung unerlaubter Finanzgeschäfte enger miteinander verzahnt werden.
Die BaFin sendet damit ein deutliches Signal:
Finanzkriminalität soll in Deutschland künftig aggressiver, moderner und koordinierter bekämpft werden.
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