Startseite Allgemeines Aus Sicht eines RB-Fans: Willkommen, Herr Demichelis – oder dürfen wir schon „Crasher“ sagen?
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Aus Sicht eines RB-Fans: Willkommen, Herr Demichelis – oder dürfen wir schon „Crasher“ sagen?

jorono (CC0), Pixabay
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Also gut, jetzt ist es offiziell: Martin Demichelis übernimmt RB Leipzig.

In Argentinien kennt man ihn als ehemaligen Weltklasse-Verteidiger. In Leipzig hat er offenbar schon vor dem ersten Training einen Spitznamen bekommen: „Crasher“.

Das klingt irgendwie beruhigend. Endlich mal wieder einer, der nicht nur Gegner crasht, sondern hoffentlich auch die schlechte Laune der vergangenen Saison.

Nach dem letzten Jahr sind wir RB-Fans schließlich bescheiden geworden.

Champions League? Erst einmal wieder Fußball spielen, der nicht aussieht wie ein missglückter Escape Room.

Der Spitzname „Crasher“ macht jedenfalls Hoffnung. Vielleicht crasht er als Erstes die Krankenakte. Danach die Fehlpassquote. Anschließend die Auswärtsbilanz. Und wenn noch Zeit bleibt, gerne auch die Dominanz des FC Bayern.

In Argentinien heißt es ja, Demichelis stehe für mutigen Offensivfußball. Das gefällt uns. Wir hatten zuletzt nämlich öfter den Eindruck, unsere Offensive spiele nach dem Motto: „Nach Ihnen.“ – „Nein, bitte zuerst Sie.“

Dass ein Trainer schon vor seiner ersten Pressekonferenz einen Spitznamen bekommt, kennen wir sonst eigentlich nur aus Hollywood oder dem Wrestling. Fehlt eigentlich nur noch die Stadiondurchsage:

„Meine Damen und Herren – hier kommt… CRASHER!“

Natürlich wird jetzt jeder Experte erklären, warum das funktionieren kann. Andere werden erklären, warum es garantiert schiefgeht. Fußball-Experten schaffen bekanntlich das Kunststück, hinterher immer schon alles vorher gewusst zu haben.

Wir RB-Fans sehen das entspannter.

Wenn „Crasher“ dafür sorgt, dass wir wieder mit Tempo nach vorne spielen, unsere Defensive nicht schon bei jeder Ecke Schnappatmung bekommt und wir öfter Tore schießen als Pressemitteilungen veröffentlichen, dann darf er sich auch „Bulldozer“, „Abrissbirne“ oder „Herr Kaputtmacher“ nennen.

Hauptsache, am Saisonende crasht nicht wieder nur unsere Tabellenposition.

Also: Willkommen in Leipzig, Martin Demichelis!

Die Erwartungen sind hoch.

Der Spitzname ist schon da.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch Siege. Und zwar möglichst mehr als Ausreden.

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