Auf ein Wort Herr Jäderberg

Zunächst einmal herzlichen Dank für die kurzfristige Stellungnahme. Gut reagiert, denn solch eine kurzfristige Stellungnahme ist nicht normal in der Branche.

Sie gehen offensiv mit der Angelegenheit um. Trotzdem, lassen Sie uns doch einmal ehrlich sein, glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Investment bei Anlegern noch eine reale Chance haben, deren Kapital einzusammeln?

Sie und ich wissen, wie das in dieser Branche läuft. Anlegerschutzanwälte werden das Thema natürlich in ihrer Berichterstattung aufnehmen, um dann zu versuchen, Mandate zu bekommen. Das ist natürlich völlig legitim, aber auch ein Problem für Sie und Ihre Vermittler. Die werden das Investment ab nun wie eine „heiße Kartoffel“ anpacken.

Die Vermittler sind doch jetzt verpflichtet, dem Kunden alle Erkenntnisse, auch ihre Stellungnahme dazu, auszuhändigen. Geld ist wie ein „scheues Reh“, bei solchen Nachrichten ist das verunsichert und haut ab.

Heute weiß doch keiner von uns beiden, wie das Ganze mit der „Restrukturierung“ ausgehen wird. Solche Restrukturierungen verlangen immer von allen Beteiligten, die Forderungen haben, auch Opfer. Ob dieser Kelch dann an ihren Anlegern vorbeigehen wird? Ehrlich gesagt, kann ich mir das dann nicht vorstellen.

Sie wollen jetzt einen Nachtrag zum aktuellen Prospekt erstellen, wenn ich das richtig verstanden habe. Aus meiner Sicht, sehr geehrter Herr Jäderberg, können Sie sich das Geld dafür sparen.

Den „Gaul kriegen sie nicht mehr zu einem Rennpferd entwickelt“. Aus und vorbei, sicherlich aus meiner subjektiven Sicht. Leider habe ich zu oft Recht behalten. Warten Sie einmal die nächsten Tage ab, was an der Front der Anlegerschutzanwälte passiert.

Wichtig wäre aus meiner Sicht, sehr geehrter Herr Jäderberg, dass Sie sich persönlich für das Geld der Anleger, welches schon in Australien investiert wurde, jetzt „ins Feuer“ werfen und schauen, dass so viel wie möglich davon gesichert werden kann für die Anleger. Nicht, dass wir dann mal wieder Recht hatten mit unserem Hinweis auf „das vorhandene Totalverlustrisiko“ für jeden Anleger.

Diesbezüglich wollen wir eigentlich immer kein Recht behalten.

2 Kommentare

  1. P. Brors 23. Januar 2018
  2. Jochen Resch 22. Januar 2018

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