Startseite Allgemeines Aue sucht einen neuen Trainer? Süß. Vielleicht sollte der Verein erstmal eine neue Führung suchen.
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Aue sucht einen neuen Trainer? Süß. Vielleicht sollte der Verein erstmal eine neue Führung suchen.

jorono (CC0), Pixabay
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Herzlichen Glückwunsch, FC Erzgebirge Aue!
Zum 80. Vereinsjubiläum gönnt man sich also den Abstieg aus dem Profifußball. Wirklich stark. Andere Vereine feiern mit Sondertrikots, Legenden-Spielen und Bierzelten – Aue feiert mit 0 Siegen im Jahr 2026 und dem direkten Fahrstuhl Richtung Regionalliga.

Aber keine Sorge: Man prüft jetzt Trainer-Optionen.

Klar.
Wenn das Haus brennt, diskutiert man am besten erstmal über neue Gardinen.

Ob Shubitidze, Ziegner oder sonst wer an der Seitenlinie steht, ist inzwischen fast schon nebensächlich. Natürlich braucht Aue einen neuen Trainer. Einen richtigen. Einen mit Plan, Autorität und möglichst ohne romantische Vereinsfloskeln. Aber wer ernsthaft glaubt, dass damit alles gelöst ist, der hat die letzten Monate entweder nicht hingeschaut – oder saß im Vorstand.

Denn das eigentliche Problem steht nicht an der Seitenlinie.
Das Problem sitzt seit Monaten gemütlich in der Vereinsführung und entdeckt jetzt plötzlich, dass man sich „vielleicht zu weit aus dem Sport herausgehalten“ hat.

Ach was.
Wirklich?
Das fällt euch nach dem Abstieg auf?

„Wir hätten früher Tacheles reden müssen“, sagt Präsident Schlesinger. Stark analysiert. Das ist ungefähr so, als würde der Kapitän nach dem Schiffbruch erklären: „Im Nachhinein betrachtet hätten wir den Eisberg vielleicht ernster nehmen sollen.“

Aue war 2026 das einzige Team unter allen 54 deutschen Profiklubs ohne Sieg.
Das muss man erstmal schaffen.
Das ist kein Betriebsunfall. Das ist kein Pech. Das ist kein „blöd gelaufen“. Das ist ein sportlicher Offenbarungseid mit Ansage.

Und genau deshalb reicht es nicht, jetzt einfach den nächsten Trainer zu präsentieren und so zu tun, als hätte man die Lage im Griff.

Nein:
Aue braucht nicht nur einen neuen Trainer. Aue braucht vor allem eine neue Vereinsführung.

Leute, die Verantwortung nicht erst dann entdecken, wenn die Tabelle endgültig lila blutet. Leute, die einen Plan haben, bevor alles implodiert. Leute, die verstehen, dass man einen Traditionsverein nicht mit Achselzucken, Durchhalteparolen und verspäteter Selbstkritik führt.

Denn wenn in Aue jetzt wieder nur der Trainer ausgetauscht wird, aber oben weiter dieselben Leute denselben Murks verwalten, dann ist der Weg schon vorgezeichnet:

Heute Regionalliga.
Morgen Oberliga.
Und wenn’s ganz dumm läuft, diskutiert man in zwei Jahren im Erzgebirge darüber, ob der Platz in der 5. Liga wenigstens gutes Flutlicht hat.

Fazit:
Ein neuer Trainer ist Pflicht.
Eine neue Vereinsführung ist überfällig.
Sonst war der Abstieg aus der 3. Liga nur der Anfang vom freien Fall.

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